Arbeitskampf in Macau

Arbeitskampf in Macau

Die Angestellten in den Casinos haben Forderungen gegenüber der SJM Holdings erhoben. Mit dem Streik sollen die Abläufe in den Casinos gestört werden, daher haben die Arbeitnehmer sich überlegt, durch Verspätungen und keine Leistung von unbezahlten überstunden deutlich zu machen, dass es zum einen ohne sie nicht funktioniert und zum anderen die Forderungen der Arbeitnehmer ernst genommen werden sollten.

Die Forderungen der Angestellten sind mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen. Aufgrund dieser Forderungen gab es schon in den vergangenen zwei Wochen verschiedene Proteste. Die Forderungen richten sich an das Unternehmen SJM Holdings. Sollte dieses nicht auf die Forderungen reagieren, dann ist mir geplanten Streiks seitens der Arbeitnehmer zu rechnen. Die Bezahlung der Angestellten sei nicht an die Lebensbedingungen vor Ort angepasst.

Es gibt vor Ort immer mehr luxuriöse Hotels und Resorts, jedoch werden die Wohnungen für die Mitarbeiter knapp. Zum einen sind die bestehenden Wohnungen vor Ort kaum bezahlbar für die Angestellten der Casinos und zum anderen gibt es nicht ausreichend Platz für alle Angestellten vor Ort. Daher schließen die Forderungen der Arbeitnehmer auch den Bau von Wohnungen und die Anpassung der Mieten bzw. Gehälter mit ein.

Glücksspiel an erster Stelle

Die Stadt Macau, eine ehemalige portugiesische Kolonie, lebt vorrangig vom Glücksspiel. Vor Ort dürfen nun die inländischen Bewohner für Glücksspielunternehmen tätig sein, Ausländer werden nicht zugelassen. So kommt es, dass vor Ort kaum Einwanderer zu finden sind. Macau ist zudem der einzige Ort in China, wo das Glücksspiel legal ist.

Die schlechte Stimmung bei den Arbeitnehmern in Macau hat sich bereits auf die Geschäfte ausgewirkt, denn die Aktien großer Glücksspielanbieter aus Macau sind an der Börse bereits gefallen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Unruhen vor Ort weiterentwickeln und ob die Verantwortlichen auf die Forderungen der Arbeitnehmer eingehen werden.