Urteil zum Überfall auf die Spielbank in Neunkirch

Urteil zum Überfall auf die Spielbank in Neunkirch

Alle Täter müssen ein paar Jahre Haft absitzen, folgende Strafen wurden von Seiten des Gerichts verhängt:

– Habib S.: 6 Jahre

– Jakob H.: 5 Jahre 10 Monate

– Muharrem Q.: 3 Jahre 6 Monate

– Shpejtim M.: 2 Jahre auf Bewährung und 150 Arbeitsstunden

Habib S. und Jakob h. wurden als Haupttäter identifiziert, was das strengere Urteil erklärt. Alle vier Täter gestanden die Tat vor Gericht. Der Überfall wurde von der Überwachungskamera der Neunkircher Spielbank "Lucky Jungle" dokumentiert. Bei der Tat fielen die Täter in der Spielbank ein und überwältigten in dem Etablissement einen Angestellten und einen Kunden. Beide Opfer wurden von den Tätern gefesselt und so vor Ort festgehalten. Der Überfall war von der Räuberbande lange geplant und ging schnell über die Bühne. Nach Aufzeichnung der Kamera dauerte der Angriff lediglich sieben Minuten. Die Bande konnte eine Beute in Höhe von rund 220.000 Euro ergaunern.

Bandenkopf auf der Flucht

Während die Verurteilung der Räuberbande für die Staatsanwaltschaft sehr erfolgreich war, so konnten dennoch nicht alle Täter geschnappt werden. Es wird noch immer nach dem Chef der Bande gefahndet, der sich in die Türkei abgesetzt haben soll. Der Mann sei verantwortlich für die Tat, denn er soll entscheidende Tipps an die Bandenmitglieder weitergeleitet haben. Dies war möglich, da der Mann in einem benachbarten Bistro der Spielbank arbeitete.

Casinobetrug aus Liebe

Casinobetrug aus Liebe

Die 24 jährige Nadine A. scheint in diesem Fall blind vor Liebe gewesen zu sein, denn sie wusste, dass ihr Freund der Spielsucht verfallen war. Aus Liebe begleitete die junge Frau den Spieler täglich ins Casino Royale in München und gemeinsam verzockte das Pärchen sehr viel Geld. Als der spielsüchtige Mann, Arxhent G., dann beschloss, dass Casino auszurauben, um so an Geld für seine Sucht zu gelangen, machte die Freundin mit und gemeinsam muss das Räuberpaar sich nun vor Gericht verantworten.

Die Spielsucht ist ein heikles Thema, dies beweist nicht zuletzt ein Fall wie dieser, in dem ein junges Paar, 24 und 28 Jahre, einen Überfall durchführen wollten, um so an Geld zu gelangen, welches die eigene Spielsucht befriedigen sollte. Das Pärchen muss sich in diesen Tagen vor Gericht verantworten, sie wurden wegen Diebstahl in besonderem Fall angeklagt. In einem Interview nach der Tat macht das geständige Paar deutlich, dass es ihnen leid tue. Der spielsüchtige 28-jährige entschuldigte sich sogar, rechtfertigte sich mit der eigenen Sucht und gab an nun eine Therapie durchzuführen.

Bei der Tat arbeitete das Räuberpärchen Hand in Hand. Während die Auszubildende Nadine A. das Aufsichtspersonal durch eine Raucherpause ablenkte, konnte der Spieler die Alarmanlagen des Casinos manipulieren. Diese Tat fand tagsüber während eines Besuchs des Paares im Casino Royale in München statt, wo die beiden der Spielsucht des nun Angeklagten nachgaben. Am darauffolgenden Abend brach das Gangsterpärchen im Casino ein und konnte eine Summe in Höhe von 19.915 Euro erbeuten.

Die geständige Azubine machte im Nachhinein deutlich, dass es ihr leid tue und vor Gericht verkündete sie, dass sie sich von ihrem spielsüchtigen Freund getrennt habe. Dieser wurde wegen Diebstahl zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt, während sie wegen Beihilfe zum Diebstahl zu einer siebenmonatigen Haft verurteilt wurde. Die Strafen wurden zur Bewährung ausgesetzt und dem Pärchen wurde auferlegt, die geraubte Summe an den Casinobesitzer in Raten abzubezahlen.