Studie: Was passiert wenn Affen sich verzocken?

Studie: Was passiert wenn Affen sich verzocken?

Auf der anderen Seite gibt es auch Menschen, die lieber die sichere Entscheidung treffen, dafür aber in Kauf nehmen, dass die Gewinnmöglichkeit geringer ausfällt. In einer Studie des Fachmagazins "PLoS One" geht es genau um diese Emotionen in Bezug auf Entscheidungen, auch anwendbar auf das Glücksspiel.

Bei der Studie wurden die Gefühle bei Schimpansen und Bonobos näher untersucht. Alexandra Rosati von der Yale University in New Haven (US-Bundesstaat Connecticut) und Brian Hare von der Duke University in Durham (US-Bundesstaat North Carolina) konzentrierten sich bei der Studie vor allem auf die negativen Emotionen der Tiere. Interessant ist es langfristig, ob die Emotionen dazu führen, dass zukünftige Entscheidungen anders getroffen werden.

Emotionen zur Spielsuchtbekämpfung?

In dem Versuch zeigten die Affen unterschiedliche Emotionen. Diese wurden vor allem durch schreien, jammern oder fiepen von Seiten der Affen deutlich gezeigt. Die Studie zeigte auf, dass die Schimpansen generell risikofreudiger waren, gleichzeitig hierbei auch deutlicher Emotionen zeigten. Beide Rassen, sowohl die Schimpansen als auch die Bonobos zeigten vor allem bei dem Glücksspiel, also wo mehr auf Risiko gesetzt wurde, stärkere Emotionen als bei der sicheren Variante.

Ob diese Emotionen langfristig dafür Sorge tragen würden, dass die Affen sich zukünftig anders entscheiden würden, sollte in weiteren Studien näher beleuchtet werden. Wenn das Verhalten der Affen auf die Menschen adaptiert wird, bei denen die Emotionen meist nicht so deutlich erkennbar sind, könnte man Methoden entwickeln, wie die Spieler durch eigene Emotionen vor der Spielsucht geschützt werden könnten.

(Quelle: Spiegel.de)