Eindämmung der Spielhallen

Eindämmung der Spielhallen

In erster Linie wollen die Verantwortlichen vor Ort die Ansiedlung weiterer Spielhallen verhindern, da diese, nach der Meinung vieler Anwohner und auch anderer Personen ein schlechtes Licht auf die Stadtansicht werfen. Statt weitere Spielhallen zu erlauben wollen die zuständigen Behörden nun dafür sorgen, dass mehr Einzelhandelsangebote in die Innenstadt ziehen und vor Ort ihr Angebot präsentieren.

Bereits vor einigen Jahren ist die erste Spielhalle in die Nähe der Innenstadt, an die Mittelstraße gezogen. Nachdem die erste Spielhalle vor Ort war, gab es bereits die ersten Beschwerden von Anwohnern, Besuchern und Politikern. Gleichzeitig jedoch haben bereits weitere Glücksspielanbieter ihr Interesse daran bekundet, ein eigenes Geschäft in der Mittelstraße aufzumachen. Nun ist es von Seiten der Stadt vorgesehen, dass weitere Ansiedlungen von Glücksspielanbietern in der Mittelstraße durch den Bebauungsplan verhindert werden sollen.

Grundlegend wird in der Stadt bereits seit Jahren das Ziel verfolgt, die Gegend rund um die Mittelstraße für die Anwohner und Besucher attraktiver zu gestalten. Das Vorhaben wird jedoch durch Glücksspielanbieter gestört, die versuchen vor Ort Spielhallen zu eröffnen, so die Stadt. Durch eben solche Etablissements könnte die Gegend nicht verschönert werden, sagen die verantwortlichen Personen vor Ort.

Um die Gegend vor der Ansiedlung weiterer Spielhallen zu schützen, soll nun ein Bebauungsplan angefertigt werden, durch welches es für die Anbieter unmöglich werden soll, eine Ansiedlung in die Tat umzusetzen. Durch das Verbot von Spielhallen in der Mittelstraße erhoffen die Verantwortlichen, dass vor Ort nun wieder mehr Einzelhandelsgeschäfte ihre Türen öffnen und die Straße somit für die Besucher und Anwohner grundlegend attraktiver gestalten werden.

Eindämmung des Glücksspiels in Österreich erfolglos

Eindämmung des Glücksspiels in Österreich erfolglos

Bei dem Glücksspielgesetz geht es hauptsächlich um die Eindämmung des Automatenspiels, weil hier Studien zu Folge die meisten Spieler spielsüchtig werden. Trotzdem es weniger Spielautomaten in Österreich gibt, seitdem das Gesetz in Kraft getreten ist, boomt das Glücksspiel in Österreich weiterhin.

Der Marktforscher Andreas Kreuzer kritisiert die Vorgehensweise in Österreich, da die Maßnahmen seiner Meinung nach die Suchtproblematik nicht minimieren können. Laut eines Branchenradars des Marktforschers steigen die Glücksspielaktivitäten in Österreich weiterhin an und es wird vermehrt in den Casinos, im Internet und an den Spielautomaten gezockt. Erwartungen zufolge wird der Wert im Laufe dieses Jahres noch um etwa eine Milliarde Euro ansteigen.

Seitdem das neue Glücksspielgesetz in Österreich vorherrscht, wurden von der "Soko Glücksspiel" insgesamt 3000 Spielautomaten aus dem Verkehr gezogen.

Während die Einsätze an den illegalen Glücksspielautomaten demnach stark zurückging und noch weiter zurück gehen werden. Nachdem dieser Fakt eigentlich nach einem Erfolg aussieht, muss jedoch berücksichtigt werden, dass diese eingesparten Gelder in anderen Bereichen, wie in Lotterien, Casinos und dem Glücksspiel im Internet investiert werden.

Neben den weiterhin existierenden illegalen Spielautomaten, die immer noch vorhanden sind, sieht Kreutzer ein weiteres Problem in dem illegalen Glücksspiel im Internet. Dieses sei außerdem nicht kontrollierbar, wodurch die Eindämmung der Spielsucht extrem erschwert werde. Probleme sieht der Marktforscher in den offiziellen Spielautomaten, an denen höhere Einsätze getätigt werden können, als bei dem nun verbotenen kleinen Glücksspiel.

Für Kreutzer ist als Experte allein die Regierung für die Folgen der Gesetze verantwortlich. Bereits vorab wurde durch Simulationen deutlich, dass durch das Verbot nicht weniger Geld für Glücksspiel sondern sogar noch mehr Geld ausgegeben wird. Während zwar weniger Geld in das kleine Glücksspiel und in die Automatenbrache fließt, so profitieren vor allem die Spielcasinos von den neuen Gesetzen.

Mehr Geld wird nun in den Spielbanken des Landes ausgegeben. Auch die Umsätze der Glücksspielanbieter im Internet steigen durch das Verbot des kleinen Glücksspiels in Österreich. Die Suchtproblematik wird hierbei also in keiner Weise behandelt, so Kreutzer.

Spielerkarten zur Eindämmung der Spielsucht

Spielerkarten zur Eindämmung der Spielsucht

Meist sind die Spielsüchtigen hoch verschuldet und erst wenn sie am Ende sind, suchen viele eine der dafür vorgesehenen Suchtkliniken auf. Allerdings sind hier die Wartelisten sehr lang. Die SPD fordert nun die Einführung von Spielerkarten, da dadurch die Spielsucht eingedämmt werden soll.

Wenn es um die Spielsucht geht wird diese meist mit den Spielautomaten in Verbindung gebracht. Um dem Spielen an den Automaten nachgehen zu können benötigen die Spieler Geld. Oft haben Spielsüchtige jedoch bereits ihr ganzes Geld verspielt, weshalb sie als Lösung für dieses Problem Geld aus den Taschen von Familienmitgliedern und Freunden stehlen.

Hohe Schulden und Kleinkriminalität sind oft die Folgen von extremer Spielsucht. Neben etwa 500.000 krankhaft spielsüchtigen Personen in Deutschland, gibt es außerdem etwa 800.000 problematische Spieler und etwa 3 Millionen Menschen, die nur geringe Probleme mit dem Glücksspiel aufweisen.

Im Bundestag fand ein Beratungstermin statt, bei dem die Politiker sich über die Pläne bezüglich der Eindämmung der Spielsucht unterhalten haben. Hier schlug die SPD die Lösung mit der sogenannten Spielerkarte vor.

Auf dieser sollen Name und Geburtsdatum des Spielers vermerkt werden und dieser soll hierüber die Möglichkeit bekommen, sich für Automatenspielhallen sperren zu lassen, um so der Spielsucht zu entgehen. Mit Hilfe dieser Spielerkarten soll dann auch in Zukunft der Jugendschutz besser gewährleistet werden können, weil unter 18 jährige Personen anhand der Spielerkarten automatisch gesperrt sein würden.

Auch von Seiten der FDP wurden neue Gesetzesentwürfe präsentiert, doch diese beinhalten keine Sperren und somit auch keine ähnlichen Lösungsansätze wie der mit den Spielerkarten. Bei den Entwürfen beider Parteien ist jedoch vorgesehen, dass sich in Bezug auf das Automatenspiel einiges ändern soll. So ist es angedacht, dass beispielsweise die Mindestspieldauer verlängert werden soll, die maximalen Verluste verringert werden und insgesamt nur noch weniger Automaten in Gaststätten erlaubt sein sollen.

Darüber hinaus ist sowohl von Seiten der FDP als auch von der SPD angedacht, dass die blinkenden Lichter und andere Leuchtelemente an den Automaten verringert werden sollen, um so der Spielsucht vorzubeugen bzw. entgegen zu wirken.

Es wird davon ausgegangen, dass bei vielen Spielsüchtigen die Sucht schon in jungen Jahren begonnen haben könnte. Wenn zum Beispiel bereits die Eltern der Kinder gespielt hatten und der Betroffene schon als Jugendlicher damit konfrontiert wurde, kann dies ausschlaggebend dafür sein, dass diejenigen auch im Alter zum Spieler werden.

Die Suchtklinken sind überfüllt und die Wartelisten sind lang, da zu viele Spielsüchtige sich behandeln lassen wollen. Diesen Schritt gehen die meisten Spielsüchtigen allerdings erst, wenn sie wirklich keinen anderen Ausweg mehr sehen und oft schon viel Geld und teilweise auch soziale Kontakte in ihrem Leben verloren haben.

Bisher sind Spielersperrungen lediglich in den staatlichen Spielbanken möglich. Da jedoch der meiste Umsatz der Automatenindustrie durch die Spielsüchtigen gemacht wird, sehen hier viele Experten Handlungsbedarf und befürworten Vorschläge wie den mit der Spielerkarte.

Es werden härtere Regelungen gefordert, auch wenn auf der anderen Seite darin eine Gefahr gesehen werden könnte, dass die Spielsüchtigen das Internet als Ausweichmöglichkeit nutzen.