Ladies-Event bietet Diskussionsstoff

Ladies-Event bietet Diskussionsstoff

Eigentlich wurde dieses Turnier extra für Frauen ins Leben gerufen, jedoch dürfen die Initiatoren die Männer nicht komplett ausschließen, weil dies an Diskriminierung grenzen würde. Grund zum Aufregen haben die Männer in jedem Fall dennoch genug. Es ist ihnen zwar erlaubt, sich für das Ladies-Event anzumelden, doch während die Damen einen Einsatz von lediglich 1.000 US-Dollar tätigen müssen, beträgt das Buy-In für die Männer satte 9.000 Dollar mehr.

Auch der Poker-Pro Barry Carter nutze die Pokerforen und Twitter um sich über den Clou der Initiatoren lustig zu machen. Den Veranstaltern muss schon eine gewisse Intelligenz zugesprochen werden, mit der dieses Thema Frauenevent behandelt wurde. Und so wurde direkt nach der Veröffentlichung heiß diskutiert und die Frauen wurden an der einen oder anderen Stelle zur Zielscheibe der Männer.

Doch auch die Frauen selbst haben die Veröffentlichung nicht unkommentiert hingenommen und reagieren mit Humor. Viele positive Kommentare finden sich in den Kommentaren in den Foren und sozialen Netzwerken wieder und viele Spieler, vor allem auch männliche sowie weibliche Profis, halten die Kostenerhöhung für Männer bei dem Ladies-Event für einen sehr klugen Schachzug.

Unklar bleibe unterdessen allerdings, ob dieser kluge Schachzug der WSOP 201 juristisch einwandfrei ist. Hier wurden in den Foren bereits Bedenken eingeräumt. Es bleibt abzuwarten und zu hoffen, dass der Fall nicht vor Gericht geht, sondern die Pokerszene diesen Clou weiterhin mit Humor auffasst und es in diesem Jahr vielleicht wirklich möglich gemacht wird, das Ladies-Event als männerfreie Zone stattfinden zu lassen.

Diskussionsstoff Glücksspielgesetz Schleswig-Holstein

Diskussionsstoff Glücksspielgesetz Schleswig-Holstein

Diskussionen gab es bereits einige zu diesem Thema und dennoch fand erneut eine Anhörung statt, in der es vor dem Innen und Rechtsausschuss darum ging, ob ein Beitritt zum Glücksspieländerungsstaatsvertrag für sinnvoll gehalten werde. Die Meinung dazu war eigentlich bereits weitreichend bekannt und auch bei diesem Ausschuss stimmte die Mehrheit gegen den Beitritt, dennoch ist die neue Regierungskoalition bestehend aus der sogenannten Dänen-Ampel weiterhin unbeeindruckt.

Die Gegner des Glücksspielstaatsvertrags kritisieren in erster Linie die Begrenzung der auszugebenen Sportwettenlizenzen auf eine Anzahl von 20. Dies würde dem Vorhaben wiedersprechen den Markt zu liberalisieren. Auch die Gegner des schleswig-holsteinischen Alleingangs lassen anklingen, dass die Begrenzung auf 20 Sportwettenlizenzen im Glücksspieländerungsstaatsvertrag nicht richtig sei. Daher sollte sich Schleswig-Holstein dennoch diesem anschließen, um sich für die änderungen stark zu machen. Die meisten Verantwortlichen konnten jedoch in Bezug auf diese Aussage, die von Prof. Tilman Becker stammte, nur lachen.

In der Anhörung versuchten vor allem die privaten Anbieter sich für den schleswig-holsteinischen Weg stark zu machen, um das letzte Mal Kampfeswillen zu zeigen.

Die Anbieter heben vor den Abgeordneten noch einmal besonders hervor, dass in Schleswig-Holstein das beste Glücksspielgesetz vorherrsche, welches auch von Brüssel abgesegnet wurde, während der Glücksspieländerungsstaatsvertrag von Seiten der EU-Kommission weiterhin stark kritisiert werde.

Von Seiten der Parteien kamen unterschiedliche Resümees zu diesem Thema nach der Anhörung. Die CDU machte deutlich, dass der schleswig-holsteinische Weg der bessere sei und es unlogisch wäre sich einem fehlerhaften Staatsvertrag anzuschließen, der so oder so keinen Bestand in der Zukunft haben wird. Von den Grünen allerdings wurde deutlich gemacht, dass der Staatsvertrag zwar nicht perfekt sei, diese Entscheidung jedoch immer noch besser, als mit dem eigenen Glücksspielgesetz die bundeseinheitliche Regulierung zu blockieren und sich dadurch allen in den weg zu stellen.

Unabhängig von dieser Anhörung ist trotzdem weiterhin davon auszugehen, dass die derzeitige Regierung immernoch den Plan verfolgt, das bestehende Glücksspielgesetz in Schleswig-Holstein zu stürzen und sich dem Glücksspieländerungsstaatsvertrag der 15 Bundesländer anzuschließen.