Einigung nach dem Black Friday

Einigung nach dem Black Friday

Auch das Unternehmen Absolute Poker/Ultimate Bet gehört zu den Anbietern, welcher von Seiten des Department of Justice (des Justizministeriums) wegen Betrug, Geldwäsche und anderen Delikten angeklagt wurde.

Nun, nach fast einem Jahr, konnte es jedoch zu einer Einigung zwischen dem Unternehmen und der kanadischen Gaming Commission (KGC) kommen. In dieser Einigung wurde beschlossen, dass das Eigentum des Unternehmens in den Besitz des Department of Justice übergehen wird.

Neben Absolute Poker/Ultimate Bet waren und sind weitere Unternehmen wie Full Tilt Poker und PokerStars von den Folgen des Black Fridays betroffen. Bei allen Unternehmen wurden die Webseiten gesperrt und die Konten der Unternehmen eingefroren. Die gesamte Poker Branche in Amerika hatte nach dem Black Friday mit schweren Folgen zu kämpfen.

Blanca Games war zu dem Zeitpunkt des Black Fridays der Eigentümer von Ultimate Bet/Absolute Poker. Bei dem neuen Entschluss wurde festgelegt, dass alle Vermögenswerte des Unternehmens in Besitz des amerikanischen Justizministeriums übergehen. Ob jedoch dadurch die Spieler an ihre Gelder gelangen ist bisher noch unklar. Der Anspruch auf das Spielergeld muss in jedem Fall einzeln geprüft werden. Nach der Prüfung der Ansprüche kann entschieden werden, ob das Recht auf Auszahlung gegeben ist.

Zu Absolute Poker gehören noch weitere Unterfirmen, doch diese sind nicht von den Forderungen der Justizbehörde betroffen. Fest steht in jedem Fall, dass die Ansprüche der Spieler als letzter Punkt abgearbeitet werden. Bevor die Auszahlungen an die Spieler erfolgen können, müsse laut KGD erst den Forderungen der Gläubiger entsprochen werden. Erst nach der Auszahlung an die Gläubiger kann das eventuell vorhandene Vermögen dazu genutzt werden, um die Spielerauszahlungen vorzunehmen.

Das Jahr nach dem Black Friday

Das Jahr nach dem Black Friday

Die entsprechenden Webseiten wurden zu diesem Zeitpunkt gesperrt. Nun ist es an der Zeit einmal zu beleuchten, was darauffolgend passiert ist und wie sich die Situation für die Pokerwelt entwickelt hat.

Das Unternehmen PokerStars setzte schon kurz nach dem Black Friday alles daran, dass kein zu großer Schaden entsteht und bemühte sich um eine Vereinbarung mit dem amerikanischen Justizministerium. Dem Unternehmen wurde vorgeworfen illegales Glücksspiel angeboten zu haben und auch ein Vorwurf wegen Geldwäsche wurde der Firma gemacht.

Da das Unternehmen jedoch direkt im Anschluss darum bemüht war, die Gelder der Spieler so schnell wie möglich zurück zu zahlen, nahm das Unternehmen zumindest keinen großen Imageschaden. Das Unternehmen schaffte im Jahr 2006 den Durchbruch, nachdem der Unlawful Internet Gaming Inforcement Act (UIGEA) eingeführt wurde und das bis dahin marktführende Unternehmen Party Poker sich vom Markt zurückzog.

Die negativsten Schlagzeilen nach dem Black Friday in Amerika machte das Unternehmen Full Tilt. Das Unternehmen verschwand komplett vom amerikanischen Markt. Vor dem Black Friday gehörte Full Tilt zu den berühmtesten Unternehmen, vor allem auch wegen der Starbesetzung im Team von Full Tilt.

Namen wie Howard Lederer, Chris Ferguson und Phil Ivey gehörten zu dem Unternehmen Full Tilt wie selbstverständlich dazu. Dadurch hatte die Firma natürlich einen entsprechend guten Ruf und die Kunden schenkten dem Unternehmen ihr Vertrauen. Die Erfolge von Full Tilt nahmen jedoch mit dem Black Friday am 15. April 2011 ein jähes Ende.

Kaum Nachrichten gab es nach dem Black Friday hingegen von dem Cereus Netzwerk. Ob das Netzwerk aufgrund der vielen anderen Skandalmeldungen untergegangen ist, weiß man nicht. Jedoch ist das Unternehmen, auch in den USA, weiterhin mit der eigenen Pokerwebseite online.

Großbritannien reformiert seine Glücksspielgesetze

Das Vereinigte Königreich hat sich mit strikten Abgabenkriterien einen Namen gemacht. Dieser Umstand bewegte viele im Land ansässige Betreiber dazu, ihrer Tätigkeit außerhalb Großbritanniens nachzugehen.

Es gab in diesem Gesetz ein Schlupfloch, dieses ermöglichte es nicht-britischen Betreibern, ihre Dienste im Land bereitzustellen und das ohne Extraabgaben. Aber die Veränderung der Glücksspielgesetze auf der Insel könnte dem ein Ende bereiten.

Nach der Aufregung um den "Black Friday" rang man sich im Land dazu durch, die Gesetze in Bezug auf die virtuellen Glücksspiele anders zu machen, so sollte die Sicherheit der Spieler gewährleistet werden.

Damit es in Großbritannien keinen "Schwarzen Freitag" gibt, strebt man massive änderungen an. Dazu gehört auch, dass das gesetzliche Schlupfloch für Betreiber aus dem Ausland dichtgemacht wird.

Betreiber also, die in Gibraltar oder der Isle of Man ansässig sind, wären gezwungen, sich um eine Zulassung bemühen, die ihnen noch mehr Steuern auferlegt. Zudem hätte die Glücksspielbehörde des Landes die Möglichkeit, nichtbritische Betreiber zu überwachen und im Auge zu behalten.

Zahlreiche Unternehmen in diesem Bereich haben dem Land den Rücken gekehrt, da sie die Abgaben nicht zahlen konnten. Diese änderung der Glücksspielgesetze könnte zur Folge haben, dass so mancher nichtbritischer Betreiber den Markt verlässt.

Tummeln sich nicht so viele Anbieter auf dem Glücksspielmarkt des Landes, wäre es leichter, den Schutz der Nutzer landesweit zu garantieren.