Casinoeröffnung in Liechtenstein rückt näher

Casinoeröffnung in Liechtenstein rückt näher

Lange Zeit war es still rund um die Planung eines Casinos in Liechtenstein. In den vergangenen Jahren war dies immer wieder Thema. Bis heute hat noch kein Casino vor Ort eröffnet. Doch nun soll es tatsächlich nicht mehr lange dauern, bis der Glücksspieltempel „Admiral“ in Ruggell seine Türen öffnet.

Casinoeröffnung Mitte August?

Die Pläne des Betreibers sind ambitioniert, nachvollziehbar nach einem so langen Hin und Her. Bereits Mitte August soll das „Admiral“ Casino in Ruggel seine Türen für die Besucher öffnen. Bis dahin ist jedoch noch einiges zu tun. Das wichtigste fehlt aktuell sogar noch, nämlich die Bewilligung. Der Betreiber jedoch hat diesbezüglich keine Sorgen und gibt an, dass es mit der Bewilligung keine Probleme geben wird. Daher wird auch ohne Bewilligung bereits weiter daran gearbeitet, dass das Casino bis Mitte August bereit ist.

Der Konkurrenzdruck steigt

Neben der fehlenden Bewilligung gibt es noch weitere Komponenten, die die Casinoeröffnung erschweren könnten. Der Konkurrenzdruck steigt, denn nicht nur das „Admiral“ Casino soll jetzt endlich an den Start gehen, auch arbeiten andere Betreiber auf Hochtouren daran, dass weitere Casinos in Liechtenstein entstehen. Zur Konkurrenz gehören:

  • Spielbetrieb der Casinos Austria in Schaanwald
  • Casino im Vaduzer Hof von Wolfgang Egger

Drei Casinos sind in Liechtenstein geplant, ob es dafür tatsächlich auch die Bewilligungen geben wird? Bisher ist diesbezüglich wohl noch nichts final, doch die Betreiber sind bereits mit den Baumaßnahmen beschäftigt.

Casinos Austria Casinoprojekt in Liechtenstein

Casinos Austria Casinoprojekt in Liechtenstein

Auch wenn die Casinoeröffnung in Liechtenstein offensichtlich noch in weiter Ferne liegt, so gibt es bereits drei Interessenten, die vor Ort ein Casino eröffnen wollen. Zu diesen Interessenten gehören auch die Casinos Austria.

Das Glücksspiel ist erst seit kurzem im Fürstentum erlaubt und die Ausschreibung für Casinokonzessionen ist erfolgt. Bisher hat jedoch keiner der Bewerber einen konkreten Antrag gestellt, bisher wurde nur Interesse bekundet und die Interessenten verfolgen die Ausarbeitung der eigenen Pläne für die Casinoeröffnung in Liechtenstein.

Casinoprojekt in Vorarlberg:

  • Casinos Austria planen eine Casinoeröffnung an der Grenze zu Vorarlberg
  • aktuelle Projektentwicklung im Geschäftshaus „Pirandello“ in Schaanwald
  • bisher keine konkreten Informationen von Seiten der Casinos Austria
  • Projektvorhaben durch Geschäftsleitung der ITW, Inhaberin der Liegenschaft in Schaanwald, bestätigt

Zu den Konkurrenten für die Casinos Austria in Liechtenstein gehören der niederösterreichische Glücksspielkonzern Novomatic und Unternehmer Wolfgang Egger. Novomatic ist seit einiger Zeit nun Großaktionär bei dem teilstaatlichen österreichischen Konzern Casinos Austria. Neben Novomatic und Egger als Konkurrenten, könnten die Casinos Austria sich selbst Konkurrenz machen.

Problematische Ausschreibung in Liechtenstein

Die Realisierung eines Casinos in Liechtenstein ist bereits seit geraumer Zeit ein Thema. Glücksspiel war vor Ort von 1949 bis 2010 verboten. Vaduz schrieb eine Spielbanklizenz aus, auf die sich die Casinos Austria, aber auch Novomatic bewarben. Der Zuschlag ging an die Casinos Austria, was dazu führte, dass Novomatic gegen die Ausschreibung erfolgreich vor Gericht vorging. Der Rechtsstreit endete mit einer Neuausschreibung der Konzession.

Bei der ersten Ausschreibung hatten sich die Casinos Austria gemeinsam mit dem Unternehmer Wolfgang Egger für die Lizenz beworben. Geplant war das Projekt Vaduzerhof. Es gab interne Streitigkeiten, was dazu führte, dass die Casinos Austria als auch Egger nun unabhängig voneinander als Interessenten für die Konzession in Liechtenstein auftreten.

Machtspiel um Casinos Austria

Machtspiel um Casinos Austria

Wie in den vergangenen Wochen mehrfach berichtet bleibt es weiterhin spannend, wie die Übernahme der Casinos Austria fortgeführt werden soll und wer bei dem teilstaatlichen Österreichischen Unternehmen am Ende tatsächlich das Sagen haben wird.

In der Vergangenheit gab es viele Pläne, doch gleichzeitig scheiterte die Umsetzung an den gesetzlichen Regelungen. Der niederösterreichische Konzern Novomatic hatte vor, die Kontrolle über die Casinos Austria und über dessen Beteiligung Österreichische Lotterien GmbH zu erhalten. Dieser Plan wurde zunichte gemacht, zum einen durch das Wettbewerbsrecht und aber auch durch den zweiten Interessenten, dem international tätigen Prager Lotterienbetreiber Sazka.

Während der niederösterreichische Glücksspielkonzern Novomatic einen Teil der Anteile an der Casag übernehmen konnte, war auch der Lotteriebetreiber Sazka durchaus erfolgreich. Hinter diesem Unternehmen stehen die tschechischen Unternehmer Karel Komarek und Jir Smejc. Die Unternehmer scheinen nun, ähnlich wie Novomatic, den Plan zu verfolgen, den eigenen Einfluss bei der Casinos Austria geltend zu machen. Damit stehen die Sazka Group und Novomatic in direkter Konkurrenz zueinander. Das Machtspiel um die Casinos Austria ist demnach in vollem Gange.

Die Sazka Group als größter Einzelaktionär

Für Sazka waren die vergangenen Wochen im Hinblick auf die Kontrollübernahme bei den Casinos Austria durchaus erfolgreich. Sazka sicherte sich die Mehrheit an einer dieser Holdings, der „Medial“. In Zahlen bedeutet dies, dass Sazka aktuell 38,29 Prozent an der Casinos Austria AG hält und damit der größte Einzelaktionär bei diesem Machtkampf ist.

In Bezug auf die Mehrheit an einer dieser Holdings muss lediglich auf die kartellrechtliche Genehmigung gewartet werden. Die Republik Österreich hält im Vergleich 33,24 Prozent der Anteile. Unabhängig von den Anteilen ist es nun jedoch so, dass in der neuen Casinos-Gesellschafterstruktur niemand die Mehrheit hat.

Dies bedeutet, dass die Aktionäre sich bei anstehenden Entscheidungen versammeln müssen, um so zu einem Einvernehmen zu kommen. Hierbei könnte es in Bezug auf die Video Lottery Terminals (VLTs) in Zukunft schwierig werden. Denn während Novomatic sich bereits in der Vergangenheit für die vermehrte Aufstellung der VLTs eingesetzt hatte, hatte sich die Casag bisher eindeutig dagegen ausgesprochen. Es bleibt spannend, wer sich bei dem Machtspiel rund um die Casinos Austria durchsetzen wird und welche Entscheidungen letztendlich gefällt werden.

Erfahrung und Selbstdisziplin – ein Portrait über Karl Stoss

Erfahrung und Selbstdisziplin – ein Portrait über Karl Stoss

Karl Stoss gehört in der Glücksspielbranche zu den bekannten Persönlichkeiten. Als Casinos Austria CEO erhielt er Ende November das Große Golden Ehrenzeichen der Republik Österreich. Der vielbeschäftigte Mann spricht in einem Interview über die Glücksspielbranche, seine Tätigkeiten, seinen Werdegang und gibt sogar ein paar private Details preis.

Der Werdegang von Karl Stoss:

  • Matura in der Textilschule
  • Bundesheer
  • Arbeit bei Benedikt Mäser in der Textilindustrie
  • Studium mit Nebenjobs als Skilehrer und Fernfahrer

Seine Tätigkeiten heute:

  • doppelter CEO, sowohl in den Casinos Austria als auch in den Österreichischen Lotterien
  • CEO bei der Entertainment GmbH (Tochtergesellschaft der Lotterien und der Casinos, mit Win2day, Winwin und tipp3)
  • Aufsichtsratspräsident der Casinos Austria International
  • Aufsichtsratspräsident Casinos Austria Swiss
  • Aufsichtsrat Casino Kopenhagen (DNK)
  • Aufsichtsrat Casino Munkebjerg (DNK)
  • Aufsichtsrat Reef Casino Trust (AUS)
  • Präsident Österreichisches Olympisches Comité
  • Mitglied Internationales Olympisches Komitee
  • Mitglied im Investitionsausschuss und im Aufsichtsrat bei Signa
  • Johann Frischeis Stiftung
  • Propter Homines Stiftung (LIE)
  • Aufsichtsrat Uniqa Privatstiftung AG
  • Aufsichtsrat Silvretta Montafon

Das Tätigkeitsfeld von Carl Stoss ist heute umfassend. Doch auch der Lebenslauf von Stoss war nicht geradlinig. Er ist in nicht reichen Verhältnissen aufgewachsen, so war es auch anfangs nicht klar, ob ein Studium sich überhaupt finanzieren lässt. Durch die eigene Zielstrebigkeit konnte der heutige CEO sich sein Studium selbst finanzieren, was seiner eigenen Aussage nach eine gute Erfahrung für das Leben und seine spätere berufliche Laufbahn war.

Stoss ist heute ein vielbeschäftigter Mann. Trotzdem schafft er es auch Familie und Freunde in seinen Alltag mit einzubeziehen. Seine Frau lernte er im Studium kennen und durchlebte mit ihr eine nicht einfache Zeit, die vor allem von finanziellen Rückschlägen gezeichnet war. Während es zur Studienzeit viele Rückschläge gab, ist sein Tätigkeitsfeld von heute von Erfolg gekrönt. Die Auszeichnung mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen der Republik Österreich bedeutet für Stoss eine Anerkennung für sich selbst und die gesamte Belegschaft.

Der Kampf um die Casinos Austria Anteile bleibt spannend

Der Kampf um die Casinos Austria Anteile bleibt spannend

Zum Ende des vergangenen Jahres gab es Neuerungen in Bezug auf die Verteilung der Anteile an den teilstaatlichen Casinos Austria. Nach langem hin und her wurde dem niederösterreichischen Glücksspielriesen Novomatic die Zusage für einen Teil der Anteile erteilt. Somit konnte sich der Konkurrenz-Konzern fast ein Drittel an den Anteilen an den Casinos Austria sichern. Der Staat hat nun entschieden ein Drittel selbst behalten zu wollen. Mit im Bietergeschäft dabei ist die tschechische Sazka Group, diese konnte nun den Zuschlag für weitere Anteile erhalten.

Casinos Austria Anteile:

  • Abgabe von Anteilen der teilstaatlichen Casinos Austria
  • Uniqa-Versicherung gibt ihre Anteile an ein tschechisches Bieterkonsortium ab
  • es geht um einen Anteil von jeweils 11,35 Prozent an den Casinos
  • Anteile gehen an die tschechische Came Holding
  • Came Holding hält dann insgesamt 34 Prozent (inklusive bestehender Anteile) an der Casinos Austria
  • Came gehört zu der tschechischen Sazka Group

Der ursprüngliche Plan der Uniqa war ein anderer. Eigentlich sollte der Casinos-Anteil der Versicherung an Novomatic verkauft werden. Hier wurde jedoch durch das Kartellgericht ihn erster Instanz ein Riegel davor geschoben. Sowohl Uniqa als auch Novomatic rechneten zu diesem Zeitpunkt nicht mehr mit einer kartellrechtlichen Freigabe der Transaktion. Darauf folgte die Vertragsauflösung beider Unternehmen.

Came Holding als einer der größten Lotterie- und Glücksspielkonzerne Europas

Came Holding gehört zu der tschechischen Sazka Group. Bekannt ist das Unternehmen als einer der größten Lotterie- und Glücksspielkonzerne Europas. Bekanntheit erlangte Came Holding vor allem durch die hohen Wettumsätze. Als jährlicher Wettumsatz wird ein Betrag in Höhe von mehr als 15 Milliarden Euro festgelegt, wodurch dem Unternehmen ein konsolidierter Gewinn in Höhe von 850 Millionen Euro pro Jahr bleibt.