"Zynga" löst sich von "Facebook"

Der namhafte Hersteller von Software, das Unternehmen "Zynga", möchte ein neues Projekt starten und gibt den Mutmaßungen in Bezug auf eine Plattform, die mit echtem Geld genutzt werden kann, neue Nahrung.

Das milliardenschwere Unternehmen möchte eine individuelle Internetseite gestalten, mit dieser soll es Nutzern möglich sein, die Dienstleistungen ohne Zuhilfenahme anderer Netzwerke in Anspruch zu nehmen.

Somit löst man sich nach und nach von einer Kooperation mit dem Social Network "Facebook", was keine große Überraschung ist. Das soziale Netzwerk profitiert finanziell von einer Kooperation, denn 30 Prozent des Erlöses vom Softwarehersteller gehen an die Plattform.

Wie die neue Internetseite aber heißen soll, ist noch unklar und momentan trägt sie den Titel "Project Z". Hier werden nicht nur Spiele der Sparte "FarmVille" zu finden sein, sondern auch Bingo und Spiele fürs Casino werden hier ihren Platz haben. Der Softwarehersteller gibt den Gerüchten, die es um ein länger bestehendes Portal mit echtem Geld vorhanden sind, neues Futter.

Das Unternehmen streitet ein solches Vorhaben zwar ab, aber es ist das größte Portal für Poker überhaupt und somit wäre eine solche Maßnahme nicht unwahrscheinlich. Der Glücksspielmarkt in den Vereinigten Staaten ist aktuell nicht strukturiert, aber dennoch wollen viele Betreiber, die "Free Money Poker" anbieten, hier Fuß fassen.

Erst kürzlich nahm eine Plattform im Bereich "Echtgeldspiel" namens "CalShark" ihren Betrieb auf, sie wurde von der "California Online Poker Association", kurz "COPA" ins Leben gerufen.

Diese Institution wurde von den "Morongo and San Manuel Bands of Indians", sprich Anbietern von Casinos, gegründet. Das Unterfangen kam durch eine Zusammenarbeit mit den Unternehmen "Scientific Gaming Corporation" und "Playtech" zustande, das auch im Besitz von "iPoker" ist.

Das "South Point Hotel und Casino" folgte diesen Beispielen und rief seine eigene Internetnetseite ins Leben und ist ebenfalls für den amerikanischen Markt startklar.

Kalifornien hat finanziellen Engpass

Mit Schulden in Höhe von 25 Milliarden Dollar und einer hohen Arbeitslosenraten von 12 Prozent ist die Wirtschaft des amerikanischen Bundesstaates nicht gerade rosig. Es ist kein Geld da und jede Einnahmequelle ist willkommen, da kommt die Legalisierung des Online Glücksspiels wie gerufen, sie soll die Finanzen sanieren.

Diejenigen, die für die Legalisierung sind, rechnen mit einer Milliarde mehr an Erträgen, die binnen 10 Jahren eingefahren werden könnten. Die Lobby-Organisation "California Online Poker Association", führt auch die Inland-Casinos "Hawaii Gardens", "Hollywood Park", "Commerce Casino" und die "Morongo Band of Mission". Letztere haben eigene Cardrooms.

Die Organisation brachte Ideen beim Senat von Kalifornien ein und die Betreiber Casino würden gerne bei diesem Geschäft dabei sein. Der Bundesstaat soll dafür alle Hindernisse aus dem Weg räumen und auch vom Siegeszug des Online Casinos profitieren, indem er die Erträge mit 10 Prozent Steuern belegt.

Ein Sprecher der Organisation sagte, dass diese Maßnahmen zur Lösung der Finanzprobleme des Staates beitragen könnten, allein im ersten Jahr will man 82 Millionen Dollar einfahren und nach fünf Jahren sollen es stets 100 Millionen Dollar jährlich sein.

Doch es gibt auch Kritiker der Legalisierung, wie beispielsweise einige Indianerstämme, die "Brick-and-Mortar"-Casinos unterhalten und ihre Gewinne zum Großteil durch Automaten beziehen.

Sie wollen diese Erträge unzugänglich machen, wenn dieser Entwurf vom Senat gebilligt wird. Herr Jones, der in der kalifornischen Koalition gegen die Expansion von Glücksspielen ist, prophezeit, dass viele Familien in den Ruin getrieben werden, wenn das Online Glücksspiel gestattet wird.

Dies würde für den Finanzhaushalt von Kalifornien mehr Schlechtes als Gutes bringen. Er sagt, dass keine Gesellschaft durch das Glücksspiel zum Wohlstand gelangen könne. Einen Entschluss, wie es mit dem Online Glücksspiel in Kalifornien weitergehen soll, soll noch im Januar im Senat getroffen werden.