Illegaler Glücksspielmarkt Deutschland wächst weiter

Illegaler Glücksspielmarkt Deutschland wächst weiter

Dies hat nun dafür gesorgt, dass der Bundesverband deutscher Spielbanken in Deutschland (BupriS) dazu aufgefordert hat, die Regulierung des Online Glücksspiels genauer zu betrachten, sich an der Realität zu orientieren und dafür zu sorgen, dass das illegale Online Glücksspiel in ein legales Angebot umgewandelt werden kann.

Das Online Glücksspiel erlebte in den vergangenen Jahren einen enormen Boom weltweit, doch vor allem auch in Deutschland. Der Online Glücksspielmarkt Deutschlands ist der zweitgrößte im Vergleich zu anderen Ländern und dies obwohl das Online Glücksspiel vor Ort illegal ist. Das Angebot an Online Games wächst auch in Deutschland immer weiter, die Anbieter agieren in einer Art Grauzone, denn die meisten verfügen über eine Lizenz im Ausland. Warum die Betreiber keine Lizenz in Deutschland besitzen? Weil diese in Deutschland bisher nicht ausgegeben werden, auch wenn in 2012 laut Glücksspieländerungsstaatsvertrag bereits entschieden wurde, den Markt der Online Sportwetten zu liberalisieren und insgesamt 20 Konzessionen zu vergeben. Laut Experten ist der Glücksspieländerungsstaatsvertrag gescheitert, dennoch besteht das Problem weiterhin: das Online Glücksspiel in Deutschland ist illegal.

Wachstum des illegalen Glücksspiels bedeutet Verlust des Spielerschutzes

So lange der illegale Online Glücksspielmarkt weiterhin wächst und die Regierung keinen Weg findet, den Glücksspielmarkt zu regulieren und zu kontrollieren, sind die Spieler weitestgehend ungeschützt. Das illegale Online Glücksspiel kann nicht kontrolliert werden, dementsprechend sind die Spieler den Gefahren des Glücksspiels ausgesetzt. Neben dem fehlenden Verbraucherschutz entgehen dem Staat darüber hinaus hohe Einnahmen.

Für ein illegales Glücksspielangebot werden keine Steuern durch den Staat erhoben, dies bedeutet Verluste in Millionenhöhe. Eine Änderung der Gesetzgebung ist nach Meinung des Bundesverbands deutscher Spielbanken unausweichlich, um den Verbraucherschutz zu gewährleisten, Kontrollen auszuüben, den Konkurrenzdruck für die Spielbanken zu reduzieren und Steuern für das Glücksspielangebot zu erheben. Es bleibt abzuwarten, ob in 2016 eine langfristige und sinnvolle Lösung von Seiten der Länder gefunden werden kann.

Einstimmiges Wahlergebnis bei BupriS

Einstimmiges Wahlergebnis bei BupriS

Mit dieser Wahl wurde Martin Reeckmann als Vorstandsvorsitzender des BupriS wiedergewählt. Seit der Gründung des Verbands im Jahr 2008 fallen die Wahlen des Verbandes einstimmig aus, ein gutes Zeichen für die Beständigkeit innerhalb der Organisation.

Nicht nur der Vorstandsvorsitzende auch die weiteren Vorstandsmitglieder Max Rösle (Geschäftsführer der Spielbanken Niedersachsen GmbH) als stellvertretender Vorsitzender und Lutz Schenkel (Geschäftsführer der Francois-Blanc-Spielbank GmbH Bad Homburg v.d. Höhe) als weiteres Vorstandsmitglied wurden einstimmig gewählt.

Mit der Wiederwahl festgelegte Ziele:

– Ausrichtung der Glücksspielregulierung am Verbraucherschutz

– Bekämpfung des illegalen Glücksspiels

– Fokussierung des Verbraucherschutzes in Bezug auf die Glücksspielregulierung

– Neuordnung des Glücksspielstaatsvertrages und Unterstützung bei der richtigen Umsetzung der Gesetzgebung

Besonderer Fokus soll im Folgenden auf der richtigen Regulierung des Glücksspiels liegen. Somit ist geplant, die Fehler aus der Vergangenheit nicht zu wiederholen und die Gesetzgebung insofern zu unterstützen, dass nicht nur die Regulierung besser umgesetzt und das illegale Glücksspiel bekämpft werden kann, sondern vor allem soll der Verbraucherschutz im Folgenden mehr in den Fokus rücken.

Die verantwortungsbewusste Regulierung aller Glücksspiele ist das Hauptinteresse des BupriS. Mit den festgelegten Zielen vertritt der Verband die Interessen der staatlich konzessionierten Spielbanken in Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt gegenüber öffentlichkeit, Staat, Politik und Wirtschaft.

Verbraucherschutz im Mittelpunkt der Glücksspielregulierung

Verbraucherschutz im Mittelpunkt der Glücksspielregulierung

Natürlich spielt hierbei auch der Bundesverband privater Spielbanken in Deutschland e.V. (BupriS) eine Rolle, der in Bundesverband deutscher Spielbanken gegr. 2008 als BupriS e.V. umbenannt wurde. Die Umbenennung soll ein erstes Zeichen sein, welches für eine faktenbasierte Diskussion der Glücksspielregulierung stehen soll. Mit den bevorstehenden Veränderungen soll der Verbraucherschutz nach Meinung der BupriS-Mitglieder in den Fokus rücken. Sinnvoll sei es den Verbraucherschutz zum Mittelpunkt der Glücksspielregulierung zu machen, so der BupriS-Vorstandsvorsitzende Martin Reeckmann.

Nachdem die Glücksspielregulierung gescheitert ist und das illegale Glücksspielangebot sich in Deutschland immer mehr ausgebreitet hat, sei es nun an der Zeit, über eine neue Regulierung nachzudenken, bei der andere Fakten im Fokus stehen. Hierbei soll weniger Wert darauf gelegt werden, ob die Glücksspielanbieter in privater oder staatlicher Hand sind. Laut Reeckmann sei es besonders wichtig, hierbei keinen Unterschied zu machen und den Verbraucherschutz ganz klar in den Fokus zu stellen.

In dem Anfang des Jahres zusammen mit der Medienplattform EurActiv, der Schmidt-Gruppe und Löwen-Entertainment verfassten Yellowpaper, bei dem es vor allem um eine praxistaugliche, auf Verbraucherschutz beruhende Glücksspielregelung geht, geht die Regulierung bereits in die richtige Richtung. Hier soll in Zukunft nun an der Umsetzung gearbeitet werden, mit dem Ziel den Verbraucherschutz zu stärken und das illegale Glücksspielangebot deutlich einzudämmen.

EU Initiative gegen illegales Glücksspiel

EU Initiative gegen illegales Glücksspiel

Das EU-Parlament hat eine Initiative eingeführt, die die Aufforderung an die Mitgliedsstaaten beinhaltet, sich vermehrt für den Kampf gegen das illegale Glücksspiel einzusetzen. Der Bundesverband privater Spielbanken (BupriS) befürwortet die Aufforderung und hält die Initiative für einen positiven Weg, der nun eingeschlagen wurde.

Gerecht wird das strengere Vorgehen gegen das illegal angebotene Glücksspiel in erster Linie aus Gründen des Schutzes. Vor allem der Jugend- und der Spielerschutz kann durch das umfassende, illegale Angebot nicht mehr gewährleistet werden, was das EU-Parlament wohl veranlasste, die Aufforderung an die Mitgliedsstaaten herauszugeben. Gefordert wird eine einheitliche Regulierung für alle Mitgliedsstaaten. Diese Vorgehensweise sei auch notwendig, um den entsprechenden Schutz gewährleisten zu können. In Deutschland beispielsweise sei die strenge Regulierung der Spielbanken als Vorbild zu bemerken und ebenso müssen Regulierungen dieser Art auch für die illegalen Angebote durchgesetzt werden, damit diese tatsächlich vom Markt verschwinden werden.

Die EU-Resolution wurde im Laufe mehrere Jahre entwickelt und auch BupriS war durch die eigene Fachkenntnis an den überlegungen in Bezug auf diese Thematik beteiligt. Einig ist man sich über eine strengere Regulierung des Glücksspielmarkts, um den Spieler- und Jugendschutz so wieder in den Vordergrund zu rücken. Hierbei wurde das Augenmerk erneut auf die Gefahren gelegt, die von der krankhaften Spielsucht ausgehen und die somit auch eingedämmt werden sollen. Die Mitgliedsstaaten sehen sich nun selbst am Zug, denn nach der Aufforderung des EU-Parlaments soll von Seiten der Mitgliedsstaaten strenger gegen das illegale Glücksspiel vorgegangen werden.

Einheitliches Konzessionssystem für Glücksspielbranche

Laut Vertretern des Bundesverbandes privater Spielbanken (BupriS), welcher als Zusammenschluss von insgesamt 11 staatlich konzessionierten Spielbankunternehmen in privater Trägerschaft bekannt ist, werden die Pläne zur möglichen einheitlichen Konzessionierung des Glücksspielmarktes deutlicher und ernsthafter werden.

Hierzu trägt die Zustimmung des Bundeverwaltungsgerichtes bei, welches eine Möglichkeit der Regulierung des Glücksspielmarktes ausschließlich darin sieht, einheitliche und für alle Beteiligten gleich geltende Konzessionen und Regulierungen einzuführen.

Der Bedarf nach solch einer Konzession und nach neuen Gesetzen besteht seit längerer Zeit. Die bestehende Grundlage lässt zu wünschen übrig. Neben den staatlich gut geregelten Spielbanken und Casinos gibt es in den anderen Bereichen starke Unsicherheiten. Das staatliche Monopol umfasst bisher Sportwetten und Lotto, die Internetangebote zum Glücksspiel sind komplett verboten und den Betreibern der Automatenspielhallen werden vollkommene Freiheiten gewährt.

An diesen Beispielen sieht man eindeutig, dass das bisherige System starke Defizite aufweist. Die Lösung des Problems wir in dem einheitlichen Konzessionssystem gesehen, welches angelehnt an die Regelungen für die Spielbanken in der kommenden Zeit ausgearbeitet werden soll.

Hauptziel hierbei ist vor allem die Suchtprävention und der Schutz vor der Glücksspielsucht. Durch einheitliche Regelungen Landes- bzw. Europaweit könnten die Gefahren eingegrenzt werden und die Verantwortlichen erhoffen sich dadurch einen Rückgang der Spielsüchtigen und weniger Suchtgefahr für die Menschen. Durch die angedachten Konzessionen könnte der Markt besser überblickt werden. Als bestes Beispiel hierfür sind die Erfolge nach Einführung des Systems für die Spielbanken zu sehen.

Durch die strengen Regelungen, können in den Spielbanken Suchtgefährdete schneller erkannt und Spielsüchtige vom Spiel ausgeschlossen werden. Das Konzessionssystem der Spielbanken soll auf das Glücksspielsystem im Allgemeinen übertragen werden, um die Verbraucher zu schützen und Betrug früh zu erkennen. Erwartet wird von den kommenden Regulierungen eine Verbesserung der Gesamtsituation in der Glücksspielbranche.