Kundengelder im Casino verzockt

Kundengelder im Casino verzockt

Am Montag, 21. Juli, 11 Uhr muss der Schwetzinger Stefan S. sich vor der IV. Strafkammer des Landgerichts Mannheim verantworten. Der Spieler hatte von seinem Wohnsitz aus eine Internet-Domain angelegt, die über den Zeitraum zwischen 2008 und 2009 existierte und über die den Kunden eine Spielegemeinschaft angeboten wurde, mit der Besonderheit, dass die Anleger mit einer hohen Renditezusage angelockt wurden.

Die Anlegesumme wurde den Kunden von Seiten des Betreibers als Rückzahlung garantiert, wodurch viele Kunden das Angebot nutzten. Die Kundengelder wurden jedoch letztendlich nicht wieder ausgezahlt, sondern von dem Betreiber Stefan S. in verschiedenen Casinos verzockt. Von den ihm anvertrauten Geldern in Höhe von 707.000 Euro konnte der Betrüger letztlich lediglich 227.000 Euro zurückzahlen. Insgesamt 24 Personen hatten dem Angebot vertraut und hoffen nun, durch die Gerichtsverhandlung, die angelegten Gelder in Zukunft zurückzuerhalten.

Neben dem Betrug an den Kunden der Spielegemeinschaft wird Stefan S. außerdem der Betrug an einer Tankstelle vorgeworfen. Hier hatte der Spieler viermal eine sogenannte Paysafe-Karte mit einem aufgeladenen Guthaben von 5000 Euro erworben. Bei diesen Karten muss der Nutzer die Rückzahlung nach einem bestimmten Zeitraum vornehmen.

Stefan S. nahm beim Erwerb die Möglichkeit in Kauf, dass die Gelder nicht zurückgezahlt werden können. Auch in diesem Fall muss der Betrüger sich nun vor Gericht verantworten. Es werden sechs Verhandlungstage erwartet, an denen Stefan S. verhört wird. Es bleibt spannend, welches Urteil vor Gericht in beiden Fällen gefällt werden wird.