Ermittlungsverfahren gegen Paul Gauselmann

Ermittlungsverfahren gegen Paul Gauselmann

Gauselmann soll Ali T. beauftragt haben, die Software eines Konkurrenten zu manipulieren. Bei der Konkurrenz handelt es sich um den Automatenbetreiber Novomatic. Der Fall liegt bereits einige Jahre zurück und soll nun dennoch aufgerollt werden. Gauselmann weist bisher alle Vorwürfe von sich.

Ali T. sitzt bereits wegen des Verdachts banden- und gewerbsmäßigen Computerbetrug durchgeführt zu haben in Untersuchungshaft. Die Behörden müssen nun entscheiden, ob sie ein gesondertes Ermittlungsverfahren gegen Paul Gauselmann einleiten wollen. Die Vorwürfe gegen Gauselmann kamen deshalb zustande, weil ein Tonmitschnitt eines Gesprächs zwischen Ali T. und Gauselmann gefunden wurde.

Nach dem Mitschnitt soll Gauselmann Ali T. im Jahr 2007 gebeten haben, die Software von Geldspielautomaten seines Konkurrenten Novomatic zu manipulieren. Die Behörden sind sich aktuell noch nicht sicher, ob der Tonabschnitt eventuell durch Ali T. illegal hergestellt wurde. Angeblich habe Gauselmann dem Betrüger eine Summe in Höhe von 750.000 Euro geboten, wenn dieser die geräte von Novomatic so manipulieren würde, dass der Konkurrenz Probleme mit den Behörden bekommen würde.

Bundesweite Razzia gegen Ali T.

Nach Angaben Gauselmanns habe er Ali T. nicht zu strafbaren Handlungen angestiftet, sondern diesen beauftragt, Manipulationsmöglichkeiten zu finden, um sich selbst zu schützen und den Konkurrenten Novomatic darüber zu informieren. Die bundesweit durchgeführte Razzia, bei der manipulierte Software vermutet wurde, richtete sich nicht gegen Paul Gauselmann, sondern einzig gegen Ali T. Dieser habe nach Angaben der Behörden eine Bande beauftrag, Software von Geldspielgeräten so zu manipulieren, dass die Gewinnausschüttung damit manipuliert wird. Durch die Manipulation sollten die Betreiber höhere Einnahmen generieren, dies alles auf Kosten der Spieler.

Computerbetrug in den Merkur-Casinos

Computerbetrug in den Merkur-Casinos

Gleichzeitig wurde jedoch bekannt gegeben, dass dies kein Grund zur Sorge für die Spieler sei, denn die gesicherte Spiele-Software konnte von Seiten des Hackers nicht geknackt werden, sodass das Herzstück der Spielgeräte von dem Betrug verschont geblieben ist.

Dennoch ist der Computerbetrug für Merkur eine große Sache, denn der Hacker schaffte es sich mit ein paar Tricks viel Geld zu erschleichen. In Zusammenarbeit mit den entsprechenden Behörden versucht die Gauselmann Gruppe nun Ermittlungen voranzutreiben, um den Fall aufklären zu können. Von Seiten des Unternehmens wurde bereits versichert, dass es sich in dem Betrugsfall nicht um einen technischen Defekt handelte. In einigen Merkur-Spielotheken konnte der Betrug durch den Hacker angewendet werden. Aus diesem Grund wurden nicht nur die Spieler in den Spielhallen betrogen, sondern auch das Unternehmen selber, so heißt es in einer Stellungnahme von Seiten der Gauselmann Gruppe.

In dem Betrugsfall, der groß angelegt sein musste, ist sicher, dass es sich um eine betrügerische Absicht handelte, dies ist anhand der Herangehensweise deutlich zu erkennen, so das Unternehmen. Mit dem Bekanntwerden des Betrugs reagierte die Gauselmann Gruppe sofort, informierte die Kunden und stellte die entsprechenden Geräte sofort ab. Auch wenn das Unternehmen bei diesem Vorfall selbst betrogen wurde sieht es sich derzeit starker Kritik ausgesetzt. Das Unternehmen ist nun darum bemüht, den Fall schnellstmöglich aufzuklären, die Sicherheitslücke ausfindig zu machen und den Täter zu fassen.

Computerbetrug bei Spielautomaten aufgeflogen

Computerbetrug bei Spielautomaten aufgeflogen

Auf die Männer aufmerksam wurde der Betreiber des Casinos de Luxe in der Oberlausitz, der es schaffte rechtzeitig die Polizei zu informieren, die dann immerhin zwei der Täter fassen konnte.

Die Männer betraten die Spielhalle und waren dabei sehr ruhig. Die Mitarbeiter gaben danach an, dass sie ihnen aufgrund dessen aufgefallen seien. Die Männer spielten an verschiedenen Spielautomaten und gelangten so an eine Beute in Höhe von 4000 Euro. Der Betreiber wurde darauf aufmerksam, konnte die Polizei informieren und erstattete nun Anzeige.

Wie die Täter die Automaten manipuliert haben ist derzeit noch unklar, da eigentlich die Standards so hoch sind, dass eine Manipulation kaum möglich ist. Genauso wie sich jedoch die Spielautomaten technisch weiter entwickeln, passen die Diebe die Tricks der derzeitigen Technik an.

Der genaue Ablauf, nachdem festgestellt wurde, dass die Gewinner und das Verhalten der Männer nicht mit rechten Dingen zugehen konnten, war folgendermaßen: der Betreiber der Spielhalle folgte den Männern zu einem anderen Casino in Löbau. Da die Männer hier die gleiche Show abzogen, informierte der Betreiber umgehend die Polizei, die am Tatort auftauchte und immerhin zwei der fünf Tatverdächtigen fassen konnte. Es konnte direkt vor Ort festgestellt wurden, dass es sich um Betrug handelte und die Spieler das Geld nicht durch pures Glück gewannen.

Derzeit konnte noch nicht nachgewiesen werden, um welche Art von Manipulation es sich handelt, jedoch wurde bereits ein Experte auf diesem Gebiet hinzu gezogen, der die Spielautomaten nun untersucht. Es gäbe laut Technikexperten bestimmte Spielautomaten, bei denen die Manipulation noch einfach möglich sei.

Dieser Fall soll anderen Casinos eine Warnung sein, so dass aufmerksam darauf geachtet werden muss, ob auffällige Gäste das Casino betreten und wie diese sich verhalten, trotzdem die Technik eigentlich schon so weit ist, dass ein Betrug kaum noch möglich sein sollte. Die eigene Kontrolle ist für die Betreiber in jedem Fall am Ende offensichtlich doch am Besten.