Nach Angaben der Hilfesuchenden beziehen sich die Süchte in diesen Tagen vermehrt auf Alkohol, Cannabis und Glücksspiel. Die Zahl derjenigen, die der Sucht nach Cannabis verfallen oder eben der Spielsucht steigt weiterhin an. In den Beratungsstellen wird den Betroffenen Hilfe angeboten und auch die Angehörigen können hier Hilfe erwarten.

Freizeit kann zur Spielsucht führen

Gerade in der heutigen Zeit ist die Sucht nach Medien durchaus ein Thema. Vieles spielt sich heutzutage in der virtuellen Welt ab, da liegt der Schritt zum Online Casino viel näher, als der Schritt in eine traditionelle Spielbank. Menschen, die arbeitslos sind und viel Zeit haben, suchen sich Trost im Internet. In vielen Fällen verlieren die Betroffenen sich in den virtuellen Casinos und der Kontakt zur realen Welt wird oftmals nach und nach abgeschnitten.

Hier sind vor allem auch Flüchtlinge betroffen, denn viele der Flüchtlinge befinden sich in einer Warteposition, beantragen Asyl und hoffen auf die Aufnahme in Deutschland. Die Zeit des Wartens wird in einigen Fällen bereits mit Ablenkung wie beispielsweise dem Glücksspiel überbrückt. Glücksspiel ist jedoch bei einigen Personen nicht nur eine Ablenkung, sondern kann sehr schnell zur Sucht führen und langfristig für die Betroffenen und Angehörigen auch gefährlich werden.

Statistiken zeigen auf, dass vorrangig Männer von der Glücksspielsucht betroffen sind. Der Großteil der Betroffenen ist im Alter über 40 Jahren, so das Ergebnis der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention Uelzen. Oftmals sind es arbeitslose Personen, in vielen Fällen mit Migrationshintergrund. Die Suchtberatungsstelle geht davon aus, dass bei der Behandlung der Sucht vor allem der Job eine große Rolle spielen kann.

Es wurde festgestellt, dass Beschäftigte Spielsüchtige gute und schnelle Chancen haben, die Sucht zu besiegen, wohingegen arbeitslose Spielsüchtige in vielen Fällen rückfällig geworden sind. Dies lässt darauf schließen, dass der Freizeitfaktor eine große Rolle Spielt, sowohl beim Ausbruch der Spielsucht als auch bei der Behandlung von Betroffenen.