SPÖ pro kleines Glücksspiel

SPÖ pro kleines Glücksspiel

Die SPÖ setzt sich hierbei dafür ein, dass das kleine Glücksspiel nicht komplett abgeschafft werden darf. Diese Meinung ist nun jedoch problematisch, da eigentlich bereits abgestimmt wurde, dass das kleine Glücksspiel im Land einheitlich verboten werden soll, auch wenn das Burgenland sich an dieser Abstimmung nicht beteiligt hatte.

Bei dem kleinen Glücksspiel handelt es sich um das Glücksspiel an Spielautomaten. In Bezug auf die bei den Spielern beliebten Spielautomaten gab es bisher im Land keine einheitliche Regelung, wodurch der Wildwuchs möglich gemacht wurde und die Geschäfte im Laufe der Jahre immer undurchsichtiger wurden.

Spielautomaten in Bars und in anderen gastronomischen Einrichtungen sind illegal, dennoch sind solche Automaten immer öfter vorhanden. Nun sollen in Zukunft auch die einarmigen Banditen und die Video Lottery Terminals abgeschafft werden. Die Abschaffung soll erfolgen, da die Kontrolle im Bereich des kleinen Glücksspiels nicht sonderlich einfach ist und mehr Aufwand bedeutet, als eigentlich notwendig.

Auch laut SPÖ sind die Spielautomaten eine Gefahr für viele Spieler. Die Spielautomaten werden als Suchtgeräte bezeichnet. Auch der Spieler- und Jugendschutz könne auch laut SPÖ bei den Spielautomaten nicht ausreichend gewährleistet werden. Für die Betreiber der Spielautomaten sind diese wiederum ein durchaus erträgliches Geschäft, denn die Einnahmen können sich sehen lassen. Doch auch im Bereich der Kriminalität und des Betrugs werden in Bezug auf das kleine Glücksspiel immer wieder laut.

Dennoch setzt man sich im Burgenland weiterhin dafür ein, dass das Bundesverbot des kleinen Glücksspiels nicht durchgesetzt wird. Die Beteiligten verfolgen das Prinzip des Schutzes durch die Legalisierung. Denn durch liberale Gesetzgebungen sei die Kontrolle einfacher durchzuführen. Zudem würden Gelder in die Kassen der Region kommen, die für Maßnahmen wie die Aufklärung und Suchtprävention genutzt werden können.

Burgenland sucht drei zukünftige Konzessionsinhaber

Burgenland sucht drei zukünftige Konzessionsinhaber

Sie begründet dies damit, dass sie die entsprechende Zielgruppe nicht anvisiert und sie außerdem einen gesonderten und Extraraum braucht, damit die Minderjährigen nicht dem Anreiz erliegen. Für die Wirtin ist die Sache klar. Auch für die Landesregierung des Burgenlands ist die Sache entschieden.

Das Bundesland hat die Glücksspielautomaten im vergangenen Jahr gestattet, dies erfolgte durch ein Gesetz. Die geschieht ungeachtet der Tatsache, dass Fachleute das kleine Glücksspiel als besonders riskant einstufen, was Minderjährige angeht. Jetzt teilt man die Zulassung bezüglich der Aufstellung dieser Automaten zu.

Via Bekanntmachung im Amtsblatt der Wiener Zeitung, welche erst kürzlich abgedruckt wurde, möchte man im Burgenland Bewerber für die Zuteilung von drei Lizenzen ausfindig machen. Eine Zulassung gilt für die Aufstellung in entsprechenden Salons und Nummer Zwei und Drei sind für den Betrieb der Automaten in einzelnen Einrichtungen gedacht.

Die Zulassung beschränkt sich auf 110 Automaten, wobei jede Spielstätte nicht mehr als 20 Geräte haben darf. Zudem gibt es zwei Lizenzen für je 63 Geräte, welche in einzelnen Betrieben stehen sollen. Dazu sind nur Einrichtungen berechtigt, welche eine Erlaubnis zum Gastgewerbe vorweisen können und wo Menschen, die nicht volljährig sind, keinen Zugang zu den Automaten haben dürfen.

Ein Abgeordneter der Grünen ist mit der Erlaubnis immer noch nicht einverstanden und erklärt, dass Niessl und Steindl im Boden versinken sollten, dass sie daran verdienen; dies sollen 1,5 Millionen an steuerlichen Einnahmen sein. Die Partei FPö hat gegen die Aufstellung der Automaten in Gastwirtschaften nichts einzuwenden, da ihrer Meinung nach sowieso nur die großen Unternehmen profitieren, so der Landesparteisekretär.

Wenn man an eine Zulassung haben will, dann muss man sich bis Anfang August bei der Landesregierung des Burgenlands bewerben.

Legalisierung im Kampf gegen Sucht

Im Burgenland wird durch die Legalisierung des kleinen Glücksspiels gegen die Suchtgefahr beim Glücksspiel angekämpft. Bisher war das Spielen an den kleinen Spielautomaten untersagt.

Durch das Verbot gab es viele Menschen, die illegal dem Vergnügen des Glücksspiels an Automaten nachgingen. Mit der nun eingeführten Legalisierung erhoffen sich die Verantwortlichen eine bessere Kontrollmöglichkeit und die Ermöglichung einer guten Suchtprävention.

Laut Expertenmeinung könne man mit Verboten die Spielsucht und auch die Suchtgefahr nicht eindämmen. Es gibt genug Ausweichmöglichkeiten, um die Verbote zu umgehen, wie zum Beispiel das Spielen an Automaten in den ausländischen Nachbarorten. Zudem können Spielbegeisterte immer auf das Online-Casino ausweichen, welches nicht zuletzt wegen bestehender Verbote im wahren Leben mehr und mehr an Beliebtheit gewinnt. Die Sucht und Suchtgefahr könne man daher durch Verbote nicht unbedingt verringern, daher wird mit der Erlaubnis des kleinen Glücksspiels eine gewisse Kontrolle vorausgesetzt.

Mit der Legalisierung sind gleichzeitig Regelungen festgesetzt worden, die die Suchtgefahr gering halten sollen. Maximale Spieldauer pro Tag und Person beträgt daher drei Stunden. Um sein Glück an einem der Automaten herausfordern zu können, müssen die Kunden sich ausweisen. Die Aufstellung der Automaten erfolgt unter strenger Kontrolle, denn es wurde eine bestimmte Anzahl festgelegt, die im Burgenland aufgestellt werden darf.

In Gasthäusern dürfen daher maximal drei Automaten aufgestellt werden. Kritiker sehen die Gefahr genau da: mit der Aufstellung von Automaten in Gasthäusern, werden die Besucher nach wenigen Bieren animiert zu spielen und dies kann im Anschluss schnell in eine Spielsucht ausarten.

Besonders Spielsuchtgefährdet sind oft Jugendliche und junge Erwachsene. Um die Suchtgefahr zu verringern wurden daher im Burgenland Verbotszonen eingeführt, die die Aufstellung von Automaten im nahen Umkreis von Schulen und anderen Einrichtungen für Jugendliche untersagen. Damit wollen die Verantwortlichen besonders den Jugendschutz gewährleisten und die Suchtgefahr bei Jugendlichen so gering wie möglich halten.