Casinos Austria AG vom Beirat bevorzugt

Casinos Austria AG vom Beirat bevorzugt

Nichtsdestotrotz war der österreichische Monopolist bei der ersten Lizenzvergabe der Casinolizenzen in Österreich leer ausgegangen und reichte aufgrund dessen Beschwerde ein. Dies führte erst einmal zu nichts, außer dazu, dass weiterhin auf eine Vergabe der Lizenzen in Österreich gewartet wird.

Das Bundesverwaltungsgericht befasst sich aktuell mit der Vergabe von drei neuen Casinolizenzen in Wien und Niederösterreich. Die Casinos Austria waren bei dem vergangenen Bescheid des Finanzministeriums bei allen Standorten leer ausgegangen und hatte daher Beschwerde eingereicht. Ob diese Beschwerde dazu führen wird, dass die Casinos Austria in Zukunft eine der Lizenzen erhalten werden, bleibt aktuell noch abzuwarten. Das Warten ist es auch, woran alle nun gewohnt sind, denn eine Entscheidung ist noch immer nicht in Sicht. So lange keine finale Entscheidung getroffen wurde, kann kein Unternehmen die nächsten Schritte einleiten und zum Beispiel den Casinobau in Auftrag geben.

Schwere formale und inhaltliche Fehler

De Casinos Austria geben an, dass sie nicht deshalb Beschwerde eingereicht haben, weil sie leer ausgegangen waren, sondern weil es bei der vergangenen Ausschreibung schwere inhaltliche und formale Fehler gegeben haben soll. Die eingereichte Beschwerde führt nun dazu, dass weiterhin gewartet werden muss, bis das Gericht zu einem Ergebnis kommt. Neusten Meldungen zufolge soll es nun im Sommer zu einer Entscheidung kommen, die bereits von allen Beteiligten mit Spannung erwartet wird.

Neuordnung der Eigentümerstruktur der Casinos Austria AG

Neuordnung der Eigentümerstruktur der Casinos Austria AG

Die Privatisierung des Unternehmens scheint direkt einige Interessenten auf den Plan zu rufen, von denen einige bereits Interesse an den Casinos Austria bekundet haben. Zu den Interessenten zählen Peter Goldscheider mit seiner Investmentfirma Epic zusammen mit den tschechischen Milliardären Karel Komarek (KKCG) und Jiri Smejc, das niederösterreichische Glücksspielunternehmen Novomatic, Investor Ronny Pecik und Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer im Namen von Bautycoon Hans Peter Haselsteiner.

Das Interesse an dem Glücksspielunternehmen scheint weltweit groß zu sein, nach aktuellen Angaben haben sich bereits Interessenten aus den USA und aus Israel gemeldet. Nun bleibt abzuwarten, für welche Eigentümerstruktur der Finanzminister sich entscheiden wird. Fest steht jedoch, dass der Staat eine Sperrminorität an dem Unternehmen behalten wird.

Aktueller Stand unbekannt

Die äußerung von Seiten des Unternehmens und von Seiten der Interessenten fallen aktuell eher gering aus. Es scheint so, als habe keines der interessierten Unternehmen einen Kommentar zu dem Thema abzugeben. Vielleicht hängt dies auch damit zusammen, dass es für den Finanzminister Schelling aktuell erst einmal darum geht, die derzeitigen Eigentümer von dem Verkauf ihrer Anteile zu überzeugen.

Die Aktuellen Anteile sind durch ein Syndikat miteinander verbunden und so kommt es dazu, dass die Anteile aktuell durch Banken, Versicherungen, Privatstiftungen und weiteren Anteilseignern gehalten werden. Die Verkaufsgespräche wurden überhaupt erst aktuell, weil die die Privatstiftung von Maria-Theresia Bablik angekündigt hatte, die eigenen Anteile (16,8 Prozent) verkaufen zu wollen.

Prozess um den österreichischen Millionengewinn beendet

Prozess um den österreichischen Millionengewinn beendet

Der Prozess wurde nun beendet und das Casino Bregenz zahlte dem Spieler eine Million Euro als Vergleichssumme aus. Das österreichische Casino hatte den Gewinn von Anfang an nicht ausgezahlt und nicht auszahlen wollen, da es sich laut dem Unternehmen um einen Softwarefehler handelte.

Der 26-jährige Automatenspieler aus der Schweiz spielte im Casino Bregenz an einem Spielautomaten, an dem er dann eine Summe in Höhe von 43 Millionen Euro gewann. Doch diese Summe wurde von der Casino Austria AG nicht ausgezahlt, da diese versicherte, dass der Jackpotgewinn auf einen Softwarefehler an dem Spielautomaten zurückzuführen sei.

In dem anschließenden Prozess forderte der Schweizer Spieler Schadensersatz in Höhe von 5 Millionen Euro. Noch vor dem eingeleiteten Prozess bot die Casino Austria AG Merlaku eine Summe in Höhe von 500.000 Euro, die der Automatenspieler jedoch nicht annahm. Der Prozess dauerte nun letztlich mehrere Monate und der 26-jährige konnte eine Summe in Höhe von einer Million Euro für sich beanspruchen. Nun wurde der Prozess eingestellt.

Für den Schweizer ist es auf gewisse Weise tragisch, dass er von einem Gewinn in Höhe von 43 Millionen Euro lediglich eine Million Euro ausgezahlt bekommen hat. Der Spieler klagte auch nur auf 5 Millionen Euro, da der Streitwert bei einer Klage auf die gewonnenen 43 Euro zu hoch gewesen und für den Spieler unbezahlbar gewesen wären. Die Million ist nun zwar besser als nichts, aber im Vergleich zu den 43 Millionen Euro auch gleichzeitig fast gar nichts.

Verderben viele Köche den Brei?

Für die Bekanntmachung einer Spielbanklizenz in Liechtenstein haben sich zwei Kandidaten eingestellt. Diese sind die Casinos Austria AG und die Casino Admiral AG aus Vaduz.

Ersteres Unternehmen will die Spielbank bei einer Zusage zusammen mit dem Casino Vaduzerhof AG leiten und letzteres gehört zu zwei Dritteln der ACE Holdings AG, die wiederum Teil des niederösterreichischen Novomatic-Konzerns ist. Die Regierung des kleinen Fürstentums hatte das Verbot von Glücksspiel aus dem Jahre 1949 vor kurzem abgeschafft, damit sollten die Wirtschaft und der Staatsetat in Schwung kommen.

Die Bewerbungsfrist für die Lizenz lief bis Ende März 2011 und war mit einer Bearbeitungstaxe von 20.000 Franken verknüpft. Die Zulassung läuft maximal 6 Jahre und zum Ablauf dieser Frist muss ein Entwicklungsbericht angefertigt und eingereicht werden.

Die änderungen am liechtensteinischen Geldspielgesetz wurden zu Beginn dieses Jahres gültig und beinhalten auch Zulassungen für Online Glücksspiele. Dem Generaldirektor des ersten Unternehmens zufolge holt sein Konzern mithilfe eines gut gelaufenen ersten Quartals 2011 die Umsatzeinbußen des vergangenen Jahres wieder auf.

Das Unternehmensresultat belief sich vor zwei Jahren auf 56, 4 Millionen Euro und sank im Folgejahr um rund 4 Millionen. Die Auslandstochter Casinos Austria International hatte mit ihren Verlusten von mehr als 35 Millionen Euro erheblichen Einfluss auf diese Zahlen.

Dies wurde mit den wachsenden Online Glücksspiel und dem Rauchverbot in den Spielstätten begründet. In der Umgebung von Liechtenstein gibt es aktuell genügend Spielbanken für die Einwohner. Sechs Spielstätten in den Nachbarländern Schweiz, Deutschland sowie Österreich sind nur 30 Autominuten entfernt.

Das Casino in Bregenz, das auch von den Casinos Austria geleitet wird, hat dem Unternehmenssprecher zufolge, eine Lage, die der liechtensteinische Hauptstadt ähnele, deswegen wolle man diese Zulassung gerne bekommen.

Österreichisches Unternehmen will neue Aufgaben antreten

Nun ist es amtlich, dass die österreichische Casinos Austria AG nach eigenen Informationen in Kürze ihren Unternehmensanteil von 45 Prozent am Grand Casino in Luzern an den Mehrteilseigner, der Kursaal Casino AG Luzern abtritt.

Auch die Teilhabe am neuen Alleineigner von 5 Prozent wird gänzlich veräußert. Keines der beiden Unternehmen wollte sich über den Verkaufspreis äußern. Bereits seit 15 Jahren kooperiert das österreichische Unternehmen mit dem Luzerner Grand Casino.

Der Zweck sei es gewesen, die Zulassungen für die Spielbanken für den Standort Luzern zu bekommen und Fachwissen weiterzugeben, so die Kursaal Casino AG Luzern in einer Pressemitteilung. Diese Aufgabe sei erfüllt worden, weswegen nun der richtige Zeitpunkt für die Veräußerung erreicht sei, sagt ein Sprecher des österreichischen Konzerns.

Nach Aussage des Verwaltungsrat seien auch der schon jahrelang gleichbleibende Casino Markt, die hohen Steuern für die Spielbanken soweit das Rauchverbot ausschlaggebend für diesen Schritt gewesen.

Casinos Austria hat für das Luzerner Grand Casino nur die besten Wünsche und will neue Areale erschließen. Man möchte zukünftig mehr in wachsende Märkte wie Italien und in den Sektor "Online Casino" stecken.

In der Schweiz hat der Konzern nach wie vor Anteile an den Casinos in Bern, Lugano und St. Moritz inne. Im letzten Jahr hatte das österreichische Unternehmen schon Anteile am Grand Casino in St. Gallen, am Pfäffikoner Casino und am Schaffhausener Casino veräußert.

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