Neue Geldwäscherichtlinie verabschiedet

Neue Geldwäscherichtlinie verabschiedet

Hierzu wurde erst im März dieses Jahres die vierte Geldwäscherichtlinie von Seiten des Europäischen Parlaments verabschiedet. Als Adressaten dieser Richtlinie werden dieses Mal vor allem die Glücksspielanbieter gesehen. Natürlich sorgte die Richtlinie bereits für Kritik, wie es oft der Fall ist, wenn innerhalb der Gesetzgebung etwas verändert wird.

Kritisiert wurden in erster Linie die änderungen zu den Identifizierungspflichten bei Online-Glücksspielen. Je nach Art des Glücksspielangebots und nach Art des Etablissements gelten für die Glücksspielanbieter unterschiedliche Anforderungen an die Kundenidentifizierung. In terrestrischen Casinos liegt die Schwelle, bei der eine Identifizierung der Kunden notwendig wird, bei einem Geldbetrag in Höhe von 2.000 Euro.

Beim Online Glücksspiel hingegen, müssen die Kunden sich identifizieren, sobald sie die Geschäftsbeziehung mit dem Glücksspielanbieter eingehen. Beim Online Glücksspiel sei die Gefahr der Geldwäsche besonders hoch, so die Experten. Bei anderen Glücksspielangeboten sei das Risiko für Geldwäscheaktivitäten weitaus geringer.

Wissenschaftlichen Studien zu Folge sei das Risiko der Geldwäscheaktivitäten bei allen Arten des Glücksspiels besonders hoch. Hier spiele es keine Rolle, um welches Glücksspielangebot es sich handle, das Risiko sei das gleiche. Grundsätzlich sei die Aktivität im Bereich der Geldwäsche besonders hoch, wo es für das angebotene Glücksspiel keine Regulierung gibt. Beim illegalen Glücksspiel also, wurden bereits vermehrt Geldwäscheaktivitäten festgestellt, wohingegen bei reguliertem Glücksspiel das Risiko eher gering ausfalle.