Abstoßung der Beteiligung an Casinos Austria

Abstoßung der Beteiligung an Casinos Austria

Der Drittanteil wurde von dem Gutachter auf 120 bis 140 Millionen Euro geschätzt. Dies würde bedeuten, dass die Casinos Austria einen Wert von einer halben Milliarde Euro unterschreiten.

Ausstieg nicht so einfach

Durch dieses Gutachten wird nun die Beteiligung an der CASAG von Seiten der Unternehmer in Frage gestellt. Der Ausstieg beziehungsweise die Abstoßung der Anteile ist bei einigen Unternehmen im Gespräch. Unter Anderem ist bei der OeNB eine Abstoßung der Anteile im Gespräch, allerdings hat der Gutachter hier bereits deutlich gemacht, dass ein Ausstieg nicht so einfach sei.

Es müsse ein marktkonformer Preis gezahlt werden, selbst wenn die Anteile lediglich von der OeNB zur neu aufgestellten öIAG verschoben werden sollten. Wenn kein marktkonformer Preis erzielt werden kann, dann müsste das Paket ausgeschrieben werden, so die Erklärung des Gutachters.

Neben dem Ausstieg der OeNB sind offensichtlich bereits weitere Unternehmen dabei die Abstoßung der Anteile in Betracht zu ziehen. Bei der Kirchenbank Schelhammer & Schattera (5,31 Prozent) und der MTB-Privatstiftung (16,79 Prozent) ist auch bereits der Ausstieg im Gespräch.

Erfolgreiches Geschäftsjahr 2010 für Casinos Austria

Schon im Jahr 2009 glänzte die Casinos Austria Gruppe mit erfolgreichen und sehenswerten Umsätzen. Wo zuerst noch gedacht wurde, dass der Umsatz von 2009 nicht übertroffen werden kann, haben die Betreiber sich mit dem Jahr 2010 selber überrascht.

Im Jahre 2009 lag der Rekordumsatz bei 3,181 Milliarden Euro, was im Jahr 2010 noch durch einen Umsatz in Höhe von 3,188 Milliarden Euro ?bertrumpft wurde. Die gesteigerten Umsätze kämen laut Experten wohl vorrangig durch die Inlandseinnahmen zustande, da der internationale Markt nur bedingt Umsätze abwirft, da dieser durch die anhaltende Wirtschaftskrise geschwächt bleibt.

Im Vergleich zum Jahre 2009 schien das Jahr 2010 für die Casinos Austria Gruppe gar nicht so gut anzulaufen, da die Umsätze erst zurückgingen. Trotz steigernder Besucheranzahl erlitten die Einnahmen einen Rückgang. Zufrieden waren die Casinobetreiber allerdings trotzdem, da sie mit Stolz erfüllt waren, dass die Gäste trotz der finanziellen Belastung dem Unternehmen treu blieben.

Dass am Ende des Geschäftsjahres 2010 dennoch ein so erfolgreiches Plus auf den Konten verbucht werden konnte, ist nicht zuletzt auf die gut durchdachten Finanzpläne des Unternehmens zurückzuführen. Die Neubesetzung im Finanzvorstand kann für so ein erfolgreiches erstes Jahr in diesem Job mit Stolz erfüllt sein. Die Bilanzen des Unternehmens sprechen in diesem Fall eine eindeutig positive Sprache.

Neben dem Gesamterfolg der Casinos Austria Gruppe sei besonders die Entwicklung der Tochterunternehmen bemerkenswert, da diese sich gut auf dem Markt etablieren konnten. Casinos Austria International (CAI) musste in dieser Hinsicht auf dem internationalen Markt jedoch einige Einbußen hinnehmen.

Verantwortlich gemacht werden hierfür die unklaren Marktsituationen in den Ländern und die anhaltenden Unklarheiten und Diskussionen über die gesetzlichen Regelungen für die Länder.

Durch die Neuorientierung und den damit verbundenen Einstieg in die neuen Märkte wie Großbritannien und Italien, durch den Beginn im Online Geschäft und Investitionen in neue Casinobauten musste die AI Gruppe ein ganz schönes Minus, gerade im Vergleich zum Vorjahr, verkraften.

Der Anfang des neuen Jahres 2011 scheint außerdem vielversprechend für die Unternehmensgruppe. Steigende Umsätze und steigende Besucherzahlen sprechen hier schon eine ganz klare Sprache.

Da in Österreich die Konzessionen im Jahr 2011 neu vergeben werden sollen, erfüllt das die Inhaber des Unternehmens noch einmal mit Spannung. Trotz gutem Jahresstart bleibt die Entwicklung für das Unternehmen erst einmal abzuwarten. Auch der internationale Zweig des Unternehmens spricht von einem positiven Jahresbeginn.

Nach der Durststrecke im Jahr 2010 fängt das Jahr 2011 für das internationale Unternehmen wohl recht positiv an und Steigerungen der Umsätze und Besucherzahlen können sich laut Expertenaussage bisher schon sehen lassen.