Bitkom Studie: Heutzutage spielt einfach jeder

Bitkom Studie: Heutzutage spielt einfach jeder

Eine aktuelle Studie von Bitkom zeigt auf, dass die beliebtesten Spiele der heutigen Zeit mit dem PC durchgeführt werden. Online Casinos, Online Sportwetten und Strategiespiele gehören für viele Menschen heute zum Alltag dazu. Das Meinungsforschungsinstitut Aris hat im Auftrag des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V., kurz BITKOM, die Studie mit dem Titel "Gaming in Deutschland" durchgeführt und damit überraschende Ergebnisse hervorgebracht.

An der Studie nahmen 1.482 Personen ab einem Alter von 14 Jahren teil und wurden bezüglich der Glücksspielthematik befragt. 517 Personen der Befragten antworteten mit "Ja", als es um die Frage ging, ob sie irgendeine Art des Glücksspiels nutzen. Jeder dritte Deutsche spielt. Wer heutzutage nicht spielt, gehört mittlerweile einer Randgruppe an. Fast jeder Deutsche interessiert sich heute für Glücksspiele, egal ob es hierbei um Mobile Gaming, Online Glücksspiel, Konsolenspiele oder Games in Sozialen Netzwerken geht.

Die Studie zeigte auf, dass vor allem junge Menschen sich für das Glücksspiel begeistern können. Im Alter zwischen 14 und 29 Jahren spielen die meisten Personen, mit steigendem Alter scheint die Begeisterung für das Glücksspielangebot nach Auswertung der Studie abzunehmen. Von den befragten Personen über 65 Jahren sind es nur noch 5%, die sich für Glücksspiele begeistern können, was vielleicht auch dem Trend liegt, dass die meisten Spiele Online genutzt werden.

Mobile Gaming auf dem Vormarsch

Die Befragung ergab, dass das Mobile Gaming immer beliebter wird. Etwa 44 Prozent der befragten nutzen das Online Glücksspielangebot via Handy oder Tablet. Die Rangliste führt jedoch noch immer der PC an, die meisten Spiele werden in Deutschland tatsächlich am PC ausgeführt. Viele der befragten Personen spielen täglich und haben das Glücksspiel somit in ihren Alltag eingebunden.

Bei Männern sowie Frauen sind Strategiespiele am beliebtesten. Dicht danach folgen Casual-Games, Actionspiele und Social-Games. Auch Konsolenspiele erfreuen sich gerade bei den jungen Menschen noch heute großer Beliebtheit, wobei hier beachtlich ist, dass viele der Konsolen-Spieler die Konsolen nicht mit dem Internet verbinden.

Sportwetten im Internet

Sportwetten im Internet

Dies zeigt auf, dass auch bei den Sportwetten vor allem Fußball die Nase vorne hat. Doch auch die schrillsten wetten finden reißenden Absatz im Internet. Bei der Erhebung von Forsa für den Hightech-Verband BITKOM zeichnete sich ganz klar ab, dass Online-Wetten zunehmend beliebter werden.

Die Umfrage machte deutlich, dass bei den Online-Wetten Sport noch immer ganz klar im Vordergrund steht. Nicht umsonst werden die Glücksspiel-Wetten allgemein als Sportwetten bezeichnet. Fußball ist hier die meist gewettete Sportart und oft werden auch sogar nur kleine Geldbeträge im Internet gesetzt. Bei den Fußballwetten sind nicht nur WM und EM besonders beliebt, auch die Wetten auf die Bundesliga laufen für die Anbieter sehr gut.

Auch die Spieler, die sonst eher zurückhaltend sind, lassen sich meist von der Euphorie bei großen Sportereignissen mitreißen. Jeder zweite Befragte gab an, dass bei der EM im Jahr 2008 viele auf ihre Lieblingsmannschaften setzten. Die EM ist immer ein guter Aufmacher für die Online Wettbüros, denn viele setzen zum reinen Vergnügen auf die Mannschaften bei den Großereignissen, um diese für sich selbst noch spannender zu gestalten. Doch nicht nur Fußball ist eine beliebte Sportart auf die im Netz gewettet wird, auch Pferderennen, Tennisturniere und die Formel 1 bieten sich offenbar für die Spieler zum Wetten an.

In Deutschland ist es den Anbietern durch die gesetzliche Lage untersagt Lotto und Sportwetten im Internet anzubieten. Laut BITKOM-Vizepräsident Berg sei diese Regelung veraltet und man sollte sich in Deutschland darüber Gedanken machen, diesen Sonderweg aufzugeben. Durch das Verbot würden die Spieler in das illegale Glücksspiel getrieben, welches nicht ausreichend kontrolliert werden könne und auch keine Gelder in die Staatskassen fließen lässt. Für alle Beteiligten sei die derzeitige Situation aufgrund dessen die schlechteste Lösung, so der Glücksspielexperte.

Mobile Gaming auf dem Vormarsch

Mobile Gaming auf dem Vormarsch

Durch diese Entwicklung, dass fast jeder dritte Spieler auch das Mobile Gaming nutzt, muss die Branche darauf bedacht sein, den Kunden neuste Entwicklungen, Spiele und Angebote zu präsentieren. Nun gilt es für die Anbieter nicht mehr nur den Kunden zu gefallen, sondernd die auch langfristig für das mobile Glücksspiel via Smartphone zu begeistern.

Eine Umfrage der Firma Bitkom Research zeigt auf, wie beliebt das Mobile Gaming tatsächlich geworden ist Das Spielen am Computer und an der Spielkonsole stehen immer noch auf Platz eins, doch direkt dahinter befindet sich in der heutigen Zeit das Glücksspiel via Smartphone. Damit ergibt sich eine Zahl von acht Millionen Spielern in Deutschland, die das mobile Glücksspiel nutzen.

In Bezug auf die tägliche Nutzung bestimmter Spielangebote, liegt das Smartphone sogar ganz vorne im Vergleich mit dem Computer oder der Konsole. Das Handy wird häufig täglich genutzt und wenn es sich bei der Nutzung nur um ein ganz schnelles, kurzes Spiel handelt. Hierfür den Computer oder Laptop zu betätigen fällt weniger Spielern ein und daher schneidet das Handy mit dem Mobile Gamig in dieser Sache eindeutig besser ab.

Als Alternative für das Smartphone gibt es noch das Tablet, mit dem die mobilen Glücksspielangebote genutzt werden können. Das Tablet befindet sich auf dem besten Weg zur Grundausstattung der Haushalte zu gehören. Bei Vorhandensein eines Tablets wird dieses oft besonders gerne für die Nutzung in Bezug auf das Mobile Gaming gebraucht. Durch einen größeren Bildschirm und eine tolle Auflösung bietet das Tablet die beste Voraussetzung für ein grandioses, mobiles Spielerlebnis unterwegs oder zu Hause.

Bitkom untermauert mit eindeutiger Umfrage seine Forderungen

Anlässlich der Kontrollierung des Glücksspielstaatsvertrages wartet Bitkom mit einer Umfrage zum Online-Glücksspiel auf. Hierbei wird deutlich, dass den Spielern vor allen Dingen Seriosität und Sicherheit am Herzen liegen.

Es sind folglich keine Glücksrittern, für die nur die hohen Gewinnquoten wichtig sind. Wetten im Netz sind ein heikles Thema, denn hierzulande gibt es einen Staatsvertrag, der es den Privatanbietern verbietet, in Deutschland im Internet Lotto und Sportwetten anzubieten. Bitkom hat das Ziel, dies auch für private Anbieter möglich zu machen. Der Staatsvertrag wird zurzeit geprüft. Da passt es gut ins Bild, dass sich laut einer Umfrage der Forsa, den der Branchenverband in Auftrag gegeben hatte, die Interviewten sich nicht als wilde Zocker herausstellten.

Ihnen liegen vielmehr die Sicherheit (96 Prozent) und die Seriosität (97 Prozent) am Herzen. Erst an fünfter Stelle stehen mit 71 Prozent hohe Gewinnquoten. Davor sind den Befragten noch der Service (91 Prozent) und der Bekanntheitsgrad der Anbieter (88 Prozent) wichtig. Das Thema Fußball steht bei den Sportwetten besonders im Mittelpunkt und nicht nur, weil die WM kurz bevorsteht. 94 Prozent der Spieler setzen auf Fußballthemen. Hier hat man allgemeines Interesse am Fußball, denn 90 Prozent wetten auf Spiele in der Bundesliga. Nur 43 Prozent wetten auf WMs und EMs.

Im Vergleich zu Fußball sind andere Sportarten wie Formel 1 (15 Prozent) und Tennis (11 Prozent) eher von geringem Interesse. Die traditionellen Gelegenheiten für Wetten bei Pferderennen sind im Netz von eher geringer Bedeutung, nur 6 Prozent nutzen diese Chance. Poker hat mittlerweile im Netz eine größere Aufmerksamkeit erhalten, doch groß verbreitet ist es noch nicht. Vor allem Männer (22 Prozent) und 9 Prozent Frauen spielen Poker. Lotto hat eine deutlich höhere Resonanz.

Der Frauenanteil liegt hier bei 64 Prozent und der Männeranteil bei 57 Prozent. 2 Millionen Deutsche spielen Glücksspiele im Netz, ein stattlicher Anteil. Mit diesen Zahlen möchte Bitkom wahrscheinlich ihrer Forderung mehr Nachdruck verleihen, dass auch hierzulande Privatanbieter legal Glücksspiele anbieten dürfen. Ein komplettes Verbot findet Bitkom keine gute Lösung. Der Präsident von Bitkom sagte, dass es sich gezeigt habe, dass die Nutzer sich nicht mit diesem Verbot abfinden und dieses umgehen.