Lottosechser in Braunschweig

Lottosechser in Braunschweig

Genau dies war nun auch der Fall in Braunschweig. Ein Spieler tippte die sechs Richtigen, doch den Jackpot in Höhe von 29 Millionen Euro gewann dieser Spieler nicht. Dennoch konnte dieser sich über einen attraktiven Gewinn freuen.

Bei der Mittwochsziehung im Lotto 6aus49 erzielte der Spieler einen Gewinn in Höhe von 274.419,80 Euro. Warum der Spieler nicht den Millionenjackpot knackte? Im fehlte letztendlich die Superzahl 0, die er nicht richtig tippte. So erzielte er zwar mit den sechs Richtigen immer noch einen stolzen Gewinn, aber den Millionenjackpot knackte bei dieser Ziehung niemand.

77ter Großgewinn in diesem Jahr

Auch wenn der Millionenjackpot nicht geknackt wurde, so war es dennoch wieder einmal ein ansehnlicher Großgewinn, der an den Spieler aus Braunschweig ausgespielt wurde. Der Gewinner ist in diesem Jahr bereits der 77te, der eine Summe in Höhe von mindestens 100.000 Euro gewonnen hat.

Änderungen des Glücksspielvertrags auch im Harz spürbar

Im Harz sind die Privatbetreiber von Spielhallen völlig aus dem Häuschen, denn die Bundesländer möchten gravierende Kriterien einführen. Aufgrund dessen rechnet diese Industrie nun mit der Stilllegung von Spielstätten.

Auch dem Marktführer aus Espelkamp, der ein großes Unternehmen mit einer Spielhalle besitzt, welche sich in Goslar befindet, hat Angst vor diesen Änderungen und prophezeit, dass eine Menge Klagen kommen werden.

Sein Sprecher sieht dieses Vorhaben als eine Art Beschlagnahmung an, so etwas habe es in der Bundesrepublik noch nie gegeben. Er gehört zum Stadtverband der CDU in Goslar und sitzt im Landesvorstand von Braunschweig.

Er ist der Meinung, dass die ganze Branche Einbußen befürchten muss. Viele Arbeitsplätze werden dadurch riskiert. Diese Industrie hat auch im Umkreis von Goslar Fuß gefasst, denn nur in der Stadt gibt es Anbieter mit 22 Spielhallen, hier finden sich auch Kleinbetriebe und Ketten.

Die Stadtverwaltung in Bad Harzburg kann vier Spielhallen auf diesem Areal verzeichnen. Wenn die ängste Wirklichkeit werden, dann wird die Zahl der Spielhallen spürbar sinken.

Die Länder sind in der Bundesrepublik für Glücksspiel zuständig und sie kümmern sich um die Neuerungen des Glücksspielvertrags. Man zieht Sperrzeiten jeden Tag und Restriktionen in Sachen Werbung in Erwägung und zudem will man, dass die Spielhallen nach einer Testphase von fünf Jahren keine Zulassung mehr haben.

Der Konzernchef ist der Ansicht, dass von den über 10.000 Zulassungen die Hälfte aufgrund der neuen Strukturierungen nicht mehr vorhanden sein wird.

Urteil des EuGH zieht weite Kreise

Die Betreiber von Wettbüros und weiteren Glücksspielen freuten sich riesig, als der EuGH Anfang September das Glücksspielmonopol des Staates in der Bundesrepublik mit Kritik belegte.

Umgehend kamen die ersten Anträge und Klagen zur Wiederherstellung oder Neueröffnung von Wettbüros zu den ämtern und Gerichten des Landes, dies war auch in Braunschweig der Fall. Doch hier hat das Verwaltungsgericht eine umgehende Wiedereröffnung eines Wettbüros abgelehnt.

Bereits vor einiger Zeit untersagte das Innenministerium im Land Niedersachsen dem Unternehmen das Angebot von Sportwetten. Die Firma legte dagegen Klage ein und stellte einen Antrag, der es ihnen gestattet sollte, das Wettbüro bis zum Zeitpunkt der endgültigen Entscheidung fortführen zu können.

Doch auch dieses Anliegen wurde vom Oberverwaltungsgericht abgewiesen. Nach dem Richterspruch des EuGH im September dieses Jahres versuchte es der Anbieter von Sportwetten wieder vor dem Verwaltungsgericht.

Die veränderten Bedingungen machten es notwendig, dass das Führen des Geschäfts umgehend weiterlaufen dürfe. Doch auch in diesem Punkt war dem Anbieter das Glück nicht hold. Die Braunschweiger Richter machten deutlich, dass der Richterspruch des Gerichtshofs nicht die gesetzlichen Regelungen in der Bundesrepublik außer Kraft setzte, sondern diese nur juristisch ausgelegt hatte.

Für Anbieter von Wetten und andere Unternehmen im Bereich Glücksspiel heißt dies, dass sie keinen Anspruch auf eine wiederholte oder neue Eröffnung von Spiellokalitäten haben. Nun muss das Wettbüro weiter dicht bleiben, mindestens so lange, bis das Gericht im Hinblick auf die Klage gegen das Verbot des Innenministeriums endgültig ein Urteil spricht.

Doch der Sportwettenanbieter gibt nicht klein bei. Er hat wieder eine Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht eingereicht. Der Sprecher des Verwaltungsgerichts in Braunschweig machte klar, dass aus dem Urteil aus Luxemburg nicht ersichtlich werde, ob das Bereitstellen von privaten Sportwetten in der Bundesrepublik nun rechtens ist oder nicht.

Wenn man einem Anbieter jetzt aber gestatten würde, sein Unternehmen wieder aufzunehmen, dann hätte dies einen Dominoeffekt. Viele Betreiber würden ohne Kontrolle auf den Markt strömen. Dies sah die Kammer als Risiko für wichtige Interessen der Öffentlichkeit.

Der Kampf gegen die Glücksspielsucht sei so unmöglich. Deswegen wurde das Anliegen abgewiesen. Das Urteil des EuGH sorgte in der Bundesrepublik für großes Aufsehen. Schon seit langem verlangen unterschiedliche Gruppierungen, wie die Landesregierung im Land Schleswig-Holstein, die Lage in der Bundesrepublik zu verbessern.

Das momentane Verbot würde die Spieler ins Ausland schicken, anstatt dabei behilflich zu sein, die Risiken des Spielens zu regulieren. Wie es in der Bundesrepublik im Hinblick auf Glücksspiel und Glücksspielvertrag weitergeht, steht noch in den Sternen.

Es steht aber fest, dass die Länder allmählich beginnen sollten, darüber nachzudenken, denn Ende nächsten Jahres ist der Vertrag nicht mehr gültig, wenn sich nicht die meisten Bundesländer für seine Fortführung entscheiden.