Workshop zur Regulierung des Online Pokermarkts

Workshop zur Regulierung des Online Pokermarkts

Bei dem Zusammentreffen sollte erstmalig nicht nur das Thema Sportwetten beachtet werden, sondern es sollte ausschließlich um das Thema Online Poker in Deutschland gehen. Nicht zuletzt aus dem Grund, dass der deutsche Online Poker Markt nach den USA der zweitgrößte und dazu noch unreguliert Markt ist.

Offensichtlich sollte nun nicht mehr nur an der Oberfläche gekratzt werden, sondern es galt sich intensiv mit dem Thema Online-Poker und der dazugehörigen Regulierung zu befassen.

Ein entscheidendes Kernthema bei dem Zusammentreffen war vor allem die nationale Regulierung. Hier führte der Vorstandsvorsitzende des eco-Verbandes der deutschen Internetwirtschaft eco.de und Sprecher der European Internet Service Provider Association (EuroISPA), Michael Rotert, auf, dass eine Notwenigkeit der nationalen Regulierung gesehen wird.

Das Online-Glücksspiel sollte über die Landesgrenzen hinaus reguliert werden, um so mehr Möglichkeiten zu bieten und vor allem auch den Kunden mehr Schutz anbieten zu können. Verbote und Blockierungen seien kein Weg, der langfristig in Frage komme, so Rotert, da er eben diesen Weg für wenig effektiv halte. Nach Rotert sei Dänemark einer der regulierten Glücksspielmärkte, an dem die restlichen Länder sich ein Beispiel nehmen sollten.

Während es einige Befürworter der nationalen Regulierung gibt, so gibt es auch Gegner, die vor allem das Argument der Geldwäsche und der Kriminalität bei reguliertem Glücksspiel anführen. Dieses Argument wurde nun jedoch entkräftet, da ausreichend dargelegt wurde, dass die Geldwäsche beim regulierten Online-Poker für die kriminellen Banden gar nicht attraktiv genug sei und es andere Wirtschaftsfelder gebe, wo sich das Waschen des Geldes für die Kriminellen viel mehr lohnen würde.

Bei der Geldwäscheaktivität sei es für die Kriminellen immer auch mit sehr hohem Aufwand in Form von Kosten verbunden. Diese Investition würde sich bei dem geringen Erfolg in Bezug auf die Geldwäsche beim Online Poker für die Kriminellen gar nicht lohnen und daher ist das Risiko auch bei einem einheitlich regulierten Markt besonders gering, so der Professor Friedrich Georg Schneider von der Johannes-Kepler-Universität Linz, da die Einsätze beim Online-Poker sehr gering und damit nicht geldwäscherelevant seien.

Doch nicht nur die Gegner des einheitlich regulierten Glücksspiel befassten sich mit diesem Thema, auch die Anbieter selber machten deutlich, dass diesen die Sicherheit der Kunden besonders am Herzen liege, da nur so die Kundenbindung erfolgreich funktionieren könne.

Weitere Themen waren die Vorgehensweisen gegen die Anonymität beim Poker. Das Verhalten bei den sogenannten Poker-Boots, welche meist durch Maschinen ins Spiel gebracht werden, um einen dritten Spieler im Pokerspiel vorzuführen. Nicht zu vergessen auch das Thema der Glücksspiel-Monopole in den einzigen Ländern, bei denen viele der Befürworter der nationalen Regelung dagegen stimmten und die die Nachteile eines Monopols deutlich aufzeigten.