Der Mann, der jede Wette nahm…

Der Mann, der jede Wette nahm…

Von Rudolf "Minnesota Fats" Wanderone lernte Preston Pool und begann sich gegen ahnungslose Spieler rund um Texas durchzusetzen. Mit seinem Umzug nach Las Vegas wurde er zum sogenannten Karten-Hai und gewann die World Series of Poker im Jahr 1974. Sein wirklicher Aufstieg zum Ruhm waren jedoch seine unorthodoxen Wetten. Er spielte gegen verschiedener Spieler, manche waren sehr groß, andere ähnlich dünn wie Amarillo Slim selber, aber ein Game bleibt bis heute unvergessen: die besonders ungewöhnliche Wette: der Tischtenniskampf gegen Bobby Riggs.

Im Jahr 1939 war Bobby Riggs Wimbledon Gewinner, aber wahrscheinlich erlangte er mehr Berühmtheit durch die "Geschlechterkampf" Spiele in den 70er Jahren. Im Alter von 55 Jahren besiegte er die führende Spielerin Margaret Court und verlor im Anschluss gegen den viel niedriger platzierten Spieler Billie Jean King. Manche glauben bis heute, dass er das zweite Spiel hingeschmissen haben könnte, weil eigentlich gab es nichts, was Riggs dazu verleiten könnte, nicht auf sich selbst zu Wetten und einhergehend damit war klar, dass es sich bei Riggs um einen wirklichen Spieler handelte.

Die unorthodoxe Wette

Das Match zwischen Amarillo Slim und Riggs unterlag einer vorher festgelegten Bedingung. Nach dieser stellte Slim die Tischtennisschläger zur Verfügung. Riggs hatte die Auswahl, welchen der Schläger er benutzen wollte, doch Slim brachte das Schlägerpaar mit zum Turnier. Bei der Wette ging es um einen Betrag in Höhe von 10.000 US-Dollar.

Riggs stimmte zu und ging auf die von Amarillo Slim vorgeschlagene Bedingung ein. Am nächsten Tag sollte das Turnier im Bel Air Country Club stattfinden. Hier tauchte Slim mit den zwei ausgewählten Schlägern auf: Bratpfannen. Amarillo hatte im Vorfeld monatelang das Spielen mit Bratpfannen geübt. So kam es zu einem kaum verwunderlichen Ergebnis und das Spiel endete mit 21 zu 8 für Amarillo Slim.