Mehr Finanzpolizisten zur Bekämpfung des illegalen Glücksspiels

Mehr Finanzpolizisten zur Bekämpfung des illegalen Glücksspiels

Aktuell sind 16 Beamte in Vollzeit bei der Finanzpolizei für die Bekämpfung des illegalen Glücksspiels zuständig. Dies sei laut Längle eindeutig zu wenig und er fordert somit mehr Finanzpolizisten, die für den Kampf gegen das illegale Glücksspiel langfristig eingesetzt werden können.

Grund für die gewünschte Aufstockung bei der Finanzpolizei:

– die Zahl der Straftaten in diesem Bereich sei eklatant angestiegen

– immer häufiger werden auch andere Delikte, wie Drogen, Prostitution, Betrug oder Erpressung, im Zusammenhang mit den Glücksspielkontrollen von den Polizisten festgestellt

– 212 Strafanzeigen und 385 beschlagnahmte Geräte zwischen 2012 und 2015

– Zahlen zeigen auf, dass in diesem Bereich dringend Handlungsbedarf bestehe

– mit der Aufstockung des Personals könnten mehr illegale Glücksspieldelikte aufgedeckt werden

Das illegale Glücksspiel scheint auch in Vorarlberg weit verbreitet. Die aktuelle Anzahl an Beamten würde hier nicht mehr ausreichen. Mit einer Aufstockung des Personals könnte man erreichen, dass mehr und effizientere Kontrollen durchgeführt werden. Auf diesem Weg soll erreicht werden, dass das illegale Glücksspiel stärker bekämpft wird. Auch die Folgen aus dem Illegalen Glücksspiel, wie Kriminalität und Prostitution könnten auf gleichem Weg bekämpft werden, so Längle.

Gleichzeitiger Kampf gegen das legale Glücksspiel

In Bezug auf die Bekämpfung des legalen Glücksspiels scheint man sich hingegen in der Politik uneinig. Während Längle lediglich von der Bekämpfung des illegalen Glücksspiels spricht, wird von Seiten des SUPRO-Leiters Andreas Prenn gefordert, auch die Anzahl der legalen Glücksspieletablissements zu reduzieren. Aktuell gibt es in Vorarlberg rund 161 offizielle Wettbüros. Durch die Dichte an Angeboten würden die Spieler zu mehr Risiko verleitet werden. Aus diesem Grund müsse man nach Meinung des Politikers bereits hier ansetzen und die Anzahl der legalen Etablissements auf ein Maximum beschränken.

Bekämpfung des illegalen Glücksspiels in Griechenland

Bekämpfung des illegalen Glücksspiels in Griechenland

Auch in Griechenland wird das Thema illegales Glücksspiel zunehmend brisanter. Eine Aufstellung macht deutlich, dass sich das illegale Glücksspiel vor Ort, vor allem seit der Krise, zum großen Problem entwickelt hat. Fast die Hälfte der Ausgaben für das Glücksspiel wurde in illegale Spielangebote investiert. Diese Zahlen sind für die Regierung besonders erschreckend und geben Anlass, Wege und Mittel zu finden, um das illegale Glücksspiel in Zukunft wieder einzudämmen.

Einnahmen aus dem Glücksspiel etwa 12 Milliarden Euro

Die Einnahmen aus dem Glücksspiel in Griechenland beliefen sich im vergangenen Jahr auf eine Summe in Höhe von etwa 12 Milliarden Euro. Fast die Hälfte dieser Ausgaben, also ein Betrag zwischen 5,5 und 6 Millionen Euro, wurde in illegale Glücksspielangebote investiert. Für die legalen Glücksspielangebote wurden demnach im Jahr 2013 etwa 5,49 Milliarden Euro ausgegeben, im Vorjahr lag dieser Betrag noch bei 6 Milliarden und im Jahr davor, vor der Krise also, bei einem Betrag in Höhe von 8,73 Milliarden Euro. Diese Zahlen machen die Problematik umso deutlicher. Etwa 60.000 bis 100.000 Spielautomaten sind in Griechenland illegal aufgestellt.

Folgeprobleme durch das illegale Zocken

Das illegale Glücksspiel bedeutet für das Land daraus resultierende Folgeschäden. In erster Linie schaden die Ausgaben für das illegale Zocken der Volkswirtschaft, da die Einnahmen nicht versteuert werden und das Land somit gleichzeitig keine Kontrolle über das illegale Angebot hat. Die fehlende Kontrolle wiederum führt dazu, dass das illegale Glücksspiel oftmals mit Kriminalität und Geldwäsche in Verbindung gebracht wird. Der Vorsitzende der Kommission für die überwachung und Kontrolle solcher Spiele, Evgenios Jannakopoulos, macht deutlich, welche Auswirkungen das illegale Angebot für das Land aber auch die Spieler im Einzelnen haben können.

Dem illegalen Glücksspiel gehen hauptsächlich Niedrigverdiener nach, denen gleichzeitig ein niedriges Bildungsniveau nachgesagt wird. Als Lösungsansatz ist nun die Aufstellung einiger legaler Glücksspielautomaten von Seiten der griechischen Lottogesellschaft OPAP geplant. Mit dem zur Verfügung stellen eines legalen Glücksspielangebotes erhoffen sich die Verantwortlichen das illegale Angebot einzudämmen und das illegale Glücksspiel langfristig bekämpfen zu können.

Bekämpfung des illegalen Glücksspiels

Bekämpfung des illegalen Glücksspiels

Durch eben diese Spielautomaten werden Gelder in Form von Steuern in die Stadtkassen gespült, die für die Stadt wichtige Einnahmen bedeuten. Die Stadtverwaltung hat jedoch auch registriert, dass es weit mehr Spielautomaten in der Stadt zu geben scheint, die jedoch ohne Anmeldung aufgestellt werden und damit illegal sind. Diese illegalen Spielautomaten sollen nun bekämpft werden. Neben dem Grund, dass der Stadt durch die illegal aufgestellten Automaten Steuergelder entgehen, ist auch die Spielsucht ein Grund dafür, warum die illegalen Spielgeräte innerhalb Saarbrückens bekämpft werden sollen.

Um den Plan in die Tat umsetzen zu können wurden von Seiten der Stadtverwaltung die Pensionäre als "freie Mitarbeiter" wieder reaktiviert. Diese sollen sich zukünftig um die entsprechenden Kontrollen kümmern und in den Etablissements überprüfen, ob die aufgestellten Automaten angemeldet und legal, oder ob diese illegal aufgestellt sind. Bei den Mitarbeitern handelt es sich um ehemalige Mitarbeiter der Landeshauptstadt, die bereits in den Ruhestand gegangen waren und nun als freie Mitarbeiter bei der Bekämpfung des illegalen Glücksspiels in Saarbrücken helfen sollen.

Bisher erfolgten Kontrollen dieser Art nur partiell und meist zu besonderen Anlässen. Nach den neusten Plänen jedoch sollen die eingesetzten, freien Mitarbeiter künftig alle Geldspielgeräte in Gaststätten und Spielhallen überprüfen, um so feststellen zu können, wie viele der Spielautomaten in der Stadt nicht angemeldet sind. Die Pensionäre wurden in Bezug auf dieses Thema bereits geschult und sollen nun in jeweiligen Zweier-Teams die Kontrollen innerhalb der Stadt durchführen. Die freien Mitarbeiter werden für diese Aufgabe je nach Anzahl der kontrollierten Spielhallen, Gaststätten und Geräte honoriert.

Verstärkung der Bekämpfung des illegalen Glücksspiels im Internet

Verstärkung der Bekämpfung des illegalen Glücksspiels im Internet

Der Schwarzmarkt ist groß, dies beweisen Statistiken. Das Europäische Parlament hat nun in einer Sitzung genauer beleuchtet, welche Schritte derzeit bereits unternommen werden, um den Schwarzmarkt zu bekämpfen. Diese Maßnahmen dürfen jedoch keine anderen Gesetze verletzen und dienen dem Wohl der Spieler und Bürger.

In erster Linie ging es bei der Konferenz von dem Europäischen Parlament vorrangig um den Schutz der Spieler, also gleichzeitig den Schutz der Verbraucher. Vor allem Minderjährige Personen müssen geschützt werden, dahin gehend sind sich alle verantwortlichen einig. Um diesen Schutz möglich zu machen, müssen Regelungen eingeführt werden, die den Minderjährigen den Zugriff auf die entsprechenden Online Portale verweigern.

Aber auch die Eltern sollen verantwortlich gemacht werden, da diese in erster Linie für ihre Kinder verantwortlich sind und daher Sorge zu tragen haben, dass diese keinen Zugang zu Glücksspielportalen erhalten. In den europäischen Ländern sind Sicherheiten dieser Art ganz unterschiedlich geregelt. Von einigen Seiten wird gefordert, dass eine einheitliche Regulierung vereinbart werden müsse.

Als weiterer Schutz für die Kinder und Jugendliche wird vorgeschlagen, dass im Internet vermehrt vor den gefahren und Risiken gewarnt werden müsse. So wurde vorgeschlagen, dass Banner eingeführt werden, auf denen deutlich gemacht wird, dass die entsprechende Webseite für Minderjährige verboten ist. Darüber hinaus müssen ähnliche Banner geschaltet werden, die vor den Risiken und Gefahren des Glücksspiels im Internet warnen.

Neben dem Schutz der Jugendlichen und Kinder wurde auch eingehend über den Sportbereich gesprochen und damit einhergehend über die Manipulationen, die in Zukunft besser verhindert werden sollen. Hierzu wird zumindest in Deutschland die Unterstützung der anderen Länder benötigt. Daher wurde besprochen, dass eine einheitliche Regulierungsbehörde eingeführt werden müsse. Darüber hinaus müsse der Begriff Spielmanipulation vorab einheitlich definiert werden, damit in allen Ländern das gleiche Ziel verfolgt wird.

Sportmanipulierungen durch Glücksspielbetreiber und Sportverbände sollen dadurch in Zukunft besser verhindert werden können. Die Betrugsbekämpfung soll vor allem in diesem Bereich besser umgesetzt werden.

Die einzelnen Behörden innerhalb der EU sollen in Zukunft näher zusammenarbeiten. In den vorangegangenen Zusammenkünften wurde festgestellt, dass eine engere Zusammenarbeit notwenig ist, um auch eine einheitliche Regulierung in Europa anstreben zu können.

Viele der EU-Mitgliedsstaaten haben bereits eingesehen, dass ausschließlich die Liberalisierung und damit verbunden das Angebot von legalem Online Glücksspiel, dazu führt, dass der Schwarzmarkt sich verkleinert oder sogar verschwindet. Auch die Mitgliedsstaaten, die noch nicht diese Einsicht teilen, wurden bereits aufgefordert, die eigenen Gesetze den Richtlinien der EU anzupassen.