Griechenlands Glücksspielmarkt für europäische Länder interessant

Griechenland kämpft schon einiger Zeit damit, sein schlechtes Image in den Nachrichten im Hinblick auf seine missliche Finanzlage loszuwerden.

Um dies zu bewerkstelligen überlegt man sich, die staatlichen Unternehmen zu privatisieren, darunter fällt auch der Monopolist OPAP. Dieser ist zu 34 Prozent in staatlicher Hand und hat einen mutmaßlichen Wert von anderthalb Milliarden Euro.

Der Erwerb des Monopolisten wäre wahrscheinlich sehr rentabel, da der Glücksspielmarkt in Griechenland einen Aufschwung erlebt. Experten aus der Industrie rechnen damit, dass die Bevölkerung des Landes pro Jahr und Person zwischen 250 und 300 Euro in Sportwetten und Lotterien investiert hat.

Nach einem neuen Bericht trifft die Finanzmisere auch die Bürger massiv, da die Investitionen im Bereich Glücksspiel sei Januar dieses Jahres gesunken sind. Die Sportwetten fuhren einen Gewinn von rund 440 Millionen Euro ein und sanken damit um etwa ein Viertel und die Lotterien machten einen Umsatz von mehr als 680 Millionen Euro, dies ist ein Verlust von 15 Prozent.

Zudem hat der Schwarzmarkt in Sachen Online Glücksspiel einen schlechten Einfluss auf die Einnahmen. Man geht davon aus, dass dieser 260 Millionen Euro schwer ist, dadurch gehen der Regierung viele Abgabengelder verloren.

Dies war auch der Grund für die Überlegungen der Landesregierung, das Online Glücksspiel möglicherweise zu regulieren. Der Landesmarkt ist durchaus nicht zu verachten und so zogen andere Unternehmen aus anderen europäischen Staaten in Erwägung, den Monopolisten zu erwerben.

Zu den Interessenten gehörte auch der niederösterreichische Automatenhersteller Novomatic, der auch international tätig ist. Er wollte es sich nicht entgehen lassen, sich den Monopolisten genauer zu Gemüte zu führen, sollte dieser in private Hand übergehen.

Auch die österreichische Lotterie hat hier Interesse gezeigt, ein festes Erwerbsvorhaben liegt aber nicht vor.