Konzessionsverfahren um die Casino Admiral AG weiterhin im Gespräch

Konzessionsverfahren um die Casino Admiral AG weiterhin im Gespräch

Im Anschluss jedoch entschied jedoch der VGH, dass das gesamte Verfahren nichtig sei und deshalb die Entscheidungen revidiert werden müssen. Dies würde bedeuten, dass die Casino Admiral AG den Spielbankbetrieb nicht aufnehmen dürfte. Nun wurde von Seiten der AG nachgehakt, ob auch der Staatsgerichtshof (StGH) der gleichen Meinung ist, wie der VGH.

Im Zuge des Konzessionsverfahrens hatte die Casino Admiral AG alle geforderten Unterlagen ordnungsgemäß eingereicht. Durch die Erfüllung der Voraussetzungen wurde dem Unternehmen aus diesem Grund auch die Zusage erteilt. Würde das ganze Verfahren jedoch nun neu abgewickelt werden müssen, so würde dies lange Zeit in Anspruch nehmen. Dies wäre besonders nachteilhaft für das Unternehmen, da sich dadurch das gesamte Casino-Projekt um mehrere Jahre verzögern könnte.

Die Casino Vaduzerhof AG hatte bereits die Zusage erhalten, dass das Unternehmen das Projekt mit der erteilten Konzession zum Betrieb einer Spielbank verfolgen dürfe. Am 31. Mai 2012 jedoch entschied sich der VGH dafür, diesen Entscheid zu revidieren und für nichtig zu erklären. Durch diese Erklärung entschied die Casino Admiral AG nun den StGH zu involvieren und zu bemängeln, dass die Rechte des Unternehmens durch diese Erklärung verletzt worden seien.

Der VGH bemängelt, dass die Regierung einen nicht rechtsgültigen Bewertungsbogen mit in die Entscheidung hat einfließen lassen. Die Casino Admiral AG sieht jedoch die Relevanz in Bezug auf das betreffende Konzessionsverfahren nicht. Die Casino Admiral AG gibt an, dass das eigene Gesuch im Zusammenhang mit diesem Verfahren alle Kriterien und Grundsätze erfüllte und daher die Kritik in diesem Fall keine Anwendung findet, vor allem nicht in Bezug auf den Mitbewerber.

Der Sachverhalt soll nun durch den StGH geklärt werden, so der Wunsch des Unternehmens. Dieses erhofft sich die zeitaufwendige Neuausschreibung der Konzession eventuell doch noch verhindern zu können.

Ist der österreichische Automatenhersteller Novomatic in Betrugsfälle verwickelt?

Kurz bevor der Besitzer der gewinnbringenden Zulassung fürs Casino in Zürich feststeht, wird das österreichische Unternehmen Novomatic beschuldigt, die Manipulationen von Verbrechern aus Russland unterstützt zu haben, welche bei den Zulassungen ihre Hände im Spiel haben.

Das Unternehmen geht selbstredend dagegen vor. Der Glückliche, der diese Zulassung bekommt, ist wer, denn er erhält Erträge von etwa 140 Millionen Franken im Jahr. Kurz bevor der Bundesrat auf den Rat der Eidgenössischen Spielbankenkommission hört und die Zulassung an den Mann bringt, bekommen die Bewerber Probleme.

Der Automatenproduzent Novomatic, welcher auch als Kandidat für die Zulassung im Rennen ist, steht im Verdacht, die Spielbanken in der Schweiz in Unkenntnis über seine Sicherheitslücken in Bezug auf die Automaten gelassen zu haben.

Deswegen habe es zu Beginn von 2010 ominöse Betrügereien gegeben. Neun Spieler aus Russland werden verdächtigt, große Summen erspielt zu haben, weil sie an den Automaten des Unternehmens herumgeschraubt haben.

Novomatic wird in einem Schreiben beschuldigt, dass ihre Geräte mittels einer Tastenkombi hinters Licht zu führen seien. Diese unangenehme Post kam von Casino-Verband in der Schweiz und bringt unmittelbar vor der Zuteilung der Konzession das milliardenschwere Unternehmen in Schwierigkeiten.

Dies ist umso pikanter, als dass sich das Unternehmen um drei der fünf Zulassungen bemüht. Dies wollte das Unternehmen nicht auf sich sitzen lassen. Ein Anwalt, der sich für die Bewerbung des Unternehmens im Verwaltungsrat des Züricher Casinos einsetzt, nennt diese Reaktion unangemessen und nur aus einer Sichtweise stattfindend.

Der Anwalt hat sich beim Verband eingeschaltet, weil die Gerechtigkeit nicht mehr gegeben ist, denn die Novomatic-Automaten sind geprüft und zugelassen. Weswegen die russischen Spieler soviel Gewinn machen, kann nicht nachvollzogen werden. Es liegen keinerlei Beweise vor, dass die Automaten manipulierbar seien.

Einem Insider zufolge ist es keinem Zufall geschuldet, dass gerade Gauner aus Russland sich an den Automaten zu schaffen machten, denn das Unternehmen habe zahlreiche Geräte nach Russland geschickt. Vor zwei Jahren wurde aber in dem Land das Glücksspiel untersagt.

Die Automaten kamen nur aufgrund dessen zu den Betrügern. Die nahmen die Geräte solange auseinander, bis sie den Trick herausgefunden hatten. Man weiß aber nicht, ob der Insider irgendetwas in Bezug auf die Zulassungsvergabe möchte und wenn dies so ist, was genau.

Der Anwalt beurteilt diese Anschuldigungen als Werk eines Gegners des Unternehmens. Er sagt, dass der Vorsitzende des Casino-Verbandes sich momentan im Krankenhaus befinde und sein Stellvertreter nun die Geschäfte leite. Dieser habe einen Sitz im Verwaltungsrat der Casino Baden AG.

Als Vizepräsident des Casinos in Baden habe er auch individuelle Ziele. Es fällt auf, dass das Casino in Baden im Zuge ihrer beiden Vorschläge für das Casino in Zürich das Unternehmen mit dabei hatte.

Novomatic hat knapp ein Fünftel der Anteile bei einem der Casino-Projekte. Auch bei anderen Projekten ist der Konzern mit dabei, wobei es auch Meinungsverschiedenheiten gibt.