Mildes Urteil für 77jährige Zockerin

Mildes Urteil für 77jährige Zockerin

Die geständige Spielsüchtige bereut ihr Verhalten zutiefst und erhielt aus diesem Grund vor Gericht ein recht mildes Urteil. Die Spielschulden wird sie monatlich von ihrer Rente an das Unternehmen zurückzahlen, so die eigene Aussage.

Die ehemalige Buchhalterin, die nach eigenen Angaben ein mütterliches Verhältnis zu dem Firmenchef pflegte, überwies zehn Jahre lang kleine Geldbeträge von dem Firmenkonto auf ihr eigenes Konto, insgesamt rund 630.000 Franken. Dies fiel erst nach insgesamt 10 Jahren auf, obwohl die Rentnerin nicht besonders raffiniert vorging. Das Geld nutzte die Dame, um ihrer heimlichen Spielsucht nachzugehen.

Um das Spielen vor ihrem Ehemann zu verheimlichen, nahm sie an illegalen Pokerrunden teil. über diese wurde die per SMS informiert und bei jeder Gelegenheit nutzte sie die Chance, in verrauchten Hinterzimmern beim Poker oder Ramino gegen anderee illegalen Spieler anzutreten. Anfangs war die Spielerin sehr erfolgreich, die Männer ließen sie gewinnen, doch dann kehrte die Pechsträhne ein. Aufhören konnte die Rentnerin nicht, denn sie hatte laut eigener Aussage immer den Wunsch, das Geld wieder zurückzuspielen und das Firmenkonto auszugleichen.

Ein Teufelskreis mit abruptem Ende

Die Rentnerin flog mit der Veruntreuung auf, nur so schaffte sie es letztendlich den illegalen Spielrunden fernzubleiben. Die ganze Sache war der Spielerin vor Gericht sichtlich unangenehm, sie zeigte Reue und den Willen den Schaden wieder gut zu machen. Spielen würde sie nicht mehr wollen, denn das Ende ihrer Spielerkarriere sei lehrreich genug gewesen. Eine Therapie wird die Rentnerin nun nicht mehr beginnen, doch die Spielschulden werde sie zurückzahlen. Der Urteilsvorschlag lautete auf 24 Monate Freiheitsstrafe bedingt und eine Busse von 1000 Franken wegen Veruntreuung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.