Garantierte Jackpotausschüttung beim Lotto

Garantierte Jackpotausschüttung beim Lotto

Trotzdem man mit sechs Richtigen und ohne Zusatzzahl auch Gewinne in sechsstelliger Höhe abräumen kann, kann es manchmal ärgerlich für den Spieler sein, zu wissen, dass man mit nur einer richtigen Zahl mehr einen Jackpot in Höhe von 31 Millionen Euro abgeräumt hätte. Den Hauptjackpot können Spieler im Normalfall jedoch nur dann knacken, wenn sie sowohl sechs Richtige als auch die richtige Zusatzzahl getippt haben. Dies ist nur dann anders, wenn eine garantierte Jackpotausschüttung beim Lotto bevorsteht.

Was ist die garantierte Jackpotausschüttung und wann tritt diese ein?

– garantierte Ausschüttung ist nach den Teilnahmebedingungen vorgesehen, wenn in 12 aufeinander folgenden Ziehungen der Lottojackpot nicht geknackt wurde

– Gewinntopf muss nach Teilnahmebedingungen immer mit der 13. Ziehung ausgespielt werden

– bei der 13. Ziehung gewinnen die Spieler mit dem Supersechser (sechs Richtige plus richtige Zusatzzahl)

– wenn niemand den Supersechser tippt, gewinnt der Spieler mit sechs Richtigen

– gibt es niemanden, der sechs Richtige tippt, dann wird der Spieler mit fünf Richtigen als Gewinner gefeiert

– wenn mehrere Spieler die gleichen Zahlen tippen, wird der Jackpotgewinn unter den Gewinnern aufgeteilt

Die garantierte Ausschüttung beim Lotto passiert hin und wieder, aber nicht regelmäßig. In diesem Jahr wurde der Jackpot bereits einmal in der garantierten Ausschüttung an einen Spieler ausgespielt, der nur sechs Richtige ohne Superzahl hatte. Diese Verlosung fand an dem Wochenende vor Pfingsten statt und der Spieler konnte sich über eine Summe in Höhe von 37.050.634,80 Euro freuen. Auch wenn es für die Spieler mit dem Gewinn bei der garantierten Ausschüttung nicht klappt, so heißt es dennoch nicht, dass diese den Kopf hängen lassen sollten. Lotterien wie der Eurojackpot verlosen regelmäßig Jackpots in Millionenhöhe. Zuletzt lag der Eurojackpot bei einem Betrag in Höhe von 53 Millionen Euro.

Garantie für die Zustimmung zum neuen Glücksspielgesetz

Garantie für die Zustimmung zum neuen Glücksspielgesetz

Manche Länder nutzten die Einführung des Glücksspielgesetzes zum Pokern, denn vier der Bundesländer schafften es, sich mit der Einführung des Glücksspielgesetzes Garantiebeträge vom Finanzministerium zu sichern. Zu diesen Ländern gehören Niederösterreich, Steiermark, Kärnten und Wien.

Mit der Zustimmung zum Glücksspielgesetz im Jahr 2010 forderten die vier Bundesländer entsprechende Garantiebeträge. Diese sollten den eventuell entstehenden Ausfall ausgleichen, der durch die strengere Reglementierung des Automatenspiels vorhergesehen wurde. Mit der Gesetzgebung wurde eine im neuen Glücksspielgesetz verankerte Landesabgabe in Höhe von 15 Prozent vereinbart, welche den Landesfürsten als nicht hoch genug erschien. Aus diesem Grund musste der damalige Finanzminister Josef Pröll den Garantiebeträgen in Millionenhöhe zustimmen. Somit sicherten sich die Bundesländer folgende Jahresbeträge:

– Niederösterreich: 20 Millionen Euro

– Steiermark: 20 Millionen Euro

– Wien: 55 Millionen Euro

– Kärnten: 8 Millionen Euro

Die Ausgleichsbeträge werden dann gezahlt, wenn die Bundesländermit dem Glücksspiel weniger als erwartet einnehmen. Durch diese Vereinbarung musste der Bund in den vergangenen Jahren bereits sehr viel Geld an die Bundesländer überweisen. Die Länder hatten in den vergangenen Jahren im Durchschnitt die Hälfte der festgesetzten Garantiebeträge durch das Glücksspiel eingenommen, die andere Hälfte wurde dementsprechend durch den Bund überwiesen.

Die Regelung hat noch bis zum Jahr 2017 Bestand, dann müssen die laufenden Verhandlungen über die neue Budgetmittelverteilung abgeschlossen sein. Die Verhandlungen gestalten sich durchaus schwierig, denn die Bundesländer, die bisher Garantiebeträge zugesichert bekommen haben, wollen auf diese natürlich auch in Zukunft nicht verzichten. In dem Gesetz zum Ausgleichsbetrag wurden strenge Auflagen festgelegt, die sich mit der eigentlichen Absicht des Spielerschutzes wiedersprechen.

Nach dem neuen Glücksspielgesetz sollte die Anzahl der Spielautomaten reduziert werden. Die Ausgleichsbeträge werden jedoch nur dann an die Bundesländer in vollem Umfang ausgezahlt, wenn die Anzahl der Glücksspielgeräte nicht gesunken ist. Hier gilt es im Folgenden bei den Verhandlungen darauf zu achten, dass solche Schwachstellen mit der nächsten Vereinbarung verschwinden werden.