Razzia in Lustenau führt zu Korruptionsermittlungen

Razzia in Lustenau führt zu Korruptionsermittlungen

Die Beamten, die die Razzia durchführten, waren sich nicht bewusst, dass ihr Handeln vor Ort von den Überwachungskameras in und vor dem Geschäft aufgezeichnet wurde. Das Verhalten der Beamten hat nun zur Folge, dass das Bundesamt für Korruptionsbekämpfung eingeschaltet wurde und auch die Landespolizeidirektion hat bereits deutlich gemacht, dass das Verhalten der Beamten bei dieser Kontrolle nicht vertretbar sei.

Was war passiert?

– ein Beamter nahm einen Apfel aus einer in einem Büro aufgestellten Kiste und aß diesen

– ein weiterer Beamter bediente sich an einem Kühlschrank und nahm sich einen Saft

– einer der Beteiligten winkte noch freundlich in Richtung der Kamera

– Beamten zapften aus der Schankanlage ein frisches Bier und dokumentierten dies mit einem Foto

– nichts wurde von Seiten der Beamten bezahlt

Beschwerde wurde bereits von Seiten des Ladenbesitzers eingereicht, der nicht erfreut darüber war, dass die Beamten sich ohne zu Fragen an Kost und Getränken bedienten und ihren Konsum vor Ort nicht bezahlten. Auch die Landespolizeidirektion, die die Überwachungsaufnahmen bereits gesichtet hat, zeigte sich wenig erfreut über das Verhalten der Kollegen.

Die Landespolizei macht zudem deutlich, dass man bei der Behörde verärgert darüber sei, dass die Kollegen sich entsprechend benahmen und damit ein schlechtes Licht auf Polizeiarbeit warfen. Von Seiten des Bundesamtes für Korruptionsbekämpfung in Wien wurden bereits die strafrechtlichen Ermittlungen gegen die beteiligten Beamten aufgenommen.

Urteil zum Überfall auf die Spielbank in Neunkirch

Urteil zum Überfall auf die Spielbank in Neunkirch

Alle Täter müssen ein paar Jahre Haft absitzen, folgende Strafen wurden von Seiten des Gerichts verhängt:

– Habib S.: 6 Jahre

– Jakob H.: 5 Jahre 10 Monate

– Muharrem Q.: 3 Jahre 6 Monate

– Shpejtim M.: 2 Jahre auf Bewährung und 150 Arbeitsstunden

Habib S. und Jakob h. wurden als Haupttäter identifiziert, was das strengere Urteil erklärt. Alle vier Täter gestanden die Tat vor Gericht. Der Überfall wurde von der Überwachungskamera der Neunkircher Spielbank "Lucky Jungle" dokumentiert. Bei der Tat fielen die Täter in der Spielbank ein und überwältigten in dem Etablissement einen Angestellten und einen Kunden. Beide Opfer wurden von den Tätern gefesselt und so vor Ort festgehalten. Der Überfall war von der Räuberbande lange geplant und ging schnell über die Bühne. Nach Aufzeichnung der Kamera dauerte der Angriff lediglich sieben Minuten. Die Bande konnte eine Beute in Höhe von rund 220.000 Euro ergaunern.

Bandenkopf auf der Flucht

Während die Verurteilung der Räuberbande für die Staatsanwaltschaft sehr erfolgreich war, so konnten dennoch nicht alle Täter geschnappt werden. Es wird noch immer nach dem Chef der Bande gefahndet, der sich in die Türkei abgesetzt haben soll. Der Mann sei verantwortlich für die Tat, denn er soll entscheidende Tipps an die Bandenmitglieder weitergeleitet haben. Dies war möglich, da der Mann in einem benachbarten Bistro der Spielbank arbeitete.