Fusionen in der Glücksspielbranche hoch im Kurs

Die Unternehmensverschmelzungen in der Glücksspielbranche wollen kein Ende nehmen, denn erst kürzlich meldete das Unternehmen "Highlight Communications", ein Vermarkter in Sachen Film und Sportwetten aus der Schweiz, Interesse an dem Glücksspielunternehmen und Automatenproduzenten "Escor" an.

Erst vor Kurzem wurde die Broschüre zum Angebot der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und eine übernahmekommission nahm diese Möglichkeit genau unter die Lupe, ob diese auch mit den gesetzlichen Vorgaben konform ist. Dieser Fakt scheint wohl zu bestehen.

Man will 50,01 Prozent der Unternehmensanteile von "Escor" erwerben und möchte 17,50 Franken je Unternehmensanteil zahlen. Die Frist für das Angebot beginnt am 10.10. dieses Jahres und endet am 4.11.2011. Die Nachfrist beginnt eine Woche später und soll bis zum 24. November andauern.

Dieses Angebot kommt dem Unternehmen wie gerufen, denn es hatte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres stolze Verluste von rund 4 Millionen Franken zu verzeichnen. Im Jahr 2010 betrug der Erlös des Unternehmens rund eine halbe Million Franken. Das zu erwerbende Unternehmen führt Spielstätten innerhalb und außerhalb der Schweiz und stellt Automaten her, zu denen auch das namhaftere Spiel "Skillspot" zählt.

Der Erwerb durch das erstgenannte Unternehmen ist für den Automatenhersteller eine bedenkenswerte Option, gerade weil die geschäftlichen Dinge in diesem Jahr nicht so rosig waren. Der mögliche Käufer nennt auch das Filmunternehmen "Constantin Film", welches von dem bekannten Regisseur Bernd Eichinger gegründet wurde, sein Eigen.

Zudem besitzt das Unternehmen die Firma "Constantin Medien" und betreibt Kommerz mit den Fernsehrechten im Bereich der Champions League.

Neue Fusionen in der Glücksspielbranche möglich

So mancher Unternehmenszusammenschluss und wahrscheinliche Erwerbsabsichten schlugen seit einiger Zeit in der Glücksspielindustrie hohe Wellen. Auch am Hersteller von Casino Software, Cryptologic, geht dieser Kelch nicht vorüber.

Dieses Unternehmen gab erst neulich einem Fachmann in Sachen Management die Aufgabe, die Unternehmenstaktik detailliert unter die Lupe zu nehmen, was eventuell einen Verkauf zur Folge haben könnte. Eine Firma mit dem Namen "Amaya" ist an Cryptologic interessiert.

Nach Berichten aus den Medien, die allerdings nicht bekräftigt wurden, hat die Firma mit Sitz in Kanada und einem hauptsächlichen Tätigkeitsfeld in Kenia schon ein Zwanzigstel der Cryptologic-Aktien gekauft, sozusagen im Vorfeld des Kaufangebots.

Es ist noch nicht lange her, dass die Firma eine Zulassung im Bereich Online Glücksspiel in der Dominikanischen Republik erhielt. Die kanadische Firma will wohl hoch hinaus, denn noch 2011 will man ein Online Casino mit allen Casino Spielen sowie ein Portal für Online Poker bereitstellen.

Erst kürzlich wurden die Tatsachen dann etwas klarer. Das kanadische Unternehmen setzte die Börse in Bezug auf den Aktienanteil an Cryptologic in Kenntnis. Dies sind mehr als 650.000 und Amaya hat vermutlich mehr als eine Million Dollar hingeblättert. Der Softwarehersteller besitzt momentan rund 13 Millionen Aktien und ein paar davon sind noch zu haben, bevor feststeht, dass es an das kanadische Unternehmen geht.

Die Nachricht des Amaya-Geschäftsführers beinhaltete augenscheinlich auch die Gründe für den Erwerb der Aktien. Er erklärte mit Sicherheit, dass man diese Aktien deshalb erworben haben, um den taktischen Kauf von Cryptologic zu vereinfachen. Sein Unternehmen hat noch alle Möglichkeiten und verfolgt die Geschäftsentwicklung des Kaufobjekts, besonders von Interesse ist hier die finanzielle Seite.

Laut dem Geschäftsführer ist der weitere Erwerb oder die Veräußerung der gerade gekauften Anteile von einer Vielzahl von Aspekten abhängig, die nicht genannt werden. Das Unternehmen Cryptologic hat momentan Schwierigkeiten, doch bei dem Kollegen Playtech läuft alles bestens.

Hier kauft man immer mehr auf dem Markt ein, in Bälde soll der Software-Entwickler Ash aus der britischen Hauptstadt an der Reihe sein. Branchenkenner sind der Ansicht, dass dieser Kauf so gut wie entschieden ist.

Mit diesem Unternehmen würde Playtech über noch eine bedeutende Firma verfügen, da sie eine Vielzahl von exzellenten Spielen entwirft. Diese kommen auf der "EdGE"-Plattform des Unternehmens Gaming Technology Solutions zum Tragen, auch dieses wurde vor Kurzem vom selben Unternehmen aufgekauft.