Lizenzentzug für Casinobetreiber

Lizenzentzug für Casinobetreiber

In der vergangenen Woche sorgte der Überfall eines Casinos in Manila für Aufsehen. Offensichtlich gab es in dem Casino erhebliche Sicherheitsmängel, sodass ein Überfall dieser Art überhaupt möglich war. Der Überfall brachte zahlreiche schlimme Folgen mit sich: 37 Menschen kamen bei dem Überfall ums Leben und die philippinische Tourismusindustrie hat einen enormen Schaden erlitten. Als Konsequenz daraus wurde dem Casinobetreiber nun nach dem Überfall, aufgrund der erheblichen Sicherheitsmängel, die Lizenz für das Casino entzogen.

Was am 2. Juni bei dem Überfall auf einen Hotel- und Casinokomplex in Manila passiert war:

  • ein tiefverschuldeter, spielsüchtiger Familienvater war mit einem Schnellfeuergewehr in das Casino eingedrungen
  • der Täter hatte im Casino Warnschüsse abgefeuert
  • es wurden Spieltische in Brand gesetzt
  • der Täter hatte versucht das Casino auszurauben
  • bei dem Vorfall wurden 37 Menschen getötet und zahlreiche weitere Menschen verletzt
  • der Täter nahm sich in einem Hotelzimmer des Komplexes nach der Tat das Leben

Vorfall deckte Sicherheitsmängel auf

Nach dem Vorfall wurde die Tat natürlich untersucht. Hierzu wurde das Überwachungsvideo als Beweis herangezogen. Das Überwachungsvideo machte deutlich, dass der 43-jährige Täter ungehindert mit dem Gewehr in das Casino eindringen konnte. Dies zeigte wiederum auf, dass der Komplex nicht ausreichend geschützt war. Aufgrund dieser Sicherheitslücke wurde dem Casinobetreiber nun als Konsequenz die Lizenz gezogen. Als Grund für die Tat wird vermutet, dass der Täter, aufgrund des Hausverbots in allen Casinos, wütend war.

Defizitärer Casinobetreiber spendiert ausufernde Firmenfeier

Defizitärer Casinobetreiber spendiert ausufernde Firmenfeier

Der Verkauf der Kunstwerke wurde damit gerechtfertigt, dass das Unternehmen so aus den roten Zahlen geholt werden könnte, nicht aber damit, dass die Mitarbeiter dadurch endlich mal richtig feiern könnten.

Wofür die 77.000 Euro tatsächlich ausgegeben wurden:

– ein ausgelassenes Fest

– 550 Mitarbeiter feierten im November 2014 aus einem Partyschiff der KD-Flotte

– der Termin war 10 Tage nach dem umstrittenen Warhol Kunstverkauf

– es gab eine Band, Showauftritte, eine Tombola und ein Buffet

– WestSpiel sprach von einer "Mitarbeiterversammlung" mit nur "angeschlossener Weihnachtsfeier"

Das Feiern stand im Vordergrund

Nicht nur Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) spricht davon, dass bei solch hohen Ausgaben für eine Firmenfeier das Feiern im Vordergrund gestanden haben muss, auch die Teilnehmeraussagen deckten sich mit dieser Annahme. Außer einer kurzen Ansprache habe es keinen großen Informationsaustausch an diesem Abend gegeben, jedenfalls nicht von Seiten des Unternehmens.

Kein Glücksspiel mehr in Macau

Kein Glücksspiel mehr in Macau

Das neue Konzept sah vor, dass das Glücksspiel vor Ort weniger Bedeutung bekommen sollte, um so die Kriminalität und Korruption zu verringern. Doch wie schon bei dem Boom geht es in Macau alles ziemlich schnell voran. Neusten Meldungen zu Folge, soll das Glücksspiel nun komplett von der Halbinsel verbannt werden.

Die Regierung greift durch

Während der eigentliche Plan lautete, das Glücksspiel vor Ort weniger zu pushen und somit Macau für Familien und Urlauber attraktiver zu gestalten, geht es nun in eine viel drastischere Richtung. Es ist zu erwarten, dass die Regierung nicht zufrieden mit den Ergebnissen der Anti-Korruptions-Kampagne ist. Zu viele Schlupflöcher gibt es für illegale Anbieter und kriminelle Geschäfte, bei denen große Geldbeträge über die Spieltische wandern. Eigentlich hatte die Regelung bisher nur die VIP-Spieler von der chinesischen Halbinsel verbannt. Nun soll das Glücksspiel bis zum Jahresende komplett aus Macau verschwinden.

Für die Casinos in Macau, zu denen einige bekannte Komplexe zählen, bedeutet dies nun, dass das Feld bis Jahresende geräumt werden muss. Die Regierung will hart durchgreifen. Casinos sollen somit ab 2017 in Macau komplett verboten sein, wodurch sich die chinesische Halbinsel dem Festland anpasst.

Glücksspiel treibe die Menschen in den Ruin, daher sollen nun auch die Anbieter in Macau nicht mehr von dem Leid der Spieler profitieren. Das Familienkonzept wird vor Ort verstärkt und so haben die Casinobetreiber vor Ort nun die Chance, auf diesen Zug aufzuspringen und ihre Etablissements für Urlauber und Familien umzugestalten. Ob dies jedoch einen ähnlichen Ertrag für die Anbieter mit sich bringen wird, bleibt weiterhin fraglich.

Rien ne va plus bei Westspiel

Rien ne va plus bei Westspiel

Doch statt dass die Skandale nun abbrechen, gibt es immer wieder neue Schlagzeilen rund um Westspiel. Aktuell wird den landeseigenen Casinobetreiber vorgeworfen, öffentliche Gelder verschwendet zu haben. Angeblich sollen eben diese Gelder für Gruppenreisen nach Las Vegas für die Führungskräfte ausgegeben worden sein. Nach Angaben von Westspiel seien diese Reisen für den Besuch auf der Branchenmesse "G2E" notwendig gewesen, inoffiziell ist jedoch die Rede von kostspielen Show- und Galabesuchen.

Die NRW-Glücksspielgesellschaft steht weiterhin in der Kritik. Während teure Reisen nach Las Vegas finanziert worden sein sollen, nehmen die NRW Spielbanken nichts mehr ein und kosten das Land viel Geld. Wenn es um die Ausgaben geht, dann scheint Westspiel gut dabei zu sein, denn zuletzt war auch von einer Betriebsfeier im Wert von 7.000 Euro die Rede.

Gelder, die in Anbetracht der ernsten Situation wohl eigentlich nicht ausgegeben werden sollten. Während Ausgaben für das Vergnügen getätigt werden, leiden die NRW Spielbanken an enormem Besucherrückgang. Dramatische Dauerverluste stehen für die Spielbanken in Duisburg, Dortmund, Aachen, Bad Oeynhausen, Bremerhaven und Bremen auf der Tagesordnung. Eigentlich wäre es wohl an der Zeit, dass der Betreiber Westspiel den Notfallplan starten könnte.

Drohende Pleite für Westspiel

Trotz der eindeutigen Signale, wird das Geschäft von Westspiel weiterhin schöngeredet. Es soll eine Spielbank in Köln eröffnet werden, die das Casinogeschäft in NRW retten soll. Kleine Umsatzsteigerungen sollen den Menschen Auftrieb geben, die überzeugt davon sind, mit ihren Steuergeldern das persönliche Vergnügen der Chefetage von Westspiel zu finanzieren. Bisher dominieren die negativen Schlagzeilen, auch in Bezug auf die Einnahmen des Unternehmens.

Die Konkurrenz aus dem Internet ist mitunter eines der größten Probleme, nicht nur für die Spielbanken in NRW, sondern auch für Casinos in anderen Regionen. Ob eine einzelne Spielbank, die erst gebaut werden müsste, tatsächlich die finanzielle Lage bessern würde, ist zu bezweifeln.

Sicherheitsproblem mit Kreditkartenmissbrauch

Sicherheitsproblem mit Kreditkartenmissbrauch

Nicht umsonst hatte der Betreiber bereits im Vorfeld eine Sicherheitsfirma engagiert, da man sich in der Branche der Probleme und Anfälligkeiten bewusst ist. In diesem Fall scheint der Betreiber sich für die falsche Sicherheitsfirma entschieden zu haben, denn diese hatte das Problem nicht lösen können. Erst durch das Engagement einer zweiten Sicherheitsfirma konnte das Problem komplett gelöst werden.

Der Casinobetreiber verklagte nun die auf Computersicherheit spezialisierte Firma Trustwave. Nach Angaben des Betreibers hatte sich das Unternehmen nur halbherzig darum gekümmert das zum Kreditkartenmissbrauch verwendete Sicherheitsproblem zu lösen. Auch nachdem die Sicherheitsfirma das Problem angeblich gelöst haben wollte, konnten die Angreifer noch immer Kreditkartendaten des Casinobetreibers abgreifen.

Vertrauen in die Sicherheit

Der Casinobetreiber sah sich gezwungen eine weitere Sicherheitsfirma zu beauftragen, nachdem klar war, dass die Problematik weiterhin bestand. Aufgrund dessen entschied sich der Betreiber für den Trustwave-Mitbewerber Mandiant, der nicht nur die Lösung des Problems einleitete, sondern darüber hinaus feststellte, dass die Lösungsansätze der ersten Sicherheitsfirma völlig unzulänglich gewesen seien. Sogar während der Analyse des Unternehmens sollen Angreifer im System gewesen sein, um Kreditkartendaten abzugreifen. Aufgrund dieser Einschätzung zog der Casinobetreiber vor Gericht und verklagt nun die erste Sicherheitsfirma. Trustwave streitet aktuell die Vorwürfe ab und zweifelt die Arbeit der zweiten Sicherheitsfirma vor Gericht an.