Casinoboom in Ungarn

Casinoboom in Ungarn

Dies scheint sich jedoch drastisch geändert zu haben, de facto seit in Ungarn das Verbot von Geldspielautomaten außerhalb von staatlich lizensierten Casinos eingeführt wurde. Seit dem Verbot schießen die Besucherzahlen wieder in die Höhe und auch wenn die Regelung in Ungarn von Außenstehenden als selektives Geldspielautomatenverbot bezeichnet wird, haben die Casinos in Ungarn und der Staat allen Grund zur Freude.

Neben dem eingeführten Verbot von Geldspielgeräten außerhalb von staatlich lizensierten Casinos wurden in Ungarn zum gleichen Zeitpunkt neun neue Casino-Lizenzen ausgegeben. Somit wurde das Angebot nicht wirklich eingeschränkt, sondern einfach nur verlagert. Während private Anbieter am Markt keine Chance mehr haben, verdient der Staat reichlich dazu. Nach Meinung der EU ist das Geldspielautomatenverbot nicht nur selektiv, sondern stellt auch einen deutlichen Eingriff in die Dienstleistungsfreiheit dar. Nach Angaben der Verantwortlichen in Ungarn diene die Vorgehensweise jedoch in erster Linie dem Spielerschutz und der nationalen Sicherheit.

Eigennützige Glücksspielregulierung

Auch die Regulierung in Ungarn erweckt den Eindruck, dass es weniger darum geht, das Glücksspielangebot in kontrollierte Bahnen, zum Schutz für die Spieler, zu lenken, sondern mehr darum, die Gelder in den Staatskassen klingeln zu lassen. Zugegeben, das Konzept scheint aufzugehen. Im Laufe der vergangenen Jahre stiegen die Casinoeinnahmen scheinbar unaufhaltsam. Während im Jahr 2011 die Einnahmen bei einer Summe in Höhe von 33,1 Mrd. Forint lagen, ergaben die Einnahmen in diesem Jahr bis Ende Juni eine Summe in Höhe von 88,4 Mrd. Forint.

Casinoboom in Asien und dessen Folgen

Casinoboom in Asien und dessen Folgen

Der Staat erhofft sich durch den Betrieb der beiden Casinos in Singapur Gelder in die Staatskassen fließen zu lassen und damit die roten Zahlen auszumerzen. Dass das Glücksspiel jedoch auch die Beamten des Staates erfreuen könnte, damit hatte wohl keiner gerechnet. Viele der Beamten haben wohl bereits einen Jahrespass für deines der Casinos beantragt und sollen sich für dieses Verhalten und verantworten.

Auch in Manila ist der Casino-Boom bereits angekommen, denn dort ist vermehrt heftige Bautätigkeit zu vermerken. Durch die Finanzkriese sind viele Staaten eben auch auf die Extraeinnahmen angewiesen. In Singapur zum Beispiel wurde die Gunst der Stunde passend zum Nachrennen der Formel 1 genutzt, um die Besucher des Autorennens zum Glücksspiel zu animieren und für den Staat die Kassen klingeln zu lassen. Die Schulden steigen in jeder Branche und in viele Regionen und viele der Rettungspläne haben bisher nicht den gewünschten Effekt, ob das Glücksspiel als letzte Lösung dennoch so vorteilhaft ist bleibt wahrscheinlich in vielen Regionen erst einmal abzuwarten.

Auch an der Börse ist die Krise noch deutlich zu spüren. Die Eröffnung des Casinos in Singapur wird dennoch gefeiert und wahrscheinlich werden einige verbeamtete Personen vor Ort zu sehen sein, um ihr Glück auf die Probe zu stellen und wenn schon nicht das Geld des Staates wenigstens das eigene Einkommen ein wenig aufzubessern.