Casino-Betrüger vor Gericht

Casino-Betrüger vor Gericht

Angeklagt werden vor Gericht vier ehemalige Casinoangestellte und zwei Gäste, die gemeinsam den gro&szlgi;en Clou im Casino durchzogen und dieses damit um mehrere tausend Franken betrogen.

Der Prozess wird vor dem Strafgericht Lugano ausgetragen. Kläger ist das Casino selbst, angeklagt ist die gesamte Betrüger-Bande, wobei einer der Italiener vor Gericht fehlt. Der Betrug wurde in den Jahren 2008 und 2009 durchgeführt. Innerhalb dieser Zeit betrogen die Angeklagten das Casino um viel Geld, mit einem gemeinsam ausgeklügelten Betrugssystem.

Während zwei der Täter als Gäste im Casino aktiv waren, waren die anderen vier Betrüger vor Ort im Casino angestellt. Die Betrüger hatten Stellungen wie Sicherheitspersonal und Supervisor inne. So war es für die Bande ein Leichtes das ausgeklügelte Betrugssystem im Casino anzuwenden. Hierzu wurden von der Bande gezinkte Karten verwendet. Die wurden von einem der Männer eingefügt und waren dann vor Ort im Spiel. Wenn die als Gäste getarnten Betrüger dann das Casino betraten, konnten die Komplizen diese darauf hinweisen, an welchem Blackjack-Tisch mit den gezinkten Karten gespielt wurde.

Bei den gezinkten Karten handelte es sich um präparierte Karten, die über veränderte Symbole auf der Rückseite verfügten. So konnten die Betrüger erkennen, ob die Spieler gegenüber über ein gutes Blatt verfügten oder nicht. Auch beim Roulette konnten die Betrüger mit ihrer Masche Erfolge verbuchen, denn hier wurde der Croupier mit Hilfe des vermeintlichen Sicherheitspersonals reingelegt.

Die häufigen Glückssträhnen waren es, die das Casino auf die Betrugsreihe aufmerksam machen. So konnten die Spieler identifiziert und der Betrug aufgedeckt werden. Die Täter kamen in U-Haft und stellen sich nun vor Gericht der Anklage.

Macao – das asiatische Glücksspielparadies

Macao – das asiatische Glücksspielparadies

Macao ist für mich nun das Las Vegas des asiatischen Raums. Nach meiner Landung in Hong Kong gelangte ich mit einer High-Speed Fähre innerhalb von einer Stunde nach Macao.

Nachdem ich eine vergleichbar günstige und passable Unterkunft ausfindig gemacht hatte, machte ich mich sogleich auf in Richtung Casinos, da wo ich als eingefleischter Pokerfan mein Glück finden wollte. Die Auswahl in Macao ist riesig, es gibt 20 Casinos, von denen ich während meines Aufenthalts vor Ort jedoch nicht alle ausprobieren konnte.

Bei meinem ersten Besuch in einem Casino eröffnete sich mir direkt ein Freeroll Turnier im Grand Waldo Casino. Ich konnte direkt teilnehmen und erspielte mir den elften Platz, den ich bei insgesamt 27 Spielern erreichte und leider nichts gewann, da ausschließlich die ersten 10 Spieler sich über einen Gewinn freuen durften. Direkt im Anschluss gab es ein weiteres Pokerturnier, bei dem ich einen Einsatz von 50 CHF zahlte und den vierten Platz von insgesamt 7 belegte. Auch hier erreichte ich den ersten nicht bezahlten Platz, da hier nur die ersten drei Plätze einen Gewinn erhielten.

Alle guten Dinge sind drei und so spielte ich vor Ort auch noch ein drittes Turnier. Der Buy-In betrug 160 CHF und es wurde ein Preisgeld in Höhe von 6000 CHF ausgeschrieben, welches ich jedoch nicht im Entferntesten erreichte, da ich direkt als erster Spieler bei diesem Spiel ausschied. Nebenher spielte ich vor Ort an dem einen oder anderen Spielautomaten und auch auf dem Rückweg zum Hotel konnte ich es nicht lassen ein wenig Geld in die beliebten Daddelautomaten zu investieren.

So machte ich bereits am ersten Zag einen Gesamtverlust in Höhe von etwa 370 CHF (inklusive Pokerturniereinsätze). Vor lauter Frust gab ich mir am Ende des Abends noch eine letzte Chance und setzte meine letzten 80 CHF für diesen Abend. Und nun endlich war das Glück auf meiner Seite und ich konnte mir an einem Automaten eine Summe von etwa 420 CHF erspielen. Da das natürlich immer noch nicht genug war, spielte ich auf dem Rückweg in noch einem anderen Casino an einem anderen Automaten und machte dann alles in allem einen Tagesverlust in Höhe von 30 CHF.

Neben den prunkvollen Casinos bietet Macao auch sehenswerte historische Gebäude, die ich am nächsten Tag zu erkunden beschloss. Besonders empfehlen kann ich an dieser Stelle die "Ruins of St. Pauls". Macao verströmte meiner Ansicht nach ein charmantes Flair.

Besonders die Gegensätze fallen auf, zwischen sehr modernen hochgewachsenen Gebäuden und der Altstadt mit den historischen Bauten. Als ich dann eine Sightseeingpause einlegte lernte ich einen sehr netten jungen Mann kennen.

Dieser erzählte mir, dass sein Onkel eine hoch gestellte Position in einem Hotel-Casino-Komplex habe und mir Vergünstigungen anbieten könnte. Ich fand das alles sehr nett und begab mich mit der neuen Bekanntschaft zu dem Casino. Dort zeigte der Onkel mit direkt seinen Supervisor-Ausweis und bat mich an den Spieltisch.

Er sagt es würde ein reicher Spieler kommen, der gestern mit seiner Hilfe bereits 80.000 USD gewonnen hatte und diesen würden wir zusammen am Blackjack Tisch abzocken und den Gewinn durch drei teilen. Hier merkte ich das erste Mal, dass hier etwas nicht stimmte. Er gab mir 200 USD und wir machten Zeichen aus, die er mir als Dealer geben würde.

Anfangs lief das Spiel für mich auch ganz gut und der besagte Gewinner vom Vorabend traf ein. Allerdings kam das Spiel dann zu einem Punkt, an dem ich mein eigenes Geld hätte setzen müssen, woraufhin ich merkte, dass hier ein falsches Spiel im Gange war und daraufhin schleunigst die Einrichtung verlies. Zum Glück folgte mir keiner und auch sonst hatte ich keinen Verlust gemacht. Dies soll lediglich aufzeigen, dass in Macao eine gewisse Vorsicht an der Tagesordnung sein sollte, damit man selbst nicht übers Ohr gehauen wird.

Nachdem ich diese Erfahrung gemacht hatte, war ich ganz erfreut, als ich wieder ein normales Casino betrat in dem ich mich sicher fühlen konnte. Im Wynn Casino fühlte ich mich sehr wohl und konnte an diesem Abend sogar noch ein Plus in Höhe von 150 Euro mit nach Hause nehmen. Ein erfolgreicher Abend und ein erfolgreicher Trip, mit vielen Erfahrungen und einer Menge Pokerspaß, sehr zu empfehlen.