Ein herausforderndes Geschäftsjahr 2015

Ein herausforderndes Geschäftsjahr 2015

Umso erfolgreicher ist das Unternehmen im Hinblick auf die Schwierigkeiten des vergangenen Jahres, denn es konnte trotz verschiedener Hürden ein Umsatzanstieg generiert werden.

Viele Casinos in der Schweiz und auch anderen Ländern kämpfen mit rechtlichen Bedingungen, wirtschaftlichen Situationen und der allgemeinen Einstellung zum Glücksspiel. Auch in Luzern gab es schwierige Bedingungen im vergangenen Jahr, zu denen folgende zählten:

– starke Franken

– Überregulierung

– Verlust von Marktanteilen an ausländische Mitbewerber

– Abwanderung von Schweizer Gästen ins grenznahe Ausland

– Konkurrenz durch illegale Glücksspielanbieter und Online Glücksspiel

– neue Konkurrenz durch das neue Casino in Zürich

Trotz verschiedener Hürden und Stolpersteine konnte das Grand Casino Luzern durchweg Erfolge verbuchen. Die Einnahmen sind leicht gestiegen und mit Hilfe von Innovationen konnten Stammgäste vor Ort gehalten werden. Die Leistung des Casinos wurde auch direkt zu Beginn des Jahres 2016 belohnt, denn das Casino wurde mit dem „Casino Award“ als bestes Casino der Schweiz ausgezeichnet. Die Auszeichnung betonte vor allem noch einmal die Freundlichkeit und Kompetenz der Angestellten und das vielfältige Gastro- und Unterhaltungsangebot.

Schweizer Casinos mit schlechter Bilanz

Schweizer Casinos mit schlechter Bilanz

Offensichtlich scheinen die Spieler mit dieser Entscheidung nicht einverstanden zu sein, denn wider erwarten sind die Spielbanken mit ihrem Monopol nicht sehr erfolgreich.

Es werden zwar Turniere veranstaltet, jedoch sind diese meistens nicht gefüllt. Die Annahme mit Hilfe von Poker mehr Kunden in die eigenen Hallen locken zu können hat sich bisher für die Betreiber der Spielbanken nicht bestätigt.

Bevor diese Entscheidung getroffen wurde, waren die privaten Poker Lounges vermehrt in den Schweizer Städten aufgetaucht und die Spieler haben diese begeistert genutzt. So entstand zu dem damaligen Zeitpunkt ein Konkurrenzkampf zwischen den Spielbanken und den privaten Pokeranbietern. Nachdem die Eidgenössische Spielbankenkommission ESBK und das Bundesverwaltungsgericht der Schweiz entschieden hatten, dass das Pokern mehr ein Geschicklichkeitsspiel als ein Glücksspiel ist, legten die Spielbanken Beschwerde vor dem Bundesgericht ein.

Die Spielbanken bekamen Recht und freuten sich an dieser Stelle, da sie davon ausgingen, sich dadurch gegen die Konkurrenz durchgesetzt zu haben. Die Spielbanken gingen davon aus, dass sie ab diesem Zeitpunkt einen regen Besucheransturm erwarten könnten. Nachdem dieses Urteil nun gute zwei Jahre zurückliegt müssen die Betreiber jedoch eine ernüchternde Bilanz ziehen, denn die Besucheranstürme sind ausgeblieben. Auch die Einkünfte der Casinos gehen zurück, die Bilanz ist trostlos.

Die Pokerspieler scheinen jedoch zur gleichen Zeit von Anfang an nicht begeistert gewesen zu sein, von der Taktik der Casinos. Nach Meinung der Spieler ging es den Spielbanken von Anfang an um ihren eigenen Vorteil und dies scheinen die Spieler nicht unterstützen zu wollen. Die Casinos geben an, dass nur in einer richtigen Spielbank der entsprechende Schutz und die Sicherheit für die Spieler garantiert werden können, doch eben diese sind in Bezug darauf ganz anderer Meinung. Die Spieler selbst spielen daher lieber privat oder im Internet anstelle die Spielbanken der Schweiz zu besuchen.

Die Spielbanken selber scheinen gleichzeitig, trotz der ernüchternden Ergebnisse, weiterhin an dem Poker-Monopol festhalten zu wollen. In der nächsten Zeit steht ein Beschluss des Nationalrats an, der entscheiden wird, ob demnächst auch Pokerturniere mit kleinem Einsatz von privaten Anbietern veranstaltet werden dürfen. Es bleibt also spannend, wie sich die Situation in der Schweiz entwickeln wird.

Manipulierte Spielkarten im schweizer Casino

Eine Meldung aus der Schweiz mutet derzeit wie aus dem Wilden Westen an. Mehrere Mittarbeiter wurden demnach vergangene Woche aus dem schweizerischen Casino in Lugano suspendiert. Grund dafür waren gezinkte Spielkarten. Die Staatsanwaltschaft in Tessin ermittelt jetzt aufgrund schwer wiegender Vorfälle zum Schaden des Unternehmens.

Die Tessiner Zeitung Corriere del Ticino berichtete, dass in dem Casino ein ausgeklügeltes Betrugssystem mit manipulierten Karten verwendet worden sei. Im Casino müssen meherer Mitarbeiter darüber bescheid gewusst haben, sonst hätte sich dieses komplizierte System nicht verwirklichen lassen. In die Sache müssten also Croupiers, Kontrolleure und auch Sicherheitsleute eingeweiht gewesen sein.

Die Casinoleitung sollte eigentlich, um die Ermittlungen nicht zu gefährden, Stillschweigen zu den Vorfällen, die bereits im Herbst 2009 passierten, bewahren. Bei der Casino Direktion sorgte der große Bericht dementsprechend für überraschung.

Die Betrüger flogen dank interener überwachung im Casino auf. Auf grund der Ermittlungen darf über die Höhe der damals ergaunerten Summe nicht gesprochen werden. Die Ermittlungsbehörden sind nun an der Reihe den Fall aufzurollen und strafrechtlich zu verfolgen.

Bei der Staatsanwaltschaft der Spielbankenkommission, der Stadtregierung und den Medien gehen inzwischen anonyme Briefe mit diffamatorischem und beleidigendem Inhalt ein. Hinter den Bösen Briefen vermutet der Direkto des Casinos, Hubertus Thonhauser, ehemalige Mitarbeiter denen im Zuge einer Restrukturierung der Spielbank gekündigt werden musste.

Schweizer Casinos gehen Online

Auch die Casinos in der benachbarten Schweiz versuchen weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben, sowohl mit den online Casinos als auch mit den Casinos im Ausland. Viele Spielbanken wollen daher jetzt auch online gehen. Von zu Hause aus können zukünftig auch die Besucher des Casinos Luzern um Geld spielen. Die Spielbank will online Spiele wie Poker, Black Jack oder Roulette anbieten. Bisher sitzen jedoch nicht alle Casino Betreiber im selben Boot, denn das Casino Baden will von dieser Idee noch nichts wissen. Eine Arbeitsgruppe hat sich bereits mit diesem Thema beschäftigt, bisher will das Casino Baden jedoch nicht online gehen. Vorraussetztung für Online Projekte ist natürlich eine Gesetztesänderung, welche online Casinos zulässt. Das wird erst in circa drei Jahren soweit sein, auch das Casino Baden will dann über eine online Casino nachdenken. Für viele Casinobetreiber liegen die Vorteile von Online Casinos auf der Hand.

Der Geldabfluss ins Ausland muss gestopt werden, deshalb ist die Auflockerung des Verbots von Internet Casinos das im April vom Bundesrat beschlossen wurde, genau richtig.

Kunden der Schweizer Spielbanken sollen die Chance haben, auch online in Schweizer Casinos zu spielen und nicht in einem dubiosen Casino auf einer karibischen Insel, wo nicht sicher ist, ob man das gewonne Geld auch erhält. Vorerst sollen allerdings nur wenige Konzessionen für Online Casinos erteilt werden. Für Kasinos, die keine Konzession erhalten, ist das wiederum ist ein großer Nachteil, denn diesen Casinos drohen Geschäftseinbussen. Es wird also spannend welche Kasinos die Konzession erhalten werden und welche nicht.

Positiv ist auf jeden Fall, das die Schweizer Casinos einen Weg in den Online Markt finden wollen. Vorallem für Schweizer Spieler wird es angenehmer sein, auch in einem Schweizer online Casino zu spielen. Welche Auswirkungen die neuen Schweizer Online Casinos wiederum auf die online Spieleplattformen haben werden, das wird die Zukunft zeigen.