Investitionenen der Glücksspiel Millionäre

Steve Wynn hat es uns allen vorgemacht, durch eine heruntergewirtschaftete Binoghalle wurde er zum Glücksspielmillionär. Nicht nur das Mirage und andere zahlreiche Hotel­Casinos gehören ihm heute, auch einige Picassos und wohltätige Stiftungen gehören ihm, denn Eigentum verpflichtet schließlich.

Auch Irving Moskowitz hat es vom Geschäftsmann und Bingohallenbetreiber zum Millionär geschafft. Als der Bingosalon im tristen kalifornischen Ort Hawaiian Gardens von Mokowitz übernommen wurde, hatte der Salon bessere Tage gesehen. Trotzdem gelang es Mokowitz innerhalb von wenigen Jahren einen Gewinn in zweistelliger Millionenhöhe zu erwirtschaften. Zwar hatte Moskowitz schon ein beträchtliches Vermögen in der Tasche als er sich für den Deal entschied, doch nicht damit beeindruckte er, sondern mit dem Tempo, mit dem die abgewrackte Spielstätte in ein gewinnträchtiges Unternehmen verwandelt wurde.

Eigentum verpflichtet, wird er sich gedacht haben, außerdem wird für das Vollbringen wohltätiger Werke in Hawaiin Gardens ein reiches Betätigungsfeld geboten. Das Leben der Kleinstadt wird vorallem durch hohe Arbeistlosenzahlen, soziale Probleme, Niedergang und Verfall gepägt. In der Regel kann sich der, der duch die Renovierung von Schulen, durch das Anlegen von Parks oder durch dass Schaffen von Arbeitsplätze versucht sein Reichtum einzusetzen, über ungteilte Zustimmung seiner Umgebung sicher sein. Viele Millionäre versuchen ihr Geld gerade bei solchen Projekten einzusetzen, wo wirklich niemand etwas dagegen haben kann, denn es geht ja im endeffekt nicht nur darum etwas gutes zu tun, es soll ja auch darüber geredet werden. Wenn der geförderte Zweck politische Kontroversen hervorruft kann das zwangsläufig etwas schwieriger werden.

Denn genau daran hat sich Irving Mokowitz nicht gehalten. Er unterstützt den Kampf israelischer Siedler in Gaza gegen die Räumungspläne des ehemaligen Ministerpäsidenten Ariel Scharon mit seinen Bingo Millionen. Auch Aktivisten, die gegen die Preisgabe der Golanhöhen kämpften, werden von ihm unterstütz. Seid über zwölf Jahren betreibt er in Jerusalem eine höchst private Siedlungspolitik, indem er arabische Stadtvirtel aufkauft und dort jüdische Bürger etabliert. Mit der Finanzierung radikaler Siedlergruppen gießt er zusätzlich öl in einen schwelenden Konflikt.

Moskowitz ist klar, das sein Engagement nicht umstritten ist. Auch die US Regierung sieht den aggressiven Aufkauf umkämpfter und umstrittener Orte keineswegs gerne. Er kommentiert seine Aktivitäten lediglich mit einem Hinweis darauf, dass er sein privates Geld einsetzt um Immobilien Deals in Jerusalem zu finanzieren. Das gerde diese es ihm ermöglichen Glücksspielerträge als steuerfreie Spenden zu deklarieren, blieb ungesagt, ebenfalls wie die Tatsasche, das er Hawaiin Gardens Stadträte für die Genehmigung eines Cardrooms geschmiert haben soll. Seither macht er mit seinen Kartencasino Jahr für Jahr dreistellige Millionengewinne, die vermutlich auch in Immobilienprojekte gesteckt werden.

"Philanthropen aus Miami", nennt er sich gerne selbst und die israelische Linke beschimpft ihn als Brandstifter. Doch nicht nur er wird beschimpft, sondern auch die konservative Regierung Benjamin Netanjahus, "die sich mit seinen Bingo­Millionen kaufen lässt". Doch hält der Bingo König unbeirrt an seiner politischen Agenda fest, von der er behauptete, sie sei nicht politisch motiviert. Er will den Wohnungsbau in arabischen Stadtvirteln fortsetzten. Unterdessen verfallen die Mietkaserenen in Hawaiian Gardens.