Marc Baumann: vom Theater- zum Casinodirektor

Marc Baumann: vom Theater- zum Casinodirektor

Der Auftrag, den Baumann als Direktor im Züricher Casino verfolgt, ist gar nicht so einfach zu erfüllen. Die Inneneinrichtung des Casinos ist aktuell noch viel zu bunt für das Züricher Publikum, doch Baumann hat bereits begonnen, hier für mehr Understatement zu sorgen und ein wenig Einheitlichkeit in die Casinohallen zu bringen. In den Administrationsbüros ist sein eigener Stil schon eindeutig erkennbar. Doch nicht nur in Bezug auf die Inneneinrichtung sieht der neue Direktor seinen Auftrag, auch in Bezug auf die Zielgruppe.

Bisher seien vor allem normale Bürger die Besucher der Spielbank, so Baumann. Dies wolle er in Zukunft ändern und mit dem Angebot den gehobenen Mittelstand ansprechen. Doch nicht nur das Casino hat mit dem eigenen Image zu kämpfen, auch für Baumann selber war der Wechsel von Theater zu Casino nicht sonderlich einfach. Es war nach eigenen Angaben schon schwer in der Familie für Verständnis zu sorgen. Die Menschen haben Vorurteile und dies sei auch nicht verwunderlich. In der eigenen Familie konnte Baumann jedoch davon überzeugen, dass das Image von Glücksspielhäusern schlechter ist als die Realität.

Wachstum beim Züricher Casino

Für Baumann stellt die Arbeit in dem Casino eine gro?e Herausforderung dar, die er gerne angenommen und irgendwie auch gesucht hat. Nun beschäftigt er sich nicht mehr nur mit einem Budget, welches für Ausgaben genutzt werden kann, sondern kümmert sich um Einnahmen, Ausgaben, Investitionen und Spielerschutz. Das Casino Zürich ist aktuell das einzige Casino in der Schweiz, welches Wachstum verbuchen konnte. Der Casinodirektor gibt an, dass in Zukunft einige Investitionen geplant sind, um das Wachstum und damit auch die Erträge weiter voranzutreiben. Zu den Plänen gehört die Modernisierung ebenso wie die Einführung neuer Konzepte. Auch das Sozialkonzept soll vor Ort weiterhin gefestigt werden, denn es sei sein Auftrag und der seiner Mitarbeiter, im Casino für Spielerschutz und Suchtprävention zu sorgen.

Das neue Casino Zürich sucht

Das neue Casino Zürich sucht

Das Casino hat bereits über das Internet einen Aufruf gestartet und die Interessenten haben bei dieser Stelle dir Möglichkeit, bei einem neuen Casino mitzuwirken, die Entwicklung voranzutreiben und sich für einen sicheren Arbeitsplatz in der Glücksspielwelt zu bewerben. Engagement und Zuverlässigkeit werden bereits im ersten Satz der Stellenausschreibung als wichtige Kriterien erwähnt. Auch die Kundenorientiertheit soll in Zürich an oberster Stelle stehen, um so viele Menschen für das neue Casino begeistern zu können.

Die Philosophie des Unternehmens beinhaltet in erster Linie die ausgezeichnete Gästebetreuung, die vor allem eben auch durch die Mitarbeiter vor Ort umgesetzt werden soll. Der/die Surveillance-Mitarbeiter/-in hat im Casino die Aufgabe, das Geschehen im Spielbereich durch technische Installationen und Kameraüberwachungen zu beobachten. Hier gibt es besondere Systeme und Vorgaben, die die Arbeit erleichtern sollen. Nach eben diesen Vorgaben soll der Mitarbeiter en Spielbetrieb genau beobachten und eventuelle Verstöße sofort melden oder direkt nach Anweisungen des Vorgesetzten die Konsequenzen daraus ziehen.

Der gesuchte Mitarbeiter/die gesuchte Mitarbeiterin sollte bereits Erfahrung im Bereich Surveillance aufweisen können. Sollte diese explizite Erfahrung fehlen reicht es nach den Anforderungen auch aus, wenn der Bewerber zumindest eine Tätigkeit in der Spieltechnik vorweisen kann. Trotzdem die Arbeit im Hintergurnd stattfindet und eben dies dem Mitarbeiter/der Mitarbeiterin auch liegen sollte, sind die angenehmen Umgangsformen Voraussetzung. Auch Kenntnisse in den Bereichen der Informatiktools (Word, Excel, etc.) werden von dem Arbeitgeber vorausgesetzt.

Neue Ideen für traditionelle Casinos

Neue Ideen für traditionelle Casinos

Die Casinos in der Schweiz und so auch das Casino Zürich haben in der nahen Vergangenheit sehr abgebaut, was die Bilanzen eindeutig beweisen. Zuletzt wurden 25 Prozent weniger Umsätze eingefahren. Um die Casinobranche in der Schweiz wieder anzukurbeln sollen in den landbasierten Casinos neue Ideen umgesetzt werden, die die Spieler und Besucher wieder in die traditionellen Einrichtungen locken sollen.

Dir Prognosen für das neue Casino Zürich waren besonders positiv und man erhoffte sich mit dem neuen Etablissement unzählige Besucher anziehen zu können, doch leider ist die Realität nicht so positiv, wie sie vorher geplant war. Das Casino hat weit weniger Umsätze eingefahren als eigentlich geplant und nun sollen neue Konzepte Abhilfe schaffen. Der Betreiber, die Swiss Casinos Holding hat im vergangenen Jahr durch das Casino einen Verlust in Höhe von 7,8 Milliarden Euro gemacht, dieser soll natürlich wieder ausgeglichen werden. Mit neuen Konzepten wollen die Betreiber bis zum, nächsten Jahr mit dem Casino Zürich Gewinn einfahren.

Trotzdem das Ergebnis für die Spielbanken in der Schweiz schlechter war als erwartet und trotzdem der Besucherrückgang vor Ort deutlich gespürt wurde, wurde von Seiten der Casinos ein Gewinn eingefahren. Nicht nur die Gewinne lassen staunen, die Bilanz zeigt außerdem auf, dass der Betreiber, die Swiss Casinos Holding, sogar den Bruttoumsatz im Vergleich zum Vorjahr steigern konnte.

Die Erwartungen im Casino Zürich konnten dennoch nicht erfüllt werden, doch so oder so wird von den Verantwortlichen erwartet, dass hier spätestens im nächsten Jahr die vorgesehenen Gewinne eingefahren werden können.

Starschwierigkeiten beim Casino Zürich

Starschwierigkeiten beim Casino Zürich

Erst im November wurde die Eröffnung des prunkvollen Etablissements in Zürich gefeiert, doch bisher blieben die Besuchermassen aus. Derzeit feilen die Verantwortlichen an Verbesserungsmöglichkeiten, um die Startschwierigkeiten zu überwinden und ein Hauch Las Vegas in die Schweiz zu bringen.

Bisher scheint das Geschäft für die Spielbank in Zürich nur schleppend anzulaufen. Ein Grund wird hierfür in der Positionierung gesehen, denn im Erdgeschoss des Casinogebäudes befindet sich ein Sportgeschäft. Erst wer mit der Rolltreppe in den ersten Stock fährt, der könne ein wenig Glamour von Las Vegas zu sehen bekommen.

Gerüchte gehen um, die besagen, dass vor Ort kein Spieler zu sehen sei. Dennoch gibt es verschiedene Angebote von Seiten des Casinos, die die Spieler in die Hallen des Etablissements locken sollen. Vergünstigungen für Gruppen, Rabatte für Frauen und Männer und besondere Highlights für die Gäste vor Ort.

Der Direktor des Etablissements, Michael Favrod setzt jedoch dennoch auf die Zukunft. Das Unternehmens sei noch sehr jung, da erst im November die Eröffnung gefeiert wurde und die Geschäfte können laut Direktor noch besser ausgebaut werden. Hierfür existieren laut eigenen Angaben bereits Verbesserungsvorschläge, die in naher Zukunft in die Tat umgesetzt werden sollen, um die Gäste in das Obergeschoss zu locken. Bisher seien es etwa 1600 Gäste pro Tag, definitiv zu wenig, doch der Direktor erhofft sich in Zukunft eine Besserung, sodass die Ziele des Unternehmens innerhalb der nächsten fünf Jahre erreicht werden können.

Der Direktor des Casinos glaubt, dass die Schweizer eher zurückhaltend sind, weil Casinos als solches in der Schweiz noch einen zwiespältigen Ruf haben. Durch den Ausbau des Züricher Casinos in ein Unterhaltungszentrum, mit Konzerten, berühmten Gästen, Unterhaltungsprogrammen, Fußballübertragungen und weiteren Highlights wolle man in Zukunft auch Gäste in die Casinohallen locken, die nicht auf das Spielen aus sind.

Die ganzen Angebote in Richtung Unterhaltung werden nach dem Vorbild Las Vegas eingeführt, denn auch dort ist aus der Glücksspielmetropole im Laufe der Jahre mehr und mehr ein Unterhaltungszentrum geworden. Der Mix aus beidem mache laut Direktor in Zürich den Reiz aus und so wolle man alles auf diese Karte setzen.

Geplantes Grand Casino Zürich soll der Region Auftrieb geben

In vielerlei Hinsicht ist das geplante Projekt in Zürich, das bevorstehende Grand Casino, eine Investition die der Gegend Auftrieb geben soll. Neben der finanziellen Verbesserung soll die Region belebter und beliebter werden. Für die ausgeschriebene Lizenz gibt es 5 Bewerber. Eine Entscheidung darüber, wer die Lizenz erhält, soll bis Mitte des Jahres getroffen sein.

Um die Entscheidung zu erleichtern gewähren die Akteure den Entscheidungsträgern und auch dem darüber hinaus gehenden Publikum teilweise ihre Pläne für das geplante Bauvorhaben. Neben der Bestückung für das geplante Casino stehen weitere Pläne zum ankurbeln der Wirtschaft in Aussicht und die Bewerber versprechen das Einräumen von rund 200 neuen Arbeitsplätzen für die Züricher Bevölkerung.

Vor allen Dingen wird vorausgesagt, dass die Wertschöpfung sich mit der Eröffnung des künftigen Grand Casinos auf 100 Millionen Franken belaufen soll. Damit wäre die finanzielle und wirtschaftliche Lage extrem angekurbelt, was definitiv für die Projekte der Bewerber spricht.

Die Schattenseite des Projekts werden die Einbußen der nahe gelegenen Casinos sein. Es wird erwartet, dass durch die Neueröffnung die Gamer in das neue Casino gezogen werden und dadurch von anderen Casinos abwandern. Dies würde bedeuten, dass umliegende Casinos Einbußen hinnehmen und eventuell sogar Personal entlassen müssten.

Die Investitionssummen der verschiedenen Projekte liegen zwischen 30 Millionen und 70 Millionen Franken im Durchschnitt. Angedacht sind verschiedene Projekte neben dem Casino wie zum Beispiel ein Einkaufszentrum, um die Besuchszahlen dadurch zu steigern. Die erwartete Besucherzahl pro Tag soll bei ungefähr 1000 Leuten liegen und damit eine Menge Geld in die Kassen der Investoren und der Stadt einbringen.

Die Erwartungen der Bewerber sind hoch. So lauten die Pläne der Stadtcasino Zürich AG, dass ein Gourmetrestaurant neben dem Casinobetrieb auf die Beine gestellt werden soll. Hierfür werden Besucherzahlen in Millionenöhe für ein halbes Jahr erwartet. Neben den Umbaukosten liegen auch die jährlichen Ausgaben bei 27,6 Millionen Franken. Dafür sind die Umsatzerwartungen bei 120 Millionen Franken großzügig vorausgesehen.

Die Entscheidung darüber steht noch aus und wird voraussichtlich bis zum Sommer getroffen. Bis dahin werden noch einige Konzepte und Pläne von den Bewerbern und Konkurrenten erwartet.