Betrugsfälle vor Gericht

Betrugsfälle vor Gericht

Leider gehen kriminelle Machenschaften oftmals mit dem Glücksspiel einher. Noch heute gibt es Pokerrunden in verrauchten Hinterzimmern, illegale Wettangebote, nicht lizensierte Online Angebote und gezinkte Karten. Gezinkte Karten sollten auch in dem aktuellen Fall für Aufsehen.

Mit Hilfe von modernster Technik schaffte es eine Bande über einen längeren Zeitraum beim Pokerspiel zu betrügen. Zum einen sehen sich die Angeklagten nun aufgrund von der Teilnahme an illegalen Pokerrunden dem Gericht gegenüber, aber gleichzeitig sind sie auch wegen Betruges angeklagt.

Die Bande schaffte es die Karten mit einem nicht sichtbaren Magnetstreifen zu versehen. Mit Hilfe von diesem konnten Signale über ein als Handy getarntes Empfangsgerät und weiter an einen Ohrknopf gesendet werden. So erfuhren die Spielteilnehmer der Gaunerbande welches Blatt die Gegenspieler auf der Hand hielten. Auf diese Art und Weise ergaunerten die Männer Beträge im fünfstelligen Bereich.

Illegales Wettangebot

In einem anderen Fall muss sich der Angeklagte wegen Beihilfe zur gewerbsmäßigen unerlaubten Veranstaltung eines Glückspiels vor Gericht verantworten. Ein Gaststättenbetreiber hatte beschlossen in der eigenen Gaststätte ein Wettterminal aufzustellen, um den Gästen so etwas Abwechslung anzubieten Allerdings verfügte der Gaststättenbetreiber nicht über eine Lizenz. Somit müssen sowohl der Betreiber als auch der Hersteller des Terminals vor Gericht Stellung beziehen, Es ist mit einer Geldstrafe zu rechnen, die bereits angekündigt wurde, bisher jedoch noch nicht als rechtskräftig anerkannt wurde.

Sportwelt geht mit Betrugsfällen hart ins Gericht

Die Eklats in Sachen Manipulation suchen immer wieder den Sport und besonders den Fußball heim.

In der Bundesrepublik fallen die Sanktionen für die Betroffenen in der Regel recht milde aus, sie erhalten meist Bußgelder und Suspendierungen. Dies traf auf auch auf einen Ex-Spieler des Hamburger Fußballvereins St. Pauli, Schnitzler zu.

Dieser erhielt kürzlich eine Sperrung vom Sportgericht des "Deutschen Fußballbunds" in Höhe von 30 Monaten. Diese läuft von Ende März dieses Jahres und endet Ende September 2013.

Das Gericht beschuldigte ihn des unsportlichen Verhaltens, sprich, er wurde angeklagt, vor drei Jahren unrechtmäßige Spielabsprachen mithilfe eines holländischen Wettunternehmens vorgenommen zu haben. Er erhielt für vier dieser Spiele 100.000 Euro, dies bestätigte Schnitzler auch.

Er wies aber die Beschuldigung von sich, Manipulationen auf dem Platz vorgenommen zu haben. Der DFB nahm diesen Fall genau unter die Lupe und stellte fest, dass nichts auf eine Betrugshandlung des Spielers hindeutet.

Dies kommt häufiger vor, denn immer wieder kursieren Meldungen von unrechtmäßigen Absprachen und Betrugsfällen. Diese können auch, wie man in der Türkei sehen kann, im großen Stil vorkommen.

Einrichtungen wie FIFA oder das "Internationale Olympische Komitee" möchten herausfinden, wie man diese Ereignisse vermindern kann und wie der Sport wieder im Mittelpunkt steht.

Die Betrüger selbst kann man nicht bekämpfen, aber es ist möglich, mit härteren Sanktionen die Anzahl dieser Vorfälle zu verringern.

Ist der österreichische Automatenhersteller Novomatic in Betrugsfälle verwickelt?

Kurz bevor der Besitzer der gewinnbringenden Zulassung fürs Casino in Zürich feststeht, wird das österreichische Unternehmen Novomatic beschuldigt, die Manipulationen von Verbrechern aus Russland unterstützt zu haben, welche bei den Zulassungen ihre Hände im Spiel haben.

Das Unternehmen geht selbstredend dagegen vor. Der Glückliche, der diese Zulassung bekommt, ist wer, denn er erhält Erträge von etwa 140 Millionen Franken im Jahr. Kurz bevor der Bundesrat auf den Rat der Eidgenössischen Spielbankenkommission hört und die Zulassung an den Mann bringt, bekommen die Bewerber Probleme.

Der Automatenproduzent Novomatic, welcher auch als Kandidat für die Zulassung im Rennen ist, steht im Verdacht, die Spielbanken in der Schweiz in Unkenntnis über seine Sicherheitslücken in Bezug auf die Automaten gelassen zu haben.

Deswegen habe es zu Beginn von 2010 ominöse Betrügereien gegeben. Neun Spieler aus Russland werden verdächtigt, große Summen erspielt zu haben, weil sie an den Automaten des Unternehmens herumgeschraubt haben.

Novomatic wird in einem Schreiben beschuldigt, dass ihre Geräte mittels einer Tastenkombi hinters Licht zu führen seien. Diese unangenehme Post kam von Casino-Verband in der Schweiz und bringt unmittelbar vor der Zuteilung der Konzession das milliardenschwere Unternehmen in Schwierigkeiten.

Dies ist umso pikanter, als dass sich das Unternehmen um drei der fünf Zulassungen bemüht. Dies wollte das Unternehmen nicht auf sich sitzen lassen. Ein Anwalt, der sich für die Bewerbung des Unternehmens im Verwaltungsrat des Züricher Casinos einsetzt, nennt diese Reaktion unangemessen und nur aus einer Sichtweise stattfindend.

Der Anwalt hat sich beim Verband eingeschaltet, weil die Gerechtigkeit nicht mehr gegeben ist, denn die Novomatic-Automaten sind geprüft und zugelassen. Weswegen die russischen Spieler soviel Gewinn machen, kann nicht nachvollzogen werden. Es liegen keinerlei Beweise vor, dass die Automaten manipulierbar seien.

Einem Insider zufolge ist es keinem Zufall geschuldet, dass gerade Gauner aus Russland sich an den Automaten zu schaffen machten, denn das Unternehmen habe zahlreiche Geräte nach Russland geschickt. Vor zwei Jahren wurde aber in dem Land das Glücksspiel untersagt.

Die Automaten kamen nur aufgrund dessen zu den Betrügern. Die nahmen die Geräte solange auseinander, bis sie den Trick herausgefunden hatten. Man weiß aber nicht, ob der Insider irgendetwas in Bezug auf die Zulassungsvergabe möchte und wenn dies so ist, was genau.

Der Anwalt beurteilt diese Anschuldigungen als Werk eines Gegners des Unternehmens. Er sagt, dass der Vorsitzende des Casino-Verbandes sich momentan im Krankenhaus befinde und sein Stellvertreter nun die Geschäfte leite. Dieser habe einen Sitz im Verwaltungsrat der Casino Baden AG.

Als Vizepräsident des Casinos in Baden habe er auch individuelle Ziele. Es fällt auf, dass das Casino in Baden im Zuge ihrer beiden Vorschläge für das Casino in Zürich das Unternehmen mit dabei hatte.

Novomatic hat knapp ein Fünftel der Anteile bei einem der Casino-Projekte. Auch bei anderen Projekten ist der Konzern mit dabei, wobei es auch Meinungsverschiedenheiten gibt.