Concord Card Casinos: Peter Zanoni droht der Ruin

Concord Card Casinos: Peter Zanoni droht der Ruin

Der Betreiber zweiter Pokersalons hatte es sich in den vergangenen Jahren zur Aufgabe gemacht, die für das Pokerspiel abträgliche Bestimmungen im Glücksspielgesetz zum Teil erfolgreich zu bekämpfen. Nun jedoch, nachdem Zanoni vor Gericht eine Niederlage einstecken musste, läuft dieser Gefahr, seine Pokersalons schließen zu müssen, noch bevor die Pokerspiele außerhalb von Spielbanken spätestens im Jahr 2020 dem Gesetz nach verboten werden sollen.

Die jahrelangen Rechtsstreits führten dazu, dass Zanoni hohe Schulden anhäuft. Im Schnitt dreht es sich um 30 Millionen Euro als Kriegsopferabgabe, die sich zwischen den Jahren 2009 bis Ende 2014 angesammelt hatten. Dazu kommt außerdem eine Summe in Höhe von rund 30 Millionen Euro für die Vergnügungssteuer, die an die Stadt Bregenz gezahlt werden muss.

Als dritter Punkt ist weiterhin eine hohe Summe fällig, die Zanoni dem Finanzamt in Form von der Glücksspielabgabe schuldet. Sowohl die Kriegsopfergabe hält der Pokersalonbetreiber für nicht rechtens, ebenso wie die Glücksspielabgabe, die der Betreiber nicht zahlen wollte, da es sich seiner Auffassung nach nicht um ein Glücksspiel handelt beim Poker, sondern um ein Geschicklichkeitsspiel.

Enorme Überschuldung der Concord Casinos

Durch die Rechtsstreit kam es nun dazu, dass die Concord Casinos und somit Peter Zanoni selber hoch überschuldet sind. Aktuell ist die Rede von einem negativen Eigenkapital in Höhe von 190,768 Millionen Euro. Zudem machten die Concord Card Casinos zuletzt nur 19 Millionen Euro Umsatz. Experten gehen bereits davon aus, dass in diesem Fall eine Insolvenzmeldung von Seiten der Concord Card Casinos nötig wären, doch Zanoni ist überzeugt davon, dass dies nicht nötig sei.

Existenzbedrohung für Concord Card Casinos

Existenzbedrohung für Concord Card Casinos

Die Betreiberin der insgesamt 12 Concord Card Casinos, die CBA Spielapparate und Restaurantbetriebs GmbH, steht offensichtlich unmittelbar vor dem Aus, außer es wird kurzfristig noch eine passende Lösung gefunden. Die Stadt Bregenz hat der Betreiberin gegenüber einen Exekutionsbescheid in Höhe von 8,5 Millionen Euro ausgesprochen.

Peter Zanoni, der CBA Geschäftsführer steht zusammen mit seinen Mitarbeitern und den Concord Card Casinos vor einer ungewissen Zukunft. Die Stadt Bregenz fordert für das Land Vorarlberg Rückstände aus der sogenannten Kriegsopferabgabe aus den Jahren 2010 und 2011 ein. Nach der Bemessungsgrundlage des Verwaltungsgerichtshofs ist der ganze Spieleinsatz heranzuziehen, um hieraus die Kriegsopferabgabe abzuleiten.

Die Umsätze des Unternehmens betragen im Jahr nach Angaben von Zanoni etwa 19 Millionen Euro. Durch eine Abgabe in Höhe von 8,5 Millionen Euro wäre der Existenzverlust für das Unternehmen vorprogrammiert und nicht nur für das Unternehmen, sondern mit dem Unternehmen auch für die rund 600 Mitarbeiter.

Exekution der Concord Card Casinos

Die Landesregierung hat bereits deutlich gemacht, dass die Vorschreibungen nicht in Relation zum Umsatz und Gewinn stehen. Dass dies zum Problem werden kann macht nicht nur der Fall der Concord Card Casinos deutlich. Die Problematik ist der Regierung bewusst und müsste in Zukunft angegangen werden.

Damit es im Falle der Concord Card Casinos nun jedoch nicht zu einem Amtsmissbrauch komme, müsse in diesem Fall Exekutiert werden, Ob diese Exekution noch abzuwenden ist bleibt vorerst noch abzuwarten.

Existenzrettung der Concord Card Casinos

Existenzrettung der Concord Card Casinos

Hierzu hat der Geschäftsführer der Stadt Bregenz und dem Land Vorarlberg in der vergangenen Woche einen Kompromissvorschlag unterbreitet. Die Abgabenforderungen in Höhe von rund 30 Millionen Euro können von Seiten des Betreibers nicht ad hoc gezahlt werden und somit hoffen die Verantwortlichen mit dem Kompromissvorschlag einen Weg gefunden zu haben.

Nach dem Kompromissvorschlag hofft der Betreiber darauf die Abgabenschuld durch Abschreibung zum Teil begleichen zu können. Nach dem Vorschlag soll der andere Teil mit Hilfe von Ratenzahlung abgezahlt werden. Geschäftsführer Zanoni sieht das eigene Unternehmen stark in der Existenz bedroht.

Es seien Forderungen in Höhe von knapp 30 Millionen Euro offen und das nachdem erst im Juli nach Angaben des Geschäftsführers 80.000 Euro an Abgaben gezahlt wurden. Die offenen Posten ergeben sich aus fehlender Kriegsopferabgabe und fehlender Vergnügungssteuer, dies machen die Steuerbescheide deutlich. Das Unternehmen könne die Summe jedoch nach Angaben des Geschäftsführers nicht mit einem Mal aufbringen und so wurde der Kompromissvorschlag gegenüber der Stadt und dem Land vorgetragen.

Zukunft für Unternehmen und Mitarbeiter ungewiss

Nach Angaben des Geschäftsführers wurden in den vergangenen Jahren 2,8 Mio. Euro an Vergnügungssteuer und Kriegsopferabgabe an das Land Vorarlberg bezahlt. Auch weiterhin wolle das Unternehmen die Kosten dafür aufbringen, so Zanoni, doch derzeit sehe sich der Betreiber nicht in der Lage dazu, die offene Forderung mit einem Mal zu begleichen. Wenn der Kompromissvorschlag von Seiten des Landes nicht angenommen werden würde, so müssten die Concord Card Casinos schließen.

Dies würde nicht nur für das Unternehmen den Existenzverlust bedeuten, sondern insgesamt 600 Mitarbeiter würden ihre Anstellung verlieren. Durch die Schließung der Concord Card Casinos würden der Stadt Steuergelder entgehen, die letztendlich der Steuerzahler abfangen müsste.

Noch wurde keine Entscheidung in Bezug auf den Kompromissvorschlag Zanonis getroffen, jedoch zeigte sich das Land Vorarlberg den Gesprächen gegenüber offen. Wenn eine rechtliche Lösung für die bestehende Problematik gefunden werden könne, so sehe man einer Kompromisslösung positiv entgegen hieß es zuletzt von Seiten des zuständigen Landesrats.

Concord Card Casinos mit neuen Turnierregeln

Concord Card Casinos mit neuen Turnierregeln

Bei der Ausgabe der Karten haben die Spieler von nun an an ihrem Platz zu sein bzw. in Reichweite des eigenen Platzes. Hier gilt, dass der Spieler bereits zu Beginn der Kartenausgabe durch den Dealer in Platznähe sein muss. Wenn diese Regel nicht eingehalten wird, so entscheidet der Dealer die Karten des betreffenden Spielers aus dem Spiel zu nehmen.

Beim Vorwerfen sieht die Regelung vor, dass die Spieler warten müssen, bis sie mit dem eigenen Spielzug an der Reihe sind. Hierbei gilt, dass der Spieler eine Penalty von zwei Händen erhält, wenn dieser den Tisch mit einer aktiven Hand verlässt, obwohl die Aktion noch nicht bei ihm angekommen ist. über die Penalty ist die Turnierleitung durch den Dealer zu informieren, diese muss von den Spielern auch am Tisch abgewartet werden. Schon beim Vorwerfen an sich ist die Turnierleitung durch den Dealer darüber in Kenntnis zu setzen. Diese entscheidet dann, ob eine böse Absicht dahinter steckte und spricht dann, je nach Fall, die entsprechende Penalty aus.

Die Regelung in Bezug auf elektronische Geräte, sieht vor, dass diese auf dem Tisch also der Spielfläche nicht gestattet sind. Elektronische Geräte können zwar mitgeführt werden, sind aber auf dem Beistelltisch oder in der Hosentasche etc. abzulegen. Die elektronischen Geräte dürfen von den Spielern nicht während eines aktiven Spiels benutzt werden, ansonsten hat der Dealer die Möglichkeit, die Hand für ungültig zu erklären.

Grundsätzlich sind Email und Texting Devices verboten, außer der Spieler ist aus dem aktiven Spiel bereits raus, weil er gefoldet hat, dann ist es erlaubt. Das Telefonieren ist am Spieltisch generell verboten, egal ob ein Spieler aktiv und nicht mehr aktiv ist. Zum Telefonieren muss der Tisch verlassen werden. Elektronische Geräte wie iPads, eBooks, usw. dürfen nur von Spielern am Tisch genutzt werden, die nicht an einer aktiven Hand beteiligt sind. Laptops, Netbooks, Computer und ähnliche dürfen hingegen am Tisch gar nicht verwendet werden.

Es ist dem Personal vorbehalten, zu entscheiden, wann Spieler aufgefordert werden können, die elektronischen Geräte abzuschalten. Dies bezieht sich insbesondere auf die Fälle, wo die Benutzung von elektronischen Geräten den Spielablauf verzögert oder beeinträchtigt. Solche Fälle können von den Spielern auch aufgezeigt werden, auch wenn ein Spieler durch äußere Einflüsse, wie Buch, Zeitung oder elektronische Geräte den Spielablauf beeinträchtig. In solchen Fällen informiert der Dealer das Floor Personal darüber.