Zahlreiche Spielersperren in der Schweiz

Zahlreiche Spielersperren in der Schweiz

Insgesamt sind nach einer Statistik zu Folge aktuell 50.000 Spieler für alle Schweizer Casinos gesperrt. Die gesperrten Spieler haben in den 21 Schweizer Spielbanken keinen Zutritt, funktioniert dies allerdings tatsächlich?

Nach Kontrollen der Eidgenössischen Spielbanken Kommission (ESBK) im Jahr 2015, die in dem Jahresbericht dokumentiert wurden, kann in Bezug auf die Umsetzung der Spielersperren den Casinos in der Schweiz ein gutes Zeugnis ausgestellt werden. Dennoch wurde gleichzeitig von lückenhaften Kontrollsystemen geredet. In einigen Casinos funktioniere das Kontrollsystem nicht lückenlos, weshalb hier weiterhin daran gearbeitet werden soll. Mit den Spielersperren und den dazugehörigen Kontrollen von Seiten der Casinos sollen in erster Linie die Spieler selbst geschützt werden. Der Spieler- und der Verbraucherschutz haben in Verbindung mit dem Glücksspiel auch in der Schweiz einen hohen Stellenwert.

Anzahl der Spielersperren gestiegen

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der gesperrten Spieler im vergangenen Jahr enorm angestiegen. Nach den Ergebnissen der ESBK sind insgesamt 3374 als im Vorjahr gesperrt worden oder haben sich selbst sperren lassen. Nach der ESBK müssen die Kontrollen nun noch in einigen Casinos verbessert werden, um dann ein zufriedenstellendes Ergebnis im Bereich des Spielerschutzes in der Schweiz erzielen zu können.

Kartenzählen beim Blackjack

Kartenzählen beim Blackjack

Zum Beispiel der Film 21 mit Kevin Spacey in der Hauptrolle oder der Film Rain Man mit Tom Cruise als Hauptdarsteller handeln von dem beliebten Kartenspiel Blackjack. Neben den interessanten Spielregeln bietet das Blackjackspiel seit jeher auch eine Möglichkeit, das Casino zu überlisten. Hierbei ist die Rede vom sogenannten Kartenzählen. Auch in den Filmen wird aufgezeigt, dass die Spieler gerne einmal versuchen, dem eigenen Glück auf die Sprünge zu helfen, indem sie Karten zählen und dann je nach Stand den eigenen Einsatz nur dann tätigen, wenn sie sicher sind, dass die nächsten Karten ihnen beim Gewinnen helfen können.

Außerhalb von Filmen wird die Methode des Kartenzählens auch immer mal wieder im realen Leben angewendet, auch wenn dies gerade die Casino-Bosse nicht sonderlich gerne sehen. Derzeit machte der Schauspieler von Ben Affleck mit dem Kartenzählen von sich reden. Sein Besuch im Hard Rock Casino Las Vegas endete beim letzten Mal mit einem Rauswurf. Die Casino-Security hatten Affleck an diesem Abend genau beobachtet und ihrer Meinung nach Spielte der Promi einfach zu gut, was für sie ein eindeutiger Hinweis auf das Kartenzählen am Blackjacktisch war.

Glücksspiel basiert auf dem Zufall und dies soll nach Meinung der Casinobetreiber auch weiterhin so bleiben. Die Spieler sollen sich demnach beim Spielen dem Zufall ausliefern und das eigene Glück darüber entscheiden lassen, ob sie selber oder die Bank gewinnen sollen. Am Ende siegt doch meist die Bank und dies ist besonders für die Casino-Bosse von besonderem Vorteil. Das einzige Glücksspiel, bei dem ein gewisses Können von Vorteil ist, ist das Pokerspiel. Demnach ist kaum verwunderlich, dass Stars wie Boris Becker und Stefan Raab, sich immer wieder in dem beliebten Kartenspiel ausprobieren.

Während in Filmen gerne Gewinnsituationen nachgestellt werden, sieht das wahre Leben im Casino doch sehr oft ganz anders aus. Wie das Beispiel von Affleck zeigt, fällt ein zu guter Spieler dem Personal sofort auf und hier wird nicht davon ausgegangen, dass der Spieler einen besonders glücklichen Abend verbringt, sondern der erste Verdacht, der von Seiten des Personals ausgesprochen wird, ist der, dass es sich bei dem Spiel um einen Betrugsversuch handelt. Diese Situation zeigt deutlich auf, dass im Regelfall doch meistens die Bank gewinnen muss, damit das Spiel mit rechten Dingen zugehen kann.

Betrugsversuch beim Lotto aufgeflogen

Betrugsversuch beim Lotto aufgeflogen

Der Spieler hatte auf die richtigen Zahlen getippt und eigentlich einen Gewinn in Höhe von 5 Millionen Dollar erzielt. Dessen war sich der Spieler jedoch nicht bewusst und so gab er sich mit der Auszahlung von einem Betrag in Höhe von 4.000 Euro zufrieden.

Die Betrüger, die in der Annahmestelle dafür sorgten, dass der Lottoschein zwar eingelöst wurde, zahlten jedoch nicht den richtigen Betrag aus. Die Brüder Andy und Nayel Ashkar wollten den Lottoschein zu ihrem eigenen Vorteil nutzten und so beschlossen die Mitarbeiter der Annahmestelle den Lottospieler über den Tisch zu ziehen. Sie erklärten diesem, dass es lediglich um einen Gewinn in Höhe von 5.000 Dollar handelte. Der Spieler stimmte zu, dass er dieses Geld abzüglich einer erfundenen Summe ausgezahlt bekam.

Der Vorfall trug sich in dieser Art und Weise im Jahr 2006 zu. Sechs Jahre später, im Jahr 2012 wollte das Brüderpaar den Lottoschein nun einlösen, wobei der Betrug allerdings auffiel. Die Lottogesellschaft stellte fest, dass der Lottoschein bereits einmal abgegeben und in einer Annahmestelle ausbezahlt wurde. Für den tatsächlichen Gewinner, Robert Miles, gibt es nun noch Gerechtigkeit, denn dieser soll den Gewinn nun doch noch ausgezahlt bekommen. Von den Brüdern erhielt Andy Ashkar die Höchststrafe von 25 Jahren Haft, der Bruder wurde aufgrund fehlender Beweise freigesprochen. Zu verdanken ist die Aufklärung dieses Falls der aufmerksamen Lottogesellschaft.

Betrug beim Glücksspiel

Betrug beim Glücksspiel

Die Methoden, die hierbei angewendet werden, sind im Laufe der Jahre immer einfallsreiche geworden. Die Kreativität scheint in Bezug auf Betrugsversuche keine Grenzen zu kenne. Während es zum einen technisch ausgeklügelte Methoden gibt, mit denen die Betrugsversuche ausprobiert werden, gibt es manchmal auch ganz einfache Mittel und Wege, die genutzt werden, um sich in einem Casino durch Betrug einen Vorteil zu verschaffen.

In einem aktuellen Fall ist der Betrugsversuch mit Hilfe eines Kaugummis erfolgt. Auch wenn dies in erster Linie nach einem Witz klingt, so hat ein Mann aus Neuseeland erst vor wenigen Wochen aufgezeigt, dass ein Kaugummi dabei behilflich sein kann, sich selbst auf nicht ganz legale Weise in einem Casino zu bereichern.

In einem Spielcasino hat der Australier mit dem Namen Moodley in einem Casino in Auckland die Ausgabeschlitze mit einem Kaugummi verstopft. Dies führte dazu, dass die Spieler ihre gewonnenen Gelder nicht aus dem Automaten bekamen. Moodley muss dieses Geschehen beobachtet haben, denn nachdem die jeweiligen Spieler den Platz verlassen hatten ging der Betrüger zu den Automaten, entfernte den Kaugummi und damit auch das Geld. Auf diese Art und Weise konnte der Betrüger sich ohne eigenen Einsatz auf illegale Art und Weise am Casino bereichern.

Aufgedeckt werden konnte der Fall nur, da Moodley die Tat immer wieder an denselben Automaten durchführte. Das Sicherheitspersonal konnte den Betrug damit erkennen und der Betrüger konnte überführt werden. Der Betrüger wurde wegen Betrugs angeklagt und musste sich vor Gericht verantworten. Als Strafe wurde eine Geldsumme in Höhe von 500 Dollar festgesetzt, die Moodley bezahlen muss, ebenso wie die Gerichtskosten.

Kreativer Betrugsversuch in Neuseeland

Kreativer Betrugsversuch in Neuseeland

In Neuseeland sorgte ein Betrüger mit einer besonders ausgefallenen Methode für Aufmerksamkeit. Der Betrüger versuchte im SkyCity Casino mit Kaugummis an das Geld aus den Automaten zu kommen. Die Kaugummis nutzte der Mann, um die Cash Slots einiger Pokerautomaten zu blockieren und so an die zurückgehaltenen Gewinne zu kommen. Die Ermittler in diesem Fall hatten einen Betrugsversuch dieser Art vorher noch nie gesehen.

Bei dem Betrüger handelt es sich um den 51-jährigen Paramasiven Moodley. Dieser hatte laut den Beamten versucht mit Hilfe von Kaugummis oder einer ähnlichen Substanz die Münz-Pokerautomaten im SkyCity Casino in Auckland zu manipulieren, um so an die zurückgehaltenen Gelder zu gelangen. Durch die Blockierung durch die kaugummiähnliche Masse sollten die Münzen nicht rausfallen können. Mit der Beobachtung der Automaten von Seiten des Betrügers, konnte dieser sehen, wenn ein Spieler an dem Slot einen Gewinn machte. Nachdem der betreffende Spieler sich dann von dem Automaten entfernt hatte, entfernte der Betrüger die Blockierung am Automaten, um so an das Geld zu gelangen.

Allerdings blieb es in diesem ungewöhnlichen Fall bei einem Betrugsversuch, denn die im Casino installierten Kameras nahmen den Mann bei der Tat auf und so konnte dieser wenig später verhaftet werden. Der Fall landete nun vor gericht. Es wurde noch nicht ermittelt, um wie viel Geld es sich bei den Betrügereien Moodleys handelt und welche Summe dieser tatsächlich auf seine Art und Weise aus den Automaten entfernen konnte.

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