Ausstellung in Zürich beleuchtet Glücksspiel in allen Facetten

Ausstellung in Zürich beleuchtet Glücksspiel in allen Facetten

Dies ist in Kooperation mit dem Museum für Jetons und einem Zentrum für die Spielsucht entstanden und befasst sich mit dem vielseitigen Thema des Glücksspiels. Begonnen wird mit dem Glücksspiel in alten Zeiten und führt über die Spielsucht und den Playern auf dem Markt für Finanzen.

Hier geht es um Flipperkästen, Filme, Informationstexte im Hintergrund und zahlreiche Gegenstände und die Ausstellung mit dem Namen "Das Spiel mit dem Glück" läuft noch bis zum kommenden Februar und ist für Leute, die am Spiel interessiert sind, besonders interessant. Hier wird zudem vom Museum ein neues Beispiel behandelt, in dem es um die Handhabung mit Geld geht.

Hier stehen beliebte Spiele im Casino wie Poker und auch Wetten auf dem Markt für Finanzen zur Debatte. Die Historie des Glücksspiels macht klar, dass dies auch Konsequenzen für die Gesellschaft hat und auch die Politik nicht unberührt lässt. Ein immerwährender Kampf um erlaubtes Spiel, Untersagungen und Kontrollen sind hierbei nicht wegzudenken.

In einer Pause befasst sich das Museum mit seinen beiden Organisationspartnern mit der Frage, wie lange das Glücksspiel bekannt ist, wie die Position dazu zu unterschiedlichen Zeiten war und besonders, wer ihnen aus welchen Gründen nachgeht. Man geht davon aus, dass man seit 5.000 Jahren diesem Hobby nachgeht. Seit dem Zeitalter der Antike ist der Kontext zwischen dem Orakel und dem Spiel mit Würfeln bezeugt.

Die römische Göttin Fortuna war es, die den Menschen Glück oder auch kein Glück brachte. Diese Idee war bis zum Mittelalter präsent und ist auf zahlreichen Münzen des Museumsrepertoires zu sehen. Bei der Geschichte der Wette und der Historie des Würfelns und Kartenspiele zeigt sich, in welchen Formen die Göttin anvisiert wurde.

Man erfährt, auf welche Dinge man in der Vergangenheit Wetten setzen konnte und worauf nicht oder welche ungewöhnlichen Wetten im England des 18. Jahrhunderts der letzte Schrei waren. Hier wird auch das breite Spektrum von Würfeln und Karten vorgestellt, das zeigt, dass die Aristokratie das Glücksspiel akzeptierte, die unteren Schichten hatten dazu keinen Zugang, dafür sorgten die Regierung und die Kirche schon, doch das hat das Volk nicht vom Spiel abgehalten.

Damit man bei den Razzien ungeschoren davon kam, gab es auch Menschen, die die Würfel schluckten. Die tägliche überzeugung, einen großen Gewinn zu bekommen ist besonders beim Lottospiel zu erkennen. Dies wurde bereits zu einem frühen Zeitpunkt zur Zuständigkeit der Oberen gemacht und oftmals kamen die Gewinne einer guten Sache zugute.

Wie beliebt das Lotto war, zeigt eine Namensliste aus Zürich zu Beginn des 16. Jahrhunderts, hier waren rund 25.000 Menschen bei einer Lotterie dabei. Besonders die vom Jeton-Museum geliehenen Gegenstände und die Bilderreisen auf digitalem Wege führen die Gäste in die elegante Welt der Casinos. Die Historie fängt im bekannten Kurort Spa in Belgien an. Hier wurde im 18. Jahrhundert das erste neuartige Casino errichtet.

Ein wenig später wird der Kurort Baden-Baden zum beliebten Ort, wo die Spielfreunde zusammenkamen. Das Spiel ist hier zwar untersagt, doch in der Hoffnung auf Geld für den Staat im Laufe der Kurzeit lässt man hier Fünfe gerade sein. In Monaco mausert sich das Casino ab 1850 zum Treffpunkt für Kultur mit Opern, Balletten und Theatern.

Das Glücksspiel hat hier einen großen Aufschwung, bis es zu mehreren Suiziden kommt. Erst als ein Engländer die Bank ein paar Mal auseinander nimmt, gibt es wieder mehr Gäste. Mehrere Videointerviews werden von dem Museum genutzt, um sich mit der Spielsucht zu befassen, hier stehen die Arten der Spieler und ihre Beweggründe im Mittelpunkt.

Interessant ist auch eine Gegenüberstellung von Investmentbankern und Casinospielen, die Vieles gemeinsam haben. Hier werden die Gäste mittels Bildertour mit nicht ganz sauberen Finanzakteuren bekannt gemacht.

Die Ausstellung ist dienstags und freitags von ein Uhr nachmittags bis halb sechs Uhr abends geöffnet und Führungen gibt es jeden ersten Monatsdienstag von halb sechs bis halb sieben Uhr am Abend. Führungen gibt es aber auch außerhalb der öffnungszeiten, der Eintritt ist kostenlos.

Zudem gibt es zwei Rahmenprogramme im Mai und im Juni.