Überwachung im Casino

Überwachung im Casino

Ted Whiting ist vor Ort Überwachungschef des Aria-Casinos. Dies bedeutet für den Mann, auf dessen Visitenkarte die Jobbezeichnung Director of Surveillance steht, zusammen mit seinem Team das Casino zu überwachen und sicherzustellen, dass beim Roulette, Blackjack und Poker keine Betrügereien vorkommen. Seine Arbeit spielt sich hauptsächlich in dem Kontrollraum ab, in dem Monitore das gesamte Casino zeigen und der Sicherheitschef die gesamten Räumlichkeiten im Blick haben kann.

Betrügereien sind in Casinos keine Seltenheit, weder früher noch heute. Beim Blackjack gibt es das Kartenzählen und bei den Kartenspielen können Betrüger durchaus mal ein Ass aus dem ärmel zücken, dies soll der Sicherheitschef des Aria Casinos in Las Vegas verhindern. Normalerweise gibt es selten Informationen über die Sicherheitssysteme in den Casinos, um so Betrüger daran zu hindern, nach entsprechenden Sicherheitslücken zu fahnden, allerdings ist Whiting der Meinung, dass die Betrüger ruhig wissen dürfen, dass sie die ganze Zeit über, während ihres Aufenthalts im Casino, durch die Sicherheitsleute überwacht werden.

Bereits bevor das Aria Casino in Las Vegas im Jahr 2009 eröffnet wurde, sorgte Whiting dafür, dass vorab ein entsprechendes Sicherheitssystem in den Hallen des Casinos installiert wurde. Damit von dem Kontrollraum aus tatsächlich alles überblickt werden kann, sorgte der Sicherheitschef dafür, dass die richtige Beleuchtung im Casino installiert wurde, denn der Todfeind für Kameras ist laut Aussage des Sicherheitsexperten schlechtes Licht.

Durch die richtige Beleuchtung können die installierten Kameras in den Casinos alles aufzeichnen und im Kontrollraum erhalten die Sicherheitsleute besonders klare Bilder. Dies sei laut Whiting ein besonderer Vorteil gegenüber anderen Casinos, die über veraltete Sicherheitssysteme verfügen.

Ständige Überwachung in den Casinos rechtens

In den Spielstätten sind Videokameras dazu da, um den Ablauf in der Einrichtung im Auge zu behalten, was prinzipiell logisch ist.

Die Richter in Berlin, die den Entschluss einer Einigungsbehörde im Bereich der Videoüberwachung aufhoben, die Teil der "Neuen Deutschen Spielcasino GmbH & Co. KG" ist, waren derselben Ansicht.

Die Behörde hatte festgelegt, dass eine Überwachung in den Spielstätten nur in Echtzeit stattfinden darf und dabei entstandene Aufzeichnungen sollen nur genutzt werden, wenn ein Verdacht auf eine Straftat gegeben ist. Die Richter des Landesgerichts sind der Meinung, dass diese Festlegung außerhalb der Befugnisse der Behörde liegt, denn im Zuge des Spielbankengesetzes von Berlin ist ein Casino dazu verpflichtet, Videokameras einzusetzen.

Sie haben den Zweck, die Ereignisse im Haus an Spieltischen und Automaten aufzuzeichnen und kommen auch im Kassenbereich und den Räumlichkeiten zur Zählung zum Einsatz, hierbei sollen die Personen genau identifiziert werden können. Das Gesetz verlangt, dass das Vorgehen in den Spielstätten rund um die Uhr überwacht werden soll und dürfen die Bänder nicht benutzt werden, dann läuft das der juristischen Vorgabe zuwider.

Diese Kontrolle muss auch das Einverständnis des Betriebsrates haben und muss mit dem Paragraph 87 des Betriebsverfassungsgesetzes übereinstimmen. Wenn es zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung Differenzen im Hinblick auf diese Maßnahme gibt, dann wird eine Einigungsinstanz des Unternehmens hinzugezogen, deren Vorstand neutral und unabhängig sein muss.

In der obengenannten Sache liegt aber eine gesetzliche Pflicht zur Kontrolle vor, das ist auch der Grund, weswegen eine Unternehmenslösung, welche eine Echtzeitkontrolle und eine Verwendung der Bänder nur ausnahmsweise gestattet, nicht erlaubt ist. Der Betriebsrat muss dieser Maßnahme, ob er will oder nicht, sein Einverständnis geben.

Dies dient auch den Mitarbeitern, die sich auch gegen unrichtige Unterstellungen verwahren können.

Kurzer Raubüberfall in Las Vegas

Die Videokameras zur Überwachung zeigen den Verbrecher, wie dieser kurz vor vier Uhr früh des 20. Dezember sein Motorrad in der Nähe des bekannten Bellagio Casinos abstellte und den überfall beging.

Er ging in das Casino, steuerte ohne Umwege auf den Craps-Tisch zu, ließ dabei seinen Motorradhelm an und zückte eine Waffe. Er forderte mit der Waffe alle Chips von diesem Tisch und damit war der überfall zu Ende.

Er verließ auf direktem Wege das Casino. Da er einen Helm aufhatte, konnte man sein Gesicht nicht erkennen und das ist der Grund weshalb der Räuber trotz Videokameras noch nicht geschnappt werden konnte. Der überfall dauerte nicht einmal 5 Minuten.

Dies ist nicht der erste Vorfall dieser Art in einem Casino von Vegas im Dezember. Die örtlichen Gesetzeshüter vermuten, dass es der gleiche Räuber war, der auch das Suncoast Casino überfallen hatte und über 20.000 Dollar mitgehen ließ.

Der Sprecher des MGM erklärte dem Besitzer des Bellagio, dass das Stehlen von Casino Jetons nicht mit dem Stehlen von Geld gleichzusetzen sei, denn die Jetons müssten erst einmal ausgelöst werden.

Jedes Casino verwende individuelle Jetons, so könnten sie auch nur in dem jeweiligen Casino genutzt werden. Der Vorfall lief im Großen und Ganzen glimpflich ab. Auch wenn eine Pistole im Spiel war, wurde nicht geschossen und keiner von den Gästen trug einen Schaden davon.

Die beiden überfallenen Casinos denken über andere Methoden zur Sicherheit nach. Diese sollen andere potentielle Täter daran hindern, aus dem Casino nach ihrer Tat so rasch flüchten zu können.