Gemeinderäte in Bayern hoffen auf strengere Spielhallengesetze

Gemeinderäte in Bayern hoffen auf strengere Spielhallengesetze

Statistiken zu Folge werden die meisten Gelder an den Spielautomaten verzockt. Auch Bayern kämpft verbissen gegen dieses Problem an. Derzeit hofft man darauf, dass ein Gesetz der Staatsregierung verabschiedet wird, welches die Genehmigung von Spielhallen erschweren soll.

In Karlsfeld beispielsweise wird gegen die Errichtung weiterer Spielhallen gekämpft. In der Gemeinde wurde erst kürzlich wieder ein Antrag auf die Eröffnung einer Spielhalle in einem ehemaligen Sonnenstudio abgelehnt. Die CSU-Fraktion will eine klare Linie schaffen, um gegen die Spielhallen anzugehen und die betroffenen Personen somit besser vor der Spielsucht schützen zu können.

Alleine in der Gemeinde Karlsfeld wurden im Jahr 2010 280.000 Euro an Spielautomaten verzockt. Der Gemeinderat gibt an, dass hier komplette Existenzen gefährdet seien, die durch die Regierung geschützt werden müssen.

Neben Karlsfeld ist auch Dachau ein Ort, wo die Spielhöllen negative Folgen mit sich brachten. Hier wurden im Jahr 2010 bereits 2 Millionen Euro an den Spielautomaten verzockt. Die Branche scheint immer weiter zu wachsen, dies zeigt auch der Standort Dachau, in dem die Anzahl der Automaten von 1998, wo es noch keine Spielautomaten gab, bis zum Jahr 210, wo bereits insgesamt 96 aufgestellte Spielautomaten in der Ortschaft vorhanden waren, stetig steigt.

Die Verhinderung von dem Bau neuer Spielhallen, liegt nicht in der Macht der Kommunen, denn grundsätzlich sei dies erlaubt. Die Gemeinde Karlsfeld konnte sich zumindest ein Zeitfenster schaffen, indem dort eine Veränderungssperre beschlossen wurde, durch die vorerst keine weiteren Bebauungen zugelassen werden.

Sowohl die bayrische Kommune Karlsfeld als auch Dachau hoffen auf die Verabschiedung eines baldigen Gesetzes, welches den Betrieb des gewerblichen Automatenspiels erschweren soll und auch die Herausgabe von Genehmigungen an strengere Regelungen bilden soll, um so den Wildwuchs zu verhindern.

Die derzeitige Gesetzeslage ist so unsicher und undurchsichtig, dass es schwer ist gegen die Spielhallen anzugehen, um so die Bewohner schützen und die Spielsucht vor Ort eindämmen zu können.