Krieg der Poker-Bots

Schon im vergangenen Monat nahm der Anbieter von Poker, Full Tilt, die Sperrung einiger Konten von Spielern vor und beschlagnahmte die Gewinne. Mit diesen Beträgen sollen Spieler, welche wegen Pokerbots auf den Websites in die Bredouille geraten sind, eine Entschädigung erhalten.

Auch das Online Casino PokerStars hat diesen Schritt, den ersten einer solchen Art in seiner Historie gewagt. Die beiden Seiten für das Pokerspiel haben den Bots damit schlussendlich den Krieg erklärt.

Diese sind eigentlich nicht unrechtmäßig, doch die geschäftlichen Bedingungen untersagen ihre Nutzung mit Nachdruck. Das ist der Grund, weswegen die Anbieter von Poker die Konten der Spieler von Bots sperren und die Gewinne einziehen können.

Viele Nutzer dieser Bots sagen dagegen schon ein paar Jährchen, dass sie nichts machen würden, was die Betreiber der Internetseiten nicht gleichermaßen anwendeten. Es kursiert schon länger die Vermutung, dass die Internetseiten für Poker auch Pokerbots verwenden, damit die Pokerspiele in Gang bleiben.

Die Betreiber gaben zu diesen Anschuldigungen bislang keinen Kommentar ab. Die Anbieter von Bots ärgern sich über die Promotionen von Full Tilt und PokerStars. Sie sagen, dass besonders das erstgenannte Unternehmen die Bots für Poker lange Zeit geduldet habe.

Der Sprecher von Shanky Software, einem Anbieter für Pokerbots beschwerte sich, dass man sie viele Jahre lang geduldet und sogar begrüßt habe. Man habe viele Bots auf den Webseiten gehabt und nie hätten sich die Betreiber dahingehend beschwert.

Die Anbieter von PokerStars und Full Tilt antworteten, dass es immer deren Prinzip gewesen sei, nur Poker Spieler aus Fleisch und Blut auf den Seiten zu haben, jeder der dem zuwiderlaufe, der müsse die Konsequenzen tragen.

Spuk auf Online Plattformen

Eine bisher nicht bekannte Anzahl von Konten vom Anbieter FullTilt wurden auf Eis gelegt, weil neutrale Nachforschungen eine Menge Bots zu Tage gefördert haben. Erst kürzlich setzte man die betroffenen Accounts von dem Resultat in Kenntnis und sperrte sie.

Genauere Angaben hierzu sind noch unbekannt. Es ist den Poker Table Ratings zufolge nicht bekannt, wie groß die Anzahl der Bots ist, noch wie viele Accounts davon in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Die Nachforschungen seien noch nicht beendet und es gibt noch keinen Kommentar der Besitzer der Accounts. Bots ausfindig zu machen, ist gar nicht so einfach und es wird nicht so schnell in Vergessenheit geraten, dass Hevad Khan als Sit und go Multi-Multitasker sich auch als Bot herausstellte.

Full Tilt hat Shanky Technologies, das auch Bots für unterschiedliche Spiele anbietet, den Auftrag gegeben, die Plattform für Online Poker genau zu untersuchen. Man nahm diese Aufgabe sofort in Angriff und ist nun im Begriff, die Untersuchungen zu beenden.

Die Tatsache, dass Chris Ferguson und Howard Lederer schon einmal beschuldigt wurden, Bots zu nutzen, damit man die Action bei unterschiedlichen Spieltischen ankurbeln konnte, ist nicht ohne.

Es wurde bei der Anschuldigung belassen, ein Prozess fand nicht statt. Die Nachforschungen in Bezug auf die Bots von Full Tilt sind noch im Gange. Wenn man sich mit einem geschlossenen Account befassen muss und keine Ahnung hat, was ein Bot überhaupt darstellt, kann man Full Tilt kontaktieren. So wird das Konto so schnell es geht gecheckt und eventuell wieder freigeschalten.