Bayerns Spielbanken vor dem Aus

Bayerns Spielbanken vor dem Aus

Die neun Casinos Bayerns schreiben weiterhin rote Zahlen, befinden sich im Minus und alle Bemühungen die Spielbanken zu retten scheinen bisher vergeblich. Natürlich sorgt dies für Verzweiflung bei den zuständigen Personen. Mit dem Minus zu kämpfen hat die Lotterieverwaltung Bayerns. Es gab bereits einige Ideen, die die Spielbanken retten sollten, wie zum Beispiel den Glücksspiel-Express, der mehr Besucher in die Spielbanken locken sollte. Weitere Pläne befinden sich auf den Tischen der Verantwortlichen, doch bisher ist keine Erfolgschance in Sicht.

Um die Verluste der Casinos in Bayern aufzugfangen, musste im vergangenen Jahr erneut der Freistaat einspringen und Millionen spenden, um die Spielbanken zu retten. Ein wenig Verzweiflung mischt sich auch bei Erwin Horak, dem Präsidenten der Bayerischen Spielbanken, unter die freundliche Miene. Im vergangenen Jahr sank der Bruttospielertrag der bayrischen Spielbanken um neun Prozent.

Die Spielbank Bad Wiessee, auf der alle Hoffnung lag, da diese die beliebteste und meist besuchte Spielbank Bayerns war, fuhr Verluste von sogar 17 Prozent ein. Während die Erträge sinken bleiben die Kosten für den Betrieb der Spielbanken gleich oder steigen sogar nur noch. Ein großes Problem, für welches in naher Zukunft eine Lösung gefunden werden muss, bevor die Spielbanken des Bundesstaates Bayerns nach und nach geschlossen werden.

Das größte Problem mit Bayerns Spielbanken wird nicht im Angebot von eben diesen gesehen, sondern vielmehr mit der illegalen Konkurrenz. Die Angebote im Internet vermehren sich stetig und auch die Spielhallen, die zum Teil illegal sind, wachsen weiterhin an. Durch die Konkurrenzangebote und die nicht vorhandenen Regelungen bei diesen, zieht es viele Spieler eher ins Internet oder in die Daddel-Hallen, weil diese weniger der Kontrolle unterliegen als die staatlichen Spielbanken. Neben der Konkurrenz haben sich auch in den Spielbanken selber die Zeiten verändert.

Während der Spielbankenbesuch früher viel mit Glanz und Gloria und Gästen mit reich gefüllten Geldbeuteln zu tun hatte, so hat das Glücksspiel in den Casinos seinen Glanz heute verloren. ältere Stammkunden im Rentenalter sind die Besucher, die häufiger in den Casinos anzutreffen sind, keine jungen Leute und auch meist keine reichen. Die Stammgäste lassen sich an zwei Händen abzählen und Neukunden werden von den Casinos kaum noch geworben.

Während teilweise die Rufe nach Schließungen immer lauter werden, so will Horak für den Erhalt der staatlichen Spielbanken kämpfen. Er habe den Auftrag mit seinen Spielbanken geregeltes Glücksspiel anzubieten, aus staatlicher Hand ohne Betrug oder Kriminalität. Das Abdrängen in die Welt des Online Glücksspiels sei schlecht für die Spieler, da die mehr und mehr der Spielsucht verfallen, so die Experten.

Nachdem das Rauchverbot eingeführt wurde und die öffnungszeiten für die Spielbanken sich verkürzten konnten die Betreiber der Spielbanken zwar Einsparungen vornehmen, jedoch nicht genug, da die Gäste weiterhin ausbleiben und zum Spielen lieber zur Konkurrenz gehen. Mit einem neuen Konzept soll den Spielbanken Bayerns auf die Sprünge geholfen werden.

Man wolle mehr jüngeres Publikum anziehen und aus den Casinos Clubs machen, die auch besucht werden können, wenn man sich nicht zum Spielen in die heiligen Casinohallen begibt. Wer einen netten Abend verbringen will, soll in Zukunft ein Besuch in einer Spielbank in Betracht ziehen und so soll die Anzahl der Besucher in den bayrischen Spielbanken langfristig gesteigert werden.