Weitere Expansion der CASAG gesichert

Weitere Expansion der CASAG gesichert

Es wurde eine langfristige strategische Partnerschaft auf Augenhöhe vereinbart, die in der Joint-Venture-Gesellschaft zusammengeführt werden soll.

Hierzu zählen auch die jeweiligen bereits erworbenen oder noch zu erwerbenden Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) und den Österreichischen Lotterien GmbH (ÖLG). Mit diesem Schritt sollen weitere Expansion der CASAG und der ÖLG ermöglicht werden.

Vorteile des Zusammenschlusses:

– Verbindung aus starken und stabilen Gesellschaftern

– umfangreiches Know-how im Glücksspielbereich

– Integration weiterer Mitgesellschafter

– Einigung zum Wohle des Unternehmens

Mit dem Entschluss für eine Zusammenarbeit wurde zum einen eine klare Eigentümerstruktur für die CASAG festgelegt, zum anderen können so weitere Pläne in Bezug auf den zukünftigen Weg des Unternehmens beschlossen werden. Die Zusammenarbeit der Gesellschafter soll in erster Linie Erfolg für die CASAG mit sich bringen und nicht zuletzt aus diesem Grund, habe man sich diesbezüglich letztendlich für eine Einigung und eine gleichwertige Partnerschaft entschieden.

Durch die Bündelung des Know-hows aller gleichwertigen Partner und die Zusammenführung eben dieses Wissens in einer gemeinsamen Joint-Venture soll in Zukunft die Entwicklung der CASAG weiterhin vorangetrieben werden. Dies soll auch im Hinblick auf verantwortungsvolles Glücksspiel passieren, welches in der Branche eine wichtige Kernrolle zugesprochen bekommt.

Streit um Casino Mehrheit

Streit um Casino Mehrheit

Die Tschechien Klagen gegen die Casinos-Anteilseignerin Medial Beteiligungs-Gesellschaft m.b.H., die 38,3 Prozent an der CASAG hält. Geklagt wird aufgrund der Nicht-Einhaltung eines Vorabzusage, die den Tschechien entgegen gebracht wurde und nach der eigentlich klar sein sollte, dass diese die Mehrheit der Casino-Anteile für sich entscheiden könnten. Diese Zusage wurde nun jedoch nicht eingehalten, woraufhin die Anfechtungsklage von Seiten des Konsortiums nun eingereicht wurde.

Den Tschechen wurde ein Vorkaufsrecht für weitere Anteile zugesagt. Dieses Vorkaufsrecht wurde den Unternehmen dann jedoch abgesprochen. Das tschechische Konsortium hält bereits Casino-Anteile über die Came Holding. Nachdem diese die Unterstützung ihres Vorkaufsrechts bei der Gesellschafterversammlung beantragte, wurde diesem Antrag nicht stattgegeben, da die größte Casinos-Anteilseignerin Medial dem nicht zustimmte. Hinter der Medial stehen das Bankhaus Schelhammer & Schattera Aktiengesellschaft (10,774 Prozent), die CASAG (0,3367 Prozent), die Raiffeisen-nahen Leipnik-Lundenburger Invest (29,6298 Prozent), die Uniqa Beteiligungs-Holding (29,6298 Prozent) und auch die Tschechen mit ihrer Came Holding GmbH (29,6298 Prozent) selbst.

Tschechen fordern Mehrheit an den Casinos Austria

Bereits mit Einreichung der Klage wird den Tschechien eine gute Position zugesprochen. Die Forderung lautet ganz klar, die Genehmigung erhalten zu wollen, die Mehrheit an den Casinos Austria zu erhalten. Neben den Tschechen gibt es natürlich noch weitere Unternehmen, die um die Casinos-Mehrheit buhlen. Hier tritt unter Anderem der Novomatic-Konzern im Kampf um die Mehrheit an.

Bieter-Rennen um Casinos Austria Anteile

Bieter-Rennen um Casinos Austria Anteile

Finanzminister Hans Jörg Schelling scheint mit seiner Poker-Strategie besonderen Erfolg zu haben, denn mit der Ankündigung, die teilstaatliche Casinos-Austria-Gruppe (Casag) voll zu verstaatlichen und anschließend mit Gewinn zu privatisieren, schaffte er es, den Wert des Drittel-Anteils der Staatsholding öBIB an den Casinos innerhalb von drei Monaten um rund 30 Prozent zu steigern.

Die Ankündigung des Finanzministers löste außerdem ein Bieter-Rennen aus. Die Novomatic führt dieses Bieter-Rennen aktuell an und Experten meinen, dass die Novomatic die Casinos samt Lotterien wesentlich effizienter führen könnte, als die bisherige Eigentümerstruktur. Schelling gibt an, dass die aktuellen Angebote nun erst einmal geprüft werden, bevor eine Entscheidung fallen wird. Wie das Pokerspiel von Seiten Schellings weitergehen wird, ist aktuell noch nicht absehbar, denn der Finanzminister scheint zu wissen, an welcher Stelle man am Besten das Pokerface aufsetzt.

Das kleine Glücksspiel zurück in Wien

Mit dem Bieter-Rennen und dem Erwerb der Anteile durch Novomatic könnte das kleine Glücksspiel zumindest teilweise zurück nach Wien kommen. Seit Jahresanfang ist der Betrieb von Spielautomaten in Wien verboten. Eine Ausnahme stellen die VLTs (Video Lottery Terminals) dar, denn diese unterliegend er Kompetenz des Bundes. Experten gehen davon aus, dass die Casag mit dem neuen Großaktionär Novomatic VLT-Standorte in Wien starten könnte.

Verstaatlichung der Casinos Austria

Verstaatlichung der Casinos Austria

Moser hat die Casag aktuell immer mehr im Visier. Offensichtlich sieht sie eine große Gefahr darin, wenn die Staatsholding ÖBIB die Casag- Anteile von 33,2 auf mehr als 50 Prozent erhöht. Sollte dieser Fall eintreffen, so kündigte Moser an, wird sie eine Rechnungsprüfng einleiten. Damit wurde der Machtkampf rund um die Casinos Austria und Lotterien gestartet. Eine Rechnungsprüfung ist von Gabriele Moser, als Vorsitzende des RH-Ausschusses, gestattet. Die Verstaatlichung der Casag komme nach ihrer Aussage nicht in Frage, erst recht nicht in Zeiten des Sparens.

Geheimprojekt Fledermaus

Der Verkauf der Anteile der Casinos Austria sorgt aktuell für immer mehr Diskussionen. Unter dem Motto "Geheimprojekt Fledermaus" soll die Zielstruktur der Glücksspielholding mit Casag und öLG als operative Tochtergesellschaften erreicht werden. Dies würde dem Bankensyndikat (Bawag, Erste, ÖVAG, RZB, Schelhammer) ermöglichen, Anteile gemeinsam zu verkaufen. Bisher war dieser Schritt nicht möglich. Die Zusammenführung von Casag und ÖLG wird außerdem auch von Finanzminister Schelling befürwortet. Ob die Gegenstimmen an dieser Stelle eine Chance haben, wird sich in der Zukunft zeigen.

Strukturveränderungen bei den Casinos Austria

Strukturveränderungen bei den Casinos Austria

Weitere Lotto-Miteigentümer verfügen über die restlichen 32 Prozent. Bei den Casinos Austria sind die Lotterien der ertragsreichste Glücksspielzweig. Hier werden jedes jahr verlässliche Einnahmen generiert. Kein Wunder also, dass die Casag hier die Eigentümerstruktur ändern möchte. Geplant ist die Einverleibung der Lotterien von Seiten der Casag zu 100 Prozent.

Was bereits feststeht ist der Einzug der Staatsholding öBB als Drittel-Eigentümerin der Casinos Austria. Weitere Einstiege in die Casag seien auch bei anderen Unternehmen im Gespräch. Die übernahme des Lotteriebereichs zu hundert Prozent wird sich nach Angaben von Experten allerdings etwas schwieriger gestalten, denn die Lotterien sind die lukrativste Beteiligung.

Bei einigen Beteiligten, wie zum Beispiel bei ORF und bei Raiffeisen, wird davon ausgegangen, dass bei einer Bereinigung der Casag-Anteil aufgestockt werden würde. Verkaufsabsichten hingegen wurden bereits von der Bank Austria geäußert worden sein. Hierfür müsste die Casag natürlich finanzielle Mittel locker machen, um die Anteile für sich beanspruchen zu können.

Lotto in Österreich sehr erfolgreich

Dass die Lotterien besonders lukrativ in Österreich sind beweisen die Einnahmen. Hier wurde erst kürzlich eine Aufstellung vorgenommen: Pro Jahr werden von Seiten der Lotterien rund 45 Millionen Rubbel- und 21 Millionen Brieflose verkauft. Jährlich gibt es rund 162 Millionen Tipps für die Euro Millionen und etwa 521 Millionen Tipps für die Lotterie "6 aus 45". Lotto spielt sogar mehr Gewinne ein als die Online Angebote, aber auch hier sind immerhin 760.000 Spieler bei der Plattform "win2day" registriert.

Seite 1 von 212