Falsches Spiel von Sheldon Adelson?

Falsches Spiel von Sheldon Adelson?

Aktuelle Aufnahmen jedoch wiedersprechen dieser Einstellung eindeutig, denn hier zeigt sich, dass minderjährige Spieler offensichtlich in den Casinos von Sheldon Adelson zugelassen werden.

In der Vergangenheit hatte sich Sheldon Adelson, der CEO einer der größten Casinoketten, mit der eigenen Vereinigung Adelsons Coalition to Stop Internet Gambling dafür gekämpft, dass das Online Glücksspiel unterbunden wird. Dieses Interesse würde der Casinomogul nach eigenen Angaben deshalb verfolgen, weil ihm der Schutz der Jugendlichen sehr am Herzen liege. Pokerspieler hatten dem CEO dies auch so in der Vergangenheit nicht abgenommen. Durch das Auftauchen eines Videos von Tim James wird die Skepsis der Pokerspieler weiter untermauert.

Minderjährige an Spieltischen in Las Vegas

In dem veröffentlichten Video sind Minderjährige Spieler in den Casinos von Sheldon Adelson zu sehen. An den Spieltischen zocken die minderjährigen Spieler und trinken dabei auch Alkohol. Zutritt verschafften die Zocker sich offensichtlich mit gefälschten Ausweisen. Auch im Casino machte keiner der Mitarbeiter Sheldon Adelsons Anstalten, die Spieler nach ihren Ausweisen zu fragen. Beim Online Poker hingegen gibt es strenge Sicherheitssysteme, die es minderjährigen Spielern nicht möglich machen, online zu zocken.

(Bildquelle:theweek.co.uk)

Sheldon Adelson verbietet "Poker News" Berichterstattung

Sheldon Adelson verbietet "Poker News" Berichterstattung

Da Adelson auch als Betreiber des Venetian Hotels and Casinos in Las Vegas bekannt ist, war davon auszugehen, dass das der Grund für seine Meinung gegen das Online Glücksspiel ist. Als CEO der Sands Coorperation war davon auszugehen, dass Adelson sich gegen das Online Glücksspiel einsetzt, um Konkurrenz für das landbasierte Glücksspiel zu vermeiden. Nun allerdings scheint der Milliardär sich auch in Bezug auf andere Glücksspielangebote ein wenig anzustellen, denn er verbot die Berichterstattung über ein Pokertournier im Venetian Resort.

Das Venetian Resort betreibt außerhalb der WSOP den erfolgreichsten Pokerraum der Stadt. Kein Wunder also, dass hier auch andere Turniere ausgetragen werden. Vor Ort wurde nun auch ein Mid-States Poker Tour (MSPT) Event ausgetragen, bei welchem PokerNews als Hauptsponsor fungierte. Dem Unternehmen wurde von Seiten Adelsons nun jedoch verboten über das Turnier zu berichten und den Reportern wurde der Einlass ins Venetian verwehrt.

Das MSPT-Event zählt zu der Reihe der Deep Stack Extravaganza Series und gerade für Pokerfans, die nicht vor Ort sein konnten, sind Events dieser Art besonders interessant. Derzeit ist für die Experten nicht nachzuvollziehen, warum Adelson die Berichterstattung über ein solches Event in seinem Haus verbot.

Von Seiten des Casinomoguls wurde das Verbot der Berichterstattung nicht begründet. Den Reportern wurde ohne Begründung einfach der Einlass verwehrt. Experten gehen davon aus, dass Adelson das Pokergeschäft in seinem Haus minimieren möchte. Die Anzahl der Tische für das MSPT-Event wurde im Vergleich zum letzten Jahr dieses Jahr nun fast um die Hälfte reduziert.

Die Anmeldefrist für das Event fiel besonders kurz aus, sodass Spieler nicht mehr die Möglichkeit hatten, sich entsprechend für das Pokerturnier anzumelden. Hierzu wurde bekannt gegeben, dass nicht mehr Plätze für das Turnier zur Verfügung standen und daher die Anmeldungs-Deadline so früh festgelegt wurde.

Doppelmoral des bekannten Casinomoguls

Doppelmoral des bekannten Casinomoguls

Bei seinem Kreuzzug geht es vor allem um das Angebot von Online Poker. Während die Geschäfte von Adelson sich in erster Linie auf das Angebot von realem und traditionellem Glücksspiel beschränken, so scheint dem Unternehmer gerade das Online Gaming ein Dorn im Auge zu sein. Vermutungen geben an, dass der Unternehmer die eigenen Fälle davon schwimmen sieht, weil das Online Glücksspiel sich mehr und mehr als Konkurrenz zum traditionellen Gaming entwickelt.

Während zuerst noch die Rede davon war, dass Adelson in Verbindung mit der Las Vegas Sands Corporation plant Online Gambling anzubieten, habe sich das Unternehmen nun dagegen entschieden und gleichzeitig will der Unternehmer auch vehement gegen das Angebot von Online Glücksspiel vorgehen.

Derzeit ist Adelson in einer Kampagne aktiv, bei der ein Kinderbild auf der Facebook-Seite von "Coalition to Stop Internet Gambling" darauf hinweisen soll, wie Gefährlich Online Glücksspiel vor allem auch für Minderjährige sein kann. Eigenen Angaben zu Folge wird Adelson sich auch weiterhin gegen das Online Pokern richten und sei gerne bereit, eigene Gelder in Kampagnen dieser Art zu investieren, um die eigene Meinung, die sich innerhalb der vergangenen Monate drastisch geändert zu haben scheint, deutlich machen zu können.

Bei der Kampagne der Coalition to Stop Internet Gambling ist Adelson maßgebend beteiligt. Hier werden gerne Aufmacher genutzt, die auf die Menschen besonders abschreckend wirken. So wird mit Hilfe von Kinderbildern dafür geworben, dass die Spielsucht eben auch eine besonders große Gefahr für die Jugendlichen sein kann und dass man diese durch generelle Verbote schützen müsse. Gerade bei jungen Eltern können durch Kampagnen dieser Art besondere ängste entstehen.

Der Werbetrick ist einfach, denn auch wenn bei jungen Menschen in erster Linie Spieler um die 20 Jahre betroffen sind, so wird mit Kindern gegen Online Poker geworben. Mittlerweile haben sich verschiedene Gruppen gebildet. Zum einen die Seite der Organisation gegen das Online Glücksspiel, mit Sheldon Adelson als Fürsprecher, zum anderen sind aber auch große Casinokonzerne auf die Kampagnen aufmerksam geworden und schließen sich nun Behörden wie der Poker Players Alliance an, um die Wirklichkeit nicht zu verzerren und sich für das Online Pokern einzusetzen.

Sheldon Adelson gegen Online Glücksspiel

Sheldon Adelson gegen Online Glücksspiel

Der Casinomogul hat bis hierher schon mehrfach deutlich gemacht, dass Online Glücksspiel in Amerika nicht erlaubt werden sollte. Nun geht er einen Schritt weiter und unterstützt die Lobbyisten in Washington D.C. mit finanziellen Mitteln, um das Online Glücksspiel für die USA abzuwenden.

Der neuste Schlag gegen das Online Glücksspiel soll eine Organisation sein, die den Namen Coalition to Stop Internet Gambling tragen wird. Diese plant Adelson ins Leben zu rufen, um damit weiterhin gegen das Online Gaming vor allem aber auch gegen das Online Poker vorzugehen. Mit hohen Investitionen soll mit Hilfe der Organisation eine Werbekampagne ins Leben gerufen werden, bei der Kinder als mögliche Opfer von Online Poker präsentiert werden sollen. Mit einem solchen, abschreckenden Beispiel will der Milliardär die Menschen von seiner eigenen Meinung überzeugen.

Nach Angaben des persönlichen Umfelds gehe Adelson mit einer besonderen Leidenschaft an seinen eigens eingeführten Kreuzzug heran. Er stecke viel Arbeit und Energie in seine Pläne das Online Pokern vom Markt in den USA zu verbannen. Bisher ist das Online Gaming bereits in drei amerikanischen Bundesstaaten erlaubt. Es wurde bereits angekündigt, dass im nächsten Jahr weitere Bundesstaaten diesem Beispiel folgen sollen. Adelson versucht mit seinen Taten nun die Weiterverbreitung des Online Glücksspiels in Amerika zu verhindern und die anderen Staaten von der Regulierung des Online Glücksspiels abzubringen.