Millionenstrafe für das Casino Basel

Millionenstrafe für das Casino Basel

Hiernach sind die Casinos dazu aufgefordert, das Spielverhalten der Kunden im Casino genau zu beobachten, um eventuelle Spielsüchte bei den Spielern frühzeitig bemerken zu können. Wenn Spieler somit regelmäßig das Casino besuchen und dabei sehr viel Geld einsetzen, so ist davon auszugehen, dass hier eine Sucht vorherrscht, vor allem wenn die Einsätze höher liegen, als die Verhältnismäßigkeit, die generell vorausgesetzt werden kann. Die Missachtung der Sorgfaltspflicht kann, wie im aktuellen Fall rund um das Casino Basel, zu Millionenstrafen führen.

In dem aktuellen Fall geht es um einen Spieler, der regelmäßig das Casino Basel besuchte und vor Ort auffällig hohe Einsätze tätigte. Diese Einsätze lagen offensichtlich über der eigenen Verhältnismäßigkeit, wobei die Mitarbeiter hätten darauf aufmerksam werden müssen.

Der richtige Weg in diesem Fall wäre es gewesen, den Spieler zu sperren, um diesen vor der Spielsucht zu schützen und somit den Spielerschutz zu gewährleisten. Im Fall des Casinos Basel ist die Spielersperre jedoch nicht erfolgt, wodurch sich das Casino für diesen Fall nun vor Gericht verantworten musste. Hierbei wurde festgelegt, dass das Casino die eigene Sorgfaltspflicht verletzt hat und der Betreiber wurde somit auf eine Strafe in Höhe von über einer Million Euro verurteilt.

Spielersperren müssen vor allem dann ausgesprochen werden, wenn davon auszugehen ist, dass die regelmäßigen Ausgaben eines Spielers im Casino, die eigene Verhältnismäßigkeit übertreffen, sprich dieser sich diese Ausgaben nicht leisten kann und damit Gefahr läuft, sich zu überschulden. Um dies feststellen zu können werden die Mitarbeiter innerhalb der Casinos vor Ort regelmäßig geschult, um eben solche Fälle klar heraussehen zu können und hier entsprechend zu handeln, um der Sorgfaltspflicht nachzukommen.

Grundlegend geht es hierbei um Spieler, die vielleicht als Stammkunde im Casino bekannt sind und vor Ort Einsätze tätigen, die das eigene Einkommen bei weitem übertreffen. Im aktuellen Fall waren die Einsätze des Spielers so hoch, dass auch im Falle eines Mehrverdieners zu viel Geld für das Glücksspiel ausgegeben worden wäre.

Aus diesem Grund wurde nun gerichtlich festgelegt, dass das Casino hier versagt habe und vor allem auch das eigentlich geschulte Personal der entsprechenden Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen sei. Es erfolgte eine Verurteilung des Casinos Basel, bei der dieses zu einer Strafe in Höhe von 1.497.645 Franken (etwa 1,2 Millionen Euro) verdonnert wurde.

Strafe für Casino Basel

Strafe für Casino Basel

Das Spielcasino sei in der Verantwortung gewesen präventiv die Spieler über die Suchtgefahr zu informieren und in eindeutigen Fällen Sperrungen vorzunehmen, um die Spieler so vor der Spielsucht schützen zu können. Dieser Verantwortung sei das Casino offensichtlich nicht nachgekommen, wodurch das Casino nun eine Hohe Geldstrafe entrichten muss.

Die Geldstrafe für das Casino Basel wurde auf eine Summe in Höhe von 1,5 Millionen Franken festgelegt. Das Casino hatten einen Mann drei Jahre lang überhöhte Einsätze an den Spieltischen des Casinos tätigen lassen, ohne hier eine Sperre auszusprechen. Mit diesem Vorgehen verletzte das Casino laut Gerichtsurteil die eigene Sorgfaltspflicht und wurde aus diesem Grund zu einer solch hohen Geldstrafe verurteilt. Die Aufgabe der Casinos ist es, auffällige Spieler im Auge zu behalten.

Im Falle von oft sehr hohen Einsätzen, die durch die betreffenden Spieler getätigt werden und einem auffälligen Verhalten ist es den Casinos gestattet hier Spielersperren zu verhängen. In besonders drastischen Fällen, wo deutlich wird, dass der Spieler Einsätze tätigt, die über der eigenen finanziellen Situation liegen, muss eine solche Sperre sofort ausgesprochen werden, um auf diese Weise vor der aufkeimenden Spielsucht schützen zu können. Dieses Vorgehen von Seiten der Spielbanken ist im Spielbankengesetz verankert und muss von jeder Spielbank angewendet werden. Wenn die Spielbank nicht reagiert und keine Sperre ausspricht, müssen die Betreiber der Spielbanken mit entsprechenden Sanktionen rechnen, so wie es bei dem aktuellen Fall für das Casino Basel der Fall ist.

Im aktuellen Fall geht es um einen Immobilienverwalter, der Millionenbeträge in der Spielbank veruntreut hat. Drei Jahre lang setzte der Spieler sehr hohe Beträge an den Spieltischen des Casinos Basel. Das Verhalten des Spielers wurde von Seiten der Spielbank nicht mit einer Sperre geahndet. Der spielsüchtige Mann forderte im Jahr 2008 von sich aus die Spielersperre, da er in finanzielle Probleme geriet.

Die eidgenössische Spielbankenkommission wurde auf den Fall aufmerksam und ordnete eine Sanktion für die Spielbank Basel in Höhe von 5 Millionen Euro an. Der Sanktionsbetrag wurde dann von dem Bundesverwaltungsgericht auf eine Summe in Höhe von 3 Millionen Euro herabgesetzt. Zuletzt setzte das Bundesgericht die Sanktion noch einmal auf 1,5 Millionen Euro herab, da hier die Spielbankenabgabe anders berücksichtigt wurde als von Seiten der Vorinstanz.

Kundengelder in Millionenhöhe verspielt

Kundengelder in Millionenhöhe verspielt

Insgesamt verspielte der Verwalter einen Betrag in Höhe von 6,5 Millionen Franken, doch es war nicht sein Geld, sondern das Geld seiner Kunden. Die Gerichtsverhandlung läuft in diesen Tagen und eigentlich wollte der Spieler sich bereits im Juni das Leben nehmen.

Die Sucht des Baseler Angestellten im Alter von 46 Jahren trieb ihn immer und immer wieder an die Spielautomaten im Casino Basel. Fünf Jahre lang konnte der Mann seine Spielsucht geheim halten, bis im November des Jahres 2008 alles aufflog. Am Anfang noch wirkte die beginnende Spielsucht kaum bedrohlich, denn es handelte sich lediglich um kleine Beträge, die verspielt wurden und die Spielautomaten brachten dem Mann Entspannung.

Doch der Punkt, an dem die Einsätze immer höher wurden und die eigenen Gelder nicht mehr ausreichten kam auch in diesem Fall, wodurch der Immobilienverwalter auf die Gelder seiner Kunden zurückgriff. Die Anfängliche Entspannung endete in Kriminalität und heute muss der Spieler sich für seine Taten verantworten.

Vor Gericht berichtet der Immobilienverwalter über den Tathergang, der bis hin zu Kriminalität führte. Seine Frau und seine beiden Kinder hielten in der schwierigen Zeit zu ihm, sodass er es nun schaffte, sich vor Gericht zu verantworten. Genau legte er da, wie er es schaffte, die Gelder der Kunden unbemerkt für die eigene Spielsucht nutzen zu können. Er gibt an, dass sein Antrieb der war, den großen Jackpot zu gewinnen, um damit die angesammelten Probleme zu lösen.

Durch die Gründung der eigenen Immobilienfirma, war der Spieler unabhängig, was den Job betrifft. Für die Kunden wurden meist mehrere Konten eröffnet, auf die er als Verwalter uneingeschränkt zugreifen konnte. Diese Tatsache nutze er schamlos aus um sich so die eigene Spielsucht zu finanzieren. Durch diese Vorgehensweise landete die Firma letztendlich im Ruin und Kunden, die ihm heute noch vertrauen, wird es wohl an dieser Stelle nicht mehr geben.