Einnahmen in Macau sinken um 36.2 Prozent

Einnahmen in Macau sinken um 36.2 Prozent

Der Abwärtstrend in Macau begann bereits im Sommer des letzten Jahres. Nun wurde ein Vergleich angestellt und in diesem Jahr wurde ein Rückgang der Einnahmen in Höhe von 36,2 Prozent festgestellt. Im Januar 2013 lagen die Einnahmen noch bei 26.864 Million Macau-Pataca im Juni 2015 dagegen nur noch bei 17.355 Million Macau-Pataca. Experten gingen noch in den vergangenen Jahren davon aus, dass der Glücksspielboom in Macau ewig anhalten könnte, doch mit dieser Annahme täuschten sie sich offensichtlich.

Die Regierung verfolgt nun den Plan, dass Macau auch unabhängig von dem Glücksspiel interessant für Besucher gemacht werden sollte. In der Zukunft stehen Angebote für Familien und mittelständische Besucher im Vordergrund. Das Konzept vor Ort müsse angepasst werden, um langfristig wieder erfolgreich sein zu können, so lautet der aktuelle Plan. In der Vergangenheit war Macau vor allem deshalb so erfolgreich, weil die asiatische Glücksspielmetropole viele VIP-Spieler in die Casinos vor Ort lockte, die dort große Einsätze tätigten. Auch war das Geschäft für die Wale vor Ort sehr erfolgreich, die verstärkt für den anhaltenden Boom sorgten.

Regierung setzte dem Boom ein Ende

Anfänglich wurde davon ausgegangen, dass die Fußball-WM schuld daran sein könnte, dass im vergangenen Jahr die Zahlen sanken. Da der Abwärtstrend nun jedoch weiterhin anhält, ist man sich sicher, dass der Kampf gegen die Korruption, der von der Regierung angezettelt wurde, schuld daran ist, dass die Einnahmen Macaus sich weiterhin im Sinkflug befinden. Moralische Grundsätze sollen in Macau wieder großgeschrieben werden und das Pech der Spieler solle in Zukunft nicht mehr verantwortlich sein für den Boom in der Glücksspielmetropole. Ob das neue Konzept tatsächlich einen Ausweg aus der schwierigen Lage darstellen könnte bleibt abzuwarten.

Die Zockermetropole Macau im Wandel

Die Zockermetropole Macau im Wandel

Nun jedoch hat auch Macau Konkurrenz bekommen, vor allem durch neue Casinostandorte wie Singapur, Vietnam und den Philippinen. Die Sonderverwaltungszone Macau wurde in wirtschaftlich turbulenten Zeiten an China zurückgegeben. Damit keimte bei der Bevölkerung die Hoffnung auf, dass hierdurch wirtschaftlicher Aufschwung nach Macau kommen würde. Mit der Konzentration auf das Casinogeschäft fand der wirtschaftliche Boom in Macau tatsächlich statt.

Der Wirtschaftliche Boom in Macau steht jedoch auch eng im Zusammenhang mit Spielsucht und organisierter Kriminalität. VIP Hinterzimmer bieten eine Plattform für reiche Chinesen, die vor Ort um große Geldbeträge zocken. Kredithaie betreiben in Macau Geldwäsche und auch Prostitution und Menschenhandel sind in dem Zockerparadies ein Thema. Der chinesische Staatschef Xi Jinping bremst den Erfolg in Macau doch aktuell deutlich ab, denn er führte die Anti-Korruptions-Kampagne in China ein, die auch die Sonderverwaltungszone Macau betrifft. Hiermit soll gegen Geldwäsche, Prostitution und illegales Glücksspiel vorgegangen werden. Die Kampagne scheint erste Wirkung zu zeigen, denn die reichen Chinesen vermeiden nun die VIP-Räume in Macau, was vor Ort anhand der zurückgehenden Einnahmen bereits deutlich spürbar ist.

Kein Abbruch der Casinoindustrie in Macau

Trotzdem dem Boom im Macau offenkundig ein Ende gesetzt wurde, scheinen die Pläne vor Ort nicht gestoppt worden zu sein. In den nächsten Jahren sollen vor Ort weitere Megacasinos entstehen. Dies würde erneut Arbeitsplätze schaffen. Die Pläne der Regierung konzentrieren sich, trotz der Anti-Korruptions-Kampagne, auch weiterhin auf die Casinoindustrie, allerdings wolle man weg von den VIP-Spielern und hin zu den einfachen Mittelklassespielern und Familien.

Somit sollen neben den Casinoangeboten vor allem in Zukunft auch Freizeitangebote präsentiert werden, um sowohl Spieler als auch Familien vor Ort unterhalten zu können. Ob das Konzept in Zukunft aufgehen wird und ob die Umsatzeinbrüche in Macau wieder abgefangen werden können, wird sich in der Zukunft entscheiden.

(Bildquelle: asia.arounder.com)

Projekt Vaduzerhof – Rechtstreit um Casino

In Liechtenstein steht derzeit die Vergabe der Casinolizenz noch aus. Die Entscheidung wird mit Spannung erwartet, vor allem von Seiten des Unternehmers Wolfgang Egger, der das Projekt Vaduzerhof ins Leben gerufen hat. Natürlich erhofft sich der Unternehmer den Zuschlag für sein Projekt zu erhalten, auch wenn damit eventuell ein Rechtsstreit ins Haus stehen würde.

Für das Projekt Vaduzerhof in Liechtenstein hatte sich der Unternehmer Egger die Zusage der Casinos Austria als Geschäftspartner gesichert. Das Projekt wurde zusammen geplant. Nachdem die Bewerbungsunterlagen für die Konzession von Seiten Eggers abgegeben wurden entschieden sich die Casinos Austria aus dem Projekt auszusteigen.

Die Begründung hierfür lautete, dass die Casinos Austria erst für das reine Casinogeschäft vorgesehen haben, aber sich im Laufe der Planungen herausstellte, dass viel mehr Engagement erforderlich wäre, weshalb das Unternehmen sich an diesem Punkt von dem Projekt distanzierte. Egger fand jedoch sogleich einen Ersatz in dem Grand Casino Baden.

Zusammen mit dem neuen Geschäftspartner möchte der Unternehmer das Casino mit angrenzendem Hotel und der Bewirtschaftung von diesem auf die Beine stellen. Problematisch könnte der Partnerwechsel deshalb werden, weil er mitten in dem Bewerbungsverfahren stattfand.

In der Spielbankenverordnung ist zwar festgelegt, dass Änderungen und Nachbesserungen während der Bewerbung möglich sind, jedoch ist nicht klar, ob dies die extreme änderung eines Partnerwechsels mit einschließt. Egger gibt sich jedoch zuversichtlich. Es müsse alles geprüft werden und trotzdem rechne er sich Chance auf die Konzession aus.

Er habe keine Angst vor einer Gerichtsverhandlung, die wahrscheinlich ist, sollte das Projekt Vaduzerhof den Zuschuss bekommen, so Egger. Am Ende würde eine rechtlich abgesicherte Entscheidung fallen, die sowohl positiv als auch negative für den Unternehmer ausgehen könne, doch das Risiko müsse man eingehen.