Darbellay als einziger Kandidat

Darbellay als einziger Kandidat

Da dies die einzige Nominierung ist, wird er diesen Posten voraussichtlich auch bekommen, da keine Konkurrenz vorhanden ist.

Laut SCV komme der Walliser Nationalrat Darbellay für den Posten sehr gut in Frage, da er ausgezeichnete Kontakte pflegt und von allen Seiten sehr geschätzt wird. Am 1. Juni dieses Jahres wird die Wahl durch die Delegiertenversammlung abgeschlossen, doch Darbellay hat seinen neuen Posten quasi so gut wie in der Tasche.

Manche der Parteikollegen von Darbellay waren offensichtlich sehr überrascht, denn die Nominierung für einen Posten in der Glücksspielbranche, wurde scheinbar nicht erwartet. Die Meinungen innerhalb der Partei gehen in unterschiedliche Richtungen. Es wurde bereits angedeutet, dass durch diese Veränderung Interessenskonflikte innerhalb der Partei entstehen könnten, doch es scheint auch positive Meinungen zu den neusten Ereignissen zu geben.

Die Partei ist eine christlich-demokratische Volkspartei und einige der Parteimitglieder scheinen der Meinung zu sein, dass das Glücksspiel mit den Ansichten einer christlichen Partei nicht vereinbar sei. Aus diesem Grund haben die betreffenden Personen, sich negativ gegenüber der Kandidatur geäußert.

Es gibt aber auch verständnisvollere Stimmen innerhalb der Partei, zum Beispiel von Alois Gmür, der der Meinung ist, dass unter Anderem der Kanton Schwyz und die entsprechenden Tourismusvereine beispielsweise von dem Casino Zürichsee profitieren würden und er das Engagement von Darbellay aus diesem Blickwinkel heraus sehr gut nachvollziehen könne.

Auch der SVP-Nationalrat Lukas Reimann äußerte seine ganz eigene Meinung zu den neusten Ereignissen. Reimann hatte im Parlament für die Legalisierung des privaten Pokerspiels plädiert, was bei dem Schweizer-Casinoverband jedoch nicht sehr positiv ankam.

In Anbetracht dessen könne Reimann verstehen, warum Darbellay zum damaligen Zeitpunkt das Vorhaben nicht unterstützte, da die Kombination aus CVP-Präsident, Nationalrat und Casino-Oberhaupt so oder so laut Reimann zu einem Interessenskonflikt führen würde.

Von Darbellay selbst wurde bisher noch keine Meinung zu den Neuerungen geäußert. Von außen betrachtet wird jedoch angenommen, dass der 41-jährige zumindest die entsprechenden Qualifikationen für die Rolle mitbringt und sicherlich ein gutes Bild abgeben werde. Von Seiten des SCV-Geschäftsführers Marc Friedrich wurde bereits vermehrt betont, dass die Casinobranche nicht negativ behaftet werden sollte.

Er hob die Seriosität der Branche hervor, da sich seit der Aufhebung des Spielbankenverbots in der Branche viel getan habe. Unter Anderem wurden unzählige Arbeitsplätze geschaffen und durch die entsprechenden Regulierungen ist auch eine gute Kontrolle der Einrichtungen möglich. Der Schutz vor der Spielsucht wird durch entsprechend eingeleitete Maßnahmen gewährleistet.