Der Anreiz für die Spieler ist groß, während des Spiels zu trinken oder zu trinken um zu spielen. Die großen Gewinne kriegt dann meistens keiner von den Spielern mehr mit, da diese dann entweder versoffen oder verspielt werden.

Auch der Bereichsleiter der Fachambulanz in der Duisburger Klinik St. Camillus, David Bachmann, ist überzeugt, dass die Suchtgefahr an Spielautomaten in der Kneipe größer sei, als sonst irgendwo und dies sei dem Alkohol zuzuschreiben. Die Kombination aus Glücksspiel und Alkohol sei sehr ungünstig, so Bachmann. Grund für die Aussage ist die jahrelange Erfahrung in dem Zusammenhang, dass dabei festgestellt werden konnte, wer trinkt würde viel mehr spielen und zudem ein viel höheres Risiko eingehen.

Die Spielautomaten üben schon seit längerer Zeit einen besonderen Reiz auf junge Männer aus. Immer mehr Jugendliche nutzen die Chance und vergnügen sich in Spielhallen an den sogenannten Daddel-Automaten. Bachmann macht deutlich, dass nicht nur das Glücksspiel sich stetiger Beliebtheit erfreut, sondern zudem im Laufe der Jahre auch eine vermehrte Anzahl an Spielsüchtigen daraus hervorgebracht wurde. Die Spielsucht steigt weiterhin und stellt für viele Menschen eine große Gefahr dar.

Grundsätzlich ist die Stadt auf der Seite der Suchtberatung, die sich dafür einsetzt die Spielsucht zu bekämpfen und gleichzeitig auch Präventionsmaßnahmen zu ergreifen. Die Altersbegrenzung beim Spielen in Spielhallen sollte hochgesetzt werden, um so zumindest den Jugendschutz zu gewährleisten. Das Alkoholverbot in Verbindung mit Spielhallen ist eine Thematik, mit der sich die Verantwortlichen weiterhin beschäftigen sollten, um eine annehmbare Lösung hierfür zu finden.