Stadtcasino in Basel soll saniert werden

Der Streit um das Fortbestehen des Casinos in der Stadt Basel könnte bald der Vergangenheit angehören, denn die Regierung von Basel möchte bei einer teilweisen Renovierung der Spielstätte mitwirken.

Die eigentlichen Kosten dafür lagen bei 70 Millionen Franken, doch nun sind sie um 50 Millionen Euro geschrumpft. Dem Regierungsrat ist besonders der Musiksaal, der sich in dem Casino befindet, wichtig, denn auch dieser muss so bald wie möglich erneuert werden.

Da die Casinogesellschaft das Gebäude besitzt, ist sie verpflichtet, maximal ein Drittel der anfallenden Kosten zu übernehmen, so die Exekutive. Die Gesellschaft hat etwa 70 Millionen Franken für den Umbau eingeplant, wobei 35 Millionen vom zuständigen Kanton übernommen werden sollen und kommt durch das Anliegen des Regierungsrates in eine neue Situation.

Diese will man nun unter die Lupe nehmen, so die Gesellschaft. Man merkt aber lobend an, dass der Leitung der Stadt die Notwendigkeit der Renovierungsmaßnahmen klar geworden ist und sie zwei Drittel der anfallenden Ausgaben übernehmen möchte.

Der Kanton muss nun Sanierungspläne und die dazugehörigen Finanzen auf die Beine stellen. Die Möglichkeit einer Renovierung hatte man bei der Casino-Gesellschaft schon zu einem früheren Zeitpunkt in Erwägung gezogen, und man setzte die Ausgaben bei 46,5 Millionen Franken an.

Hier gab man dem Umbauplan namens "Stadtcasino 2015" weiterhin den Vorzug und hatte vor, wenn es zu Sanierungsmaßnahmen kommen sollte, dem Kanton die Ausgaben zu übergeben.

Der Regierungspräsident sagte, dass im Zuge der geplanten Sanierung Ausgaben von etwa 20 Millionen Franken fällig sind. Was den Musiksaal angeht, so will man nur das in Angriff nehmen, was dringend gemacht werden muss und was 15 Jahre lang abgeschrieben werden kann.

Die Gesellschaft ist nun verpflichtet, zu überprüfen, in welcher Weise die anteiligen Ausgaben bestritten werden können. Die Sanierung ist für das Unternehmen aber nur dann sinnvoll, wenn man den aktuellen Standort nicht aufgibt, so der Präsident der Gesellschaft.

Die Regierung aber sieht den Standort als flexibel an und sie möchte sich die Möglichkeit eines Neubaus am aktuellen oder einem anderen Standort nicht verbauen. Bis Dezember dieses Jahres möchte die Exekutive in Bezug auf den Grundsatzbescheid, was den Standort des kommenden Konzertgebäudes angeht, einen Entschluss fassen.

Das favorisierte Umbauprojekt wurde geboren, als sich ein Plan zum Neubau von der Stararchitektin Hadid vor vier Jahren nicht durchsetzen konnte. Die Leitung der Stadt lehnte diesen aufgrund des bis 2027 in Kraft befindlichen Pachtvertrags mit dem Unternehmen "Gastrag AG" ab.