Deutscher Glücksspielmarkt in Zahlen

Deutscher Glücksspielmarkt in Zahlen

Da die Zusammenfassung des gesamten Marktes in Zahlen sehr aufwendig ist, kann dies einige Jahre dauern. In diesem Jahr gibt es die Zahlen aus dem Jahr 2012 zu präsentieren, wie die Glücksspielbranche insgesamt abgeschnitten hat, welche Bereiche besondere Erfolge verbuchen konnten und welche Bereiche eher negative Meldungen mit sich brachten. Im Folgenden ein paar Fakten zum deutschen Glücksspielmarkt im Allgemeinen.

Details über den deutschen Glücksspielmarkt:

– staatlich reguliert

– Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) als gesetzliche Grundlage

– grundsätzliches Verbot von Glücksspiel nach ?284 StGB

– Bundesländer mit jeweiligen Gesetzen, die in Verbindung mit dem GlüStV das Glücksspiel in jedem einzelnen Land regulieren

Aussagekräftige Zahlen in 2012

An den jährlichen Zahlen zum deutschen Glücksspielmarkt können deutlich Veränderungen erkannt und Tendenzen festgestellt werden. Im Jahr 2012 wurde von dem gesamten Glücksspielmarkt ein Bruttospielertrag in Höhe von 10,7 Milliarden Euro erzielt. Den größten Anteil an dem Bruttospielertrag machte in diesem Jahr der deutsche Lotto- und Toto-Block aus, der einen Umsatz in Höhe von 7 Milliarden Euro erwirtschaftete.

Der Bruttospielertrag am deutschen Glücksspielmarkt durch Spielautomaten lag im Jahr 2012 bei 4,4 Millionen Euro. Auch die Umsätze des Online-Glücksspielmarkts konnten sich sehen lassen, denn hier wurden 1,4 Milliarden Euro erzielt. Neben den Anbietern profitiert der Staat von den Einnahmen aus der Glücksspielbranche. Im Jahr 2012 nahm der Staat aus der Vergnügungs-, Umsatz- und Gewerbesteuerzahlung in der Unterhaltungsautomatenwirtschaft im Jahr 2012 insgesamt 1,7 Milliarden Euro ein. Im Bereich des unregulierten Glücksspiels ist der Online Glücksspielmarkt ganz weit vorne. Im Jahr 2012 lag Online Poker mit dem höchsten Bruttospielertrag vorne, dicht gefolgt von Online Casinos und privaten Sportwetten.

Insgesamt sind es in Deutschland 78,7 Prozent der Bevölkerung, die bereits an Glücksspielen teilgenommen haben. Etwa 58,4 Prozent nehmen an Lotto 6 aus 49 in Deutschland teil, was die Zahlen bestätigt und aufzeigt, dass Lotto weiterhin weit oben auf der Beliebtheitsskala bei den Spielern liegt.

Hier geht es zu den Statistiken auf statista.com

Deutscher Glücksspielmarkt gilt als unreguliert

Deutscher Glücksspielmarkt gilt als unreguliert

Besonders in Bezug auf das Online Glücksspiel herrscht in Deutschland aktuell so gut wie keine Regulierung vor. Das Online Glücksspiel ist verboten, doch nichtsdestotrotz gibt es zahlreiche Online Casinos, Online Sportwetten und Online Pokerräume, die von den Verbrauchern gerne und oft genutzt werden.

Zahlreiche Anbieter, die Online Glücksspiel in Deutschland präsentieren, verfügen zwar über eine Lizenz, jedoch nicht über eine Lizenz in Deutschland. Aus diesem Grund kann das Online Glücksspiel Angebot als illegal eingestuft werden.

Damit einhergehend findet so gut wie keine Kontrolle statt. Bei den Webseiten ist eine einfache Anmeldung möglich, ohne dabei das Alter angeben zu müssen. Verbraucher- und Jugendschutz werden hier also nicht berücksichtigt. Neben der Gefahr, die für die Spieler ausgeht, gehen dem Land Steuereinnahmen verloren. Die illegalen Anbieter müssen in Deutschland keine Steuern zahlen. Das Online Glücksspiel wird von Experten bereits als unkontrollierter Wildwuchs bezeichnet.

Grauzone und Kontrollverlust

Die Anbieter, die ihr Online Glücksspiel Angebot auch in Deutschland präsentieren, sind nicht zwingend schwarze Schafe. Hier gibt es auch seriöse Anbieter, die Gesetzeslücken in Deutschland nutzen. Trotzdem vertreten die Experten die Meinung, dass das Angebot von Online Glücksspiel nur dann wirklich legal ist, wenn der Anbieter in dem entsprechenden Land über eine Lizenz verfügt. Aktuell befinden sich eben diese Anbieter in einer Grauzone und dabei kann man nicht sagen, dass dieser Zustand ungeachtet der Regelungen ausgenutzt wird. Die seriösen Anbieter haben durchaus ein Interesse daran, auch in Deutschland eine Lizenz zu erhalten, allerdings wird den Anbietern diese bisher verwehrt.

Die einzigen Anbieter mit Lizenzen in Deutschland gibt es in Schleswig-Holstein, weil das nordische Bundesland einen Sonderweg einschlug und bevor es sich den anderen Bundesländern und damit dem Glücksspielstaatsvertrag anschloss, einige Lizenzen an Online Anbieter ausgab. Auch für Sportwettenanbieter sollten immerhin 20 Lizenzen vergeben werden, allerdings ist in dieser Hinsicht in den letzten Jahren nichts passieren und die Anbieter warten weiterhin auf eine Lizenz.

Liberalisierung des deutschen Glücksspielmarktes durchaus sinnvoll

Liberalisierung des deutschen Glücksspielmarktes durchaus sinnvoll

Die Europäische Union hat immer noch die Option, gegen die Neufassung des Glücksspielvertrags vorzugehen, auf dieses Dokument war der Großteil der Bundesländer übereingekommen.

Der Chef des "Verbandes der Deutschen Automatenindustrie", kurz "VDAI" verlangte, dass der Markt nun einer Liberalisierung unterzogen wird.

In ihrem Kommentar ist es der Kommission nicht ersichtlich, weswegen im Rahmen der teilweisen Öffnung in der Bundesrepublik Sportwetten nur mit Beschränkungen erlaubt werden sollen, virtuelles Poker- und Casinospiel werden aber untersagt. Der Chef sagt, dass ihm die EU mit seiner Vermutung recht gibt, denn er meint, dass es im Land ein wirkliches Durcheinander geben wird.

Das Glücksspielspielgesetz hat seiner Meinung nach keine Einheitlichkeit, da sich die drei Sparten des Glücksspielsektors nämlich das virtuelle Spiel, das staatliche Spiel und das Spiel zu gewerblichen Zwecken in der jetzigen Lage voneinander ablösen. Die Gewinne im Glücksspiel seitens des Staates gehen immer mehr zurück und die Gewinne des virtuellen Glücksspiels sind binnen 10 Jahren achtmal so hoch geworden.

Aus diesem Grund verlangt er eine öffnung des Marktes für Glücksspiel, so hat man eine Chance, gegen die Offerten im Netz auf internationaler Ebene anzukommen. Unternehmen im Netz legen den Betreibern aus der Bundesrepublik nur Steine in den Weg. Hierdurch gehen Arbeitsplätze und Steuergelder für den Staat durch die Lappen. Seiner Meinung nach ist das Land nicht für den Wettbewerb tauglich, solange die Offerten der Spiele im staatlichen und gewerblichen Bereich gegeneinander arbeiten und die Gewinne im Netz ablaufen.

Im Hinblick auf die EU findet er eine weitere Uneinheitlichkeit, nämlich, dass nicht jedes Bundesland den Vertrag befürwortet. Der Norden hat ein Gesetz erarbeitet, welches von der EU grünes Licht bekam, das die restlichen Länderkollegen aber nicht gut finden. Das Bundesland im Norden macht es richtig, denn es schränkt die Lizenzzuteilungen nicht ein und will keine exorbitanten Abgaben haben.

Im Norden haben die Betreiber nur dann Abgaben zu entrichtet, wenn sie auch gut gearbeitet hat. In den restlichen 15 Bundesländern ist das Online-Glücksspiel untersagt, im Norden aber nicht. Er findet noch mehr Kritik, er sagt, dass die Bundesländer schon vorhandene Einschränkungen mit dem Vorgehen gegen die Spielsucht begründen.

Ihnen ist wichtig, dass die eigenen Schäfchen ins Trockene gebracht werden. Es werden eigene Gesetz gemacht, die Unternehmen selbst und der Fluss des Gelds wird von ihnen dominiert. Das Geld kommt teilweise in eine spezielle Kasse, damit Sport, Kultur und soziale Dinge vorangebracht werden können.

Das findet er auch in Ordnung, doch den Politikern ist das Geld wichtig und nicht die Sucht. Der Leiter ist aus diesem Grund auch davon überzeugt, dass die Marktöffnung nicht mehr abzuwenden ist. Er denkt nicht, dass der geplante Vertrag im Sommer gültig wird und sollten von 16 Ländern 13 zustimmen, dann ist Uneinheitlichkeit weiterhin da.

Es finden sich auch Volksvertreter die erklärten, dass der Chef ihnen nicht wichtig ist, aber das Lotto ist dann zwei Jahre da.