Manila als Konkurrenz für Las Vegas und Macao

Manila als Konkurrenz für Las Vegas und Macao

Die Prognosen besagten bereits, dass Asien im Bereich des Glücksspiels im Kommen ist und in Bälde eventuell sogar die USA überholen könnte. Allein in Macao werden bereits Umsätze in Höhe von 33,5 Milliarden Dollar pro Jahr eingefahren, etwa fünfmal mehr als auf dem Las Vegas Strip.

Der Plan auf den Philippinen steht, allerdings müssen die Umstände vor Ort auch berücksichtigt werden. Auf den Philippinen gibt es viel Armut, das Land ist nicht vor Naturkatastrophen geschützt und auch Kriminalität und Terrorismus sind Themen, die in Verbindung mit dem neusten Vorhaben berücksichtigt werden sollten.

Der Unternehmer Razon plant die Eröffnung des Casinokomplexes Solaire Manila bereits im nächsten Jahr. Insgesamt sollen in das Projekt 1,2 Milliarden Dollar investiert werden, von denen der Geschäftsmann etwa 200 Millionen aus eigener Tasche investiert. Gemeinsam mit der eigenen Firma Bloomberry Resorts soll es nun an die Umsetzung der Pläne gehen. Für den Komplex ist neben dem Luxuscasino mit 300 Spieltischen ein luxuriöses Hotel mit Beach Villen in gehobener Ausstattung geplant, außerdem ein Gourmet-Restaurant und Konferenzräume.

Razon hat Großes vor und plant Las Vegas und Macao richtige Konkurrenz zu machen. Auf den Philippinen werden nur geringe Steuerabgaben für Glücksspiel vorausgesetzt und der Geschäftsmann erhofft sich dadurch, dass viele Spieler aus umliegenden Ländern dadurch angelockt werden.

Neben dem Projekt von Razon gibt es derzeit in der Region noch weitere Projekte, bei denen die Baumaßnahmen bereits begonnen haben. Auch die Regierung erhofft sich ein richtiges Glücksspielmekka aufbauen und so die Konkurrenz ausschalten zu können. Die Projekte, die in Manila umgesetzt werden, werden durch asiatische Unternehmen voran getrieben.

Insgesamt sind bisher drei weitere Casinos geplant. Ein Casinobau soll von dem philippinischen Bauträger Belle Corp. durchgeführt werden. Ein weiteres Casino wird durch den japanischen Spielautomaten-Hersteller Tycoon Kazuo Okada gebaut und das dritte Objekt soll von dem Joint Venture zwischen der malaysischen Genting Bhd. und der philippinischen Alliance Global Group umgesetzt werden.

Im letzten Jahr konnte ein Anstieg der Umsätze aus dem Glücksspiel bemerkt werden, weshalb diese Branche für die Unternehmer nun als Hoffnungsträger gilt. Glücksspiel ist auf den Philippinen schon seit langem legal und trotzdem scheinen die Unternehmer der Branche sich erst jetzt für die Gegend zu interessieren.

In einem Gespräch mit Sheldon Adelson, dem Chef von Las Vegas Sands, stellte sich laut Razon heraus, dass Adelson nicht mal wusste, dass Glücksspiel auf den Philippinen legal ist. Adelson äußerte sich zu dieser Angabe bisher nicht. Laut Prognosen habe der philippinische Glücksspielmarkt tatsächlich Potential, wenn bessere Bedingungen geboten werden und diese die Spieler dann wirklich nach Manila locken können. Es existiere allerdings die Vermutung, dass die örtliche Casinoaufsicht, die Philippine Amusement & Gaming Corp., korrupte Mitarbeiter beschäftige und dies dann letztendlich ein Problem darstellen könnte.

Razon gibt an, dass er sich der Gefahr in seinem Heimatland durchaus bewusst ist, aber so wie jeder Mensch privat seine Maßnahmen trifft, um sich selbst sicher zu fühlen, so können entsprechende Namen auch für Casinos getroffen werden. Der Geschäftsmann gibt an, dass er die Eigenschaft hat, schwer verlieren zu können, deshalb ist er besonders motiviert, das geplante Projekt durchzusetzen und damit erfolgreich zu werden.

Auch Razon blieb von der Finanzkriese nicht verschont. Durch diese verdoppelten sich seine Schulden aus dem Hafengeschäft. Um diese tilgen zu können verkaufte der Geschäftsmann Wertpapiere. Er konnte die Finanzkriese überwinden und sein Geschäft wieder rehabilitieren. Derzeit erstreckt sich dieses über 17 Länder.

Auch für die Umsetzung der Pläne im Bereich des Glücksspiels hat Razon bereits Vorkehrungen getroffen. So wurden ehemalige Mitarbeiter von Las Vegas Sands rekrutiert, um die Erfahrung in das neue Projekt mit einfließen zu lassen und gegebenfalls hilfreiche Kontakte zur Branche in Ländern wie Macao herzustellen.

Da der Philippiner aufgrund seiner Tätigkeit im Hafengeschäft weltweit viele Kontakte pflegt und sein Geschäftsfeld auf verschiedene Länder ausgedehnt hat, erhofft er sich dadurch auch im Bereich des Glücksspiels früher oder später im Ausland expandieren zu können.